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AT&T-Aktie: Sichere 4,82% Dividende?

Neue Zahlen im Blick
Vincent Uhr
Die Aktie von AT&T galt lange Zeit als Garant für eine stabile Dividende. Doch dann der Schock: Im Jahre 2021 kürzte der US-amerikanische Telekommunikationskonzern plötzlich seine Ausschüttungssumme je Aktie. Statt 0,52 US$ gab es lediglich noch 0,2775 US$ je Aktie und Vierteljahr. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 23,07 US$ entspricht das trotzdem noch einer Dividendenrendite von 4,82%. Trotzdem drängt sich bei der Historie eine Frage förmlich auf: Ist diese Dividende jetzt sicher?

AT&T-Aktie: Die jüngsten Zahlen liefern auch eine Antwort zur Sicherheit der Dividende!

Eine erste Orientierung finden wir in den jüngsten Zahlen zum zweiten Quartal, die AT&T am 22. Juli präsentierte. Hier wies der Telekommunikationskonzern ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,66 US$ aus. Mit einem Ausschüttungsverhältnis von 42% sprechen wir von einer sehr sicheren Dividende. Sie ist aktuell gemessen am Ergebnis je Aktie doppelt gedeckt.

Auch der freie Cashflow lag bei 4,7 Milliarden US$, nach 4,4 Milliarden US$ ein Jahr zuvor. Rechnen wir diesen Wert herunter auf jede einzelne Aktie, so ergäbe sich ein freier Cashflow von 0,68 US$. Hier läge das Ausschüttungsverhältnis entsprechend bei 40,8%. Das gilt als sehr konservativ.

AT&T zahlt seine Dividende seit der Kürzung stets konstant aus. Es gab weder eine Kürzung, noch eine Erhöhung. Doch warum erhöht das Management nicht die Ausschüttungssumme je Aktie? Mit Blick auf die Zahlen wäre ein ausreichender Spielraum jedenfalls vorhanden.

Übrigens: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

Bilanzsanierung und Aktienrückkäufe

Eine Antwort finden wir in der Bilanz von AT&T. Der US-amerikanische Telekommunikationskonzern ist mit 134 Milliarden US$ an langfristigen Finanzverbindlichkeiten weiterhin hoch verschuldet. Einen Teil der freien Mittel verwendet das Management jedoch, um diese Verschuldung abzubauen. Noch im Jahre 2021 lag der Wert bei 149 Milliarden US$.

Der Wert der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die binnen eines Jahres fällig werden, lag im Jahre 2021 bei 24 Milliarden US$. Heute sind es lediglich noch rund 9 Milliarden US$. Das zeigt, dass das Management aktiv seine freien Mittel verwendet, um bilanzielle Altlasten abzubauen.

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Weitere Mittel fließen bei AT&T hingegen in Aktienrückkäufe. Im zweiten Quartal flossen neben der Dividende zusätzliche 2,2 Milliarden US$ in diese Form der Kapitalrückführungen. Bis einschließlich 2028 stehen 45,6 Milliarden US$ bereit für Aktienrückkäufe und Dividenden. Die Kapitalrückführungen bleiben daher hoch und attraktiv.

ℹ️ AT&T in Kürze

  • AT&T Inc. (WKN: A0HL9Z) ist ein in Texas ansässiger Telekommunikationskonzern, der lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada hatte und zeitweise über eine Million Mitarbeiter beschäftigte.
  • Die Geschäftsfelder gliedern sich in Festnetz-, Mobilfunkgeschäft sowie den Vertrieb von Hardwaregeräten.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von rund 160 Milliarden US$ ist das Unternehmen weiterhin einer der wertvollsten Telekom-Anbieter weltweit.

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Vincent Uhr

Fazit

Um daher zu einem Fazit zu kommen: Die Dividende von AT&T ist sicher. Sie ist sogar sehr hoch mit 4,82%, wenn wir bedenken, dass gerade einmal etwas mehr als 40% des Gewinns und freien Cashflows für die Dividende verwendet wird. Die Bilanz muss bereinigt werden, keine Frage. Aber es ist ein gutes Zeichen, dass für Aktienrückkäufe weitere Mittel vorhanden sind. Wer sich die AT&T-Aktie ins Depot holt, sollte trotzdem bedenken, dass die gesamte US-Telekommunikationsbranche als reif gilt. Sonderlich viel mehr Rendite als die Dividende würde ich daher selbst langfristig nicht erwarten.