DroneShield-Aktie: Abwärtsdruck setzt sich weiter fort
Meilenstein in den USA, Druck an der Börse
DroneShield hat am 15. September die Installation und Abnahme seines DroneSentry-X Mk2 auf US-militärischen Infantry Squad Vehicles erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb von rund 80 Tagen nach Auftragserteilung wurden Lieferung, Fahrzeugeinbau, Live-Drohnen-Abnahmetests und die Schulung der Bediener umgesetzt. Damit erreichte das System die sogenannte Initial Operational Capability. Drei weitere Einheiten sind bereits geplant.
Bereits am 10. September vermeldete der Konzern zudem den ersten Auftrag für sein KI-gestütztes Aufklärungsgerät RfRecon, das noch in diesem Jahr an einen militärischen Kunden in Westeuropa gehen soll. Die vertraglich gesicherten Erlöse für 2026 kletterten dadurch auf über 251 Millionen US$. Heute eröffnete DroneShield zusätzlich ein neues Forschungszentrum in Adelaide für eingebettete Systeme, Sensorik und elektronische Kriegsführung. Trotz dieser Fortschritte bleibt der Kurs unter Druck. Zum 2. November übernimmt außerdem Rebecca Lowde als neue Finanzchefin. Sie bringt drei Jahrzehnte Erfahrung in börsennotierten Technologieunternehmen mit.
Übrigens: Gewisse Rohstoffe entwickeln sich zur geheimen Währung der Rüstungsindustrie – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ stellt zwei Aktien vor, die davon massiv profitieren könnten.
Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview
DroneShield befindet sich nach wie vor in einem Abwärtstrend, der zuletzt an einem Supportbereich zwischen 0,92 und 1,10 € reagiert hatte. Aktuell notiert die Aktie erneut in diesem Bereich. Die Struktur ist jedoch stark shortlastig, was dafür sprechen kann, dass die Zone diesmal nicht erneut hält.
Werden die Tiefs nur kurz unterschritten und kann sich der Kurs wieder über die Marke von rund 1,05 € kaufen, würde das für eine Chance auf der Long-Seite sprechen. Das erste Ziel wäre die Abwärtstrendlinie sowie die letzten Hochs bei rund 1,40 €. Bricht der Markt hingegen durch, würde die Zone zwischen 0,66 und 0,70 € als nächste Unterstützung in den Fokus rücken. Hier wird es dann erneut spannend für die Aktie und vor allem für Anleger. Kommt es dort zu einer Reaktion, könnte sich eine ähnlich spannende Chance für die Long-Seite ergeben. Folgt danach jedoch erneut eine Abweisung an einer Zone oder allgemeine Schwäche im Markt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der Trend fortsetzt und es erneut tiefere Kurse gibt.
ℹ️ DroneShield in Kürze
- DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
- Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
- Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,49 Milliarden AU$.
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Fazit
Operativ hat DroneShield zuletzt geliefert, vom US-Meilenstein bis zum Rekord bei den gesicherten Erlösen. Am Kurs ist davon bislang wenig zu sehen. Hält sich der Titel über der aktuellen Zone, bleibt eine Long-Chance im Spiel. Wegen der shortlastigen Struktur muss hier aber genau auf das richtige Signal geachtet werden, statt voreilig zu handeln. Bricht der Kurs dagegen darunter, könnte an der tieferen Zone eine weitere Chance entstehen. Der Abwärtstrend ist in jedem Fall weiterhin intakt. Jede Erholung wäre also zunächst nur ein Rebound, keine Trendwende.
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