Zalando-Aktie -6,8%: Ist die schwache Bruttomarge ein Warnsignal?
Die Zalando-Aktie gerät am Dienstag nach den Quartalszahlen deutlich unter Druck. Auf Tradegate verlor der Dax-Titel im vorbörslichen Handel 6,8% auf 25,15 Euro gegenüber dem Xetra-Schluss, nachdem Anleger allein im Oktober noch fast 18% mit den Papieren verdient hatten. Was steckt hinter dem abrupten Stimmungsumschwung?
Bruttomarge enttäuscht
Mehrere Analysten machten in ersten Reaktionen die Bruttomarge des abgelaufenen Quartals als Schwachpunkt aus. Georgina Johanan von JPMorgan verweist zudem auf strukturelle Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung von Agentic Commerce.
Gewinnmitnahmen nach Höhenflug
Felix Denni vom Bankhaus Metzler verweist zusätzlich auf den guten Lauf der Papiere vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen, sodass Anleger nun Gewinne mitnehmen könnten. Im Oktober hatten Anleger mit Zalando-Papieren fast 18% gewonnen, entsprechend hoch lag die Messlatte für die Zahlen.
Fazit
Für uns bleibt die Bruttomarge der eigentliche Prüfstein, da sie zeigt, ob Zalando Wachstum in Ergebnis übersetzen kann. Der von JPMorgan genannte strukturelle Risikofaktor Agentic Commerce lässt sich aktuell nicht abschließend bewerten, bleibt aber ein Belastungsfaktor für die Bewertung. Der scharfe Kursrückgang dürfte auch Ausdruck der zuvor hohen Erwartungen nach dem starken Oktober sein. Solange keine Klarheit darüber herrscht, ob die Margenschwäche vorübergehend ist, könnten Anleger die weitere Entwicklung zunächst abwarten, während bestehende Aktionäre nach dem kräftigen Kursplus im Vormonat keinen Anlass zu überstürzten Verkäufen hätten.
Quelle: dpa-AFX
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