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Almonty-Aktie: Sehen Analysten jetzt eine Kaufchance?

Trotz Kursrutsch bleibt die Hoffnung
Die Almonty-Aktie hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren. Allein auf Monatssicht liegt das Minus bei rund -26%, vom bisherigen Hoch hat sich der Kurs sogar um mehr als -40% entfernt. Zuletzt konnte sich die Aktie bei 13,77 US$ zwar etwas erholen, die Schwankungen bleiben aber extrem hoch. Dabei kamen zuletzt eigentlich mehrere positive Nachrichten vom Unternehmen.

Sangdong erreicht den entscheidenden Meilenstein

Der wichtigste Punkt bleibt die Sangdong-Mine in Südkorea. Anfang Juli hat Almonty dort mit der Verarbeitung des abgebauten Materials begonnen. Damit geht das Projekt von der jahrelangen Bau- und Entwicklungsphase zunehmend in die tatsächliche Produktion über. Sangdong soll künftig eine der wichtigsten Wolframminen außerhalb Chinas werden und könnte Almonty damit in eine völlig neue Größenordnung bringen.

Auch die Zahlen zum ersten Quartal zeigten bereits eine deutliche Verbesserung. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 221% auf 25,4 Millionen US$. Gleichzeitig erzielte Almonty ein bereinigtes EBITDA von 6,1 Millionen US$ und einen positiven operativen Cashflow von 9,7 Millionen US$. Der Anstieg kam bislang allerdings vor allem aus der bestehenden Panasqueira-Mine und den deutlich höheren Wolframpreisen. Der große Effekt von Sangdong wird erst mit dem weiteren Produktionshochlauf sichtbar.

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Warum fällt die Aktie trotzdem?

Die Korrektur hängt vor allem mit der zuvor extremen Kursentwicklung zusammen. Die Erwartungen an Sangdong, steigende Wolframpreise und die strategische Bedeutung des Rohstoffs waren bereits stark im Kurs enthalten. Sobald Anleger Gewinne mitnehmen oder sich der Produktionshochlauf verzögert, reagiert eine solche Aktie empfindlich.

Hinzu kommt die Finanzierung. Almonty hat im Juni Wandelanleihen im Volumen von 700 Millionen US$ ausgegeben. Der Zinssatz liegt zwar nur bei 2,25%, langfristig können durch eine Wandlung aber neue Aktien entstehen und bestehende Aktionäre verwässern. Das Unternehmen verfügt damit über viel Kapital für weiteres Wachstum, gleichzeitig steigt aber auch der Druck, die angekündigten Projekte erfolgreich umzusetzen.

Analysten bleiben deutlich optimistischer

Trotz der Korrektur haben mehrere Analysten ihre Kursziele zuletzt angehoben. D. A. Davidson erhöhte das Kursziel von 25 auf 33 US$. Oppenheimer hob das eigene Ziel von 22 auf 25 US$ an und bestätigte die positive Einschätzung. Als Gründe gelten vor allem die hohen Wolframpreise, die Nachfrage aus der Rüstungs- und Halbleiterindustrie sowie der Produktionsstart in Sangdong.

Die Spanne der Kursziele ist allerdings groß. Je nach Datenanbieter liegen die Schätzungen zwischen 6,50 und 33 US$. Das zeigt, wie unterschiedlich Analysten den weiteren Produktionshochlauf und den möglichen Gewinnbeitrag von Sangdong bewerten.

Almonty-Aktie

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 3,6 Milliarden US$ bewertet.

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Fazit

Jetzt muss Almonty zeigen, dass der Produktionshochlauf in Sangdong funktioniert und die angekündigten Mengen tatsächlich erreicht werden. Gelingt das, dürfte die Aktie wieder deutlich interessanter werden. Die zuletzt angehobenen Kursziele von bis zu 33 US$ zeigen jedenfalls, dass einige Analysten trotz der Korrektur weiterhin großes Potenzial sehen. Kommt es dagegen erneut zu Verzögerungen, dürfte der Kurs vorerst anfällig bleiben.