US-Midterms 2026: Steht Bitcoin vor einer neuen Kaufchance?
Nach den US-Midterms ging es an der Börse häufig bergauf
Die US-Midterms haben an den Finanzmärkten einen eher durchwachsenen Ruf. Vor den Zwischenwahlen herrscht häufig Unsicherheit darüber, welche Partei künftig das Repräsentantenhaus und den Senat kontrolliert und welche politischen Vorhaben überhaupt noch eine Chance haben. Nach der Wahl verändert sich die Ausgangslage. Sobald die neuen Mehrheiten feststehen, können Anleger besser einschätzen, wie es bei Steuern, Staatsausgaben und der Regulierung weitergeht. Ein Teil der politischen Unsicherheit verschwindet damit aus dem Markt.
Historisch lässt sich dieser Effekt besonders gut am Aktienmarkt beobachten. Eine Auswertung von BlackRock zeigt, dass der S&P 500 in den sechs Monaten nach den US-Midterms seit 1970 durchschnittlich um +14,1% zulegte. In vergleichbaren Zeiträumen ohne Zwischenwahlen lag das durchschnittliche Plus dagegen bei lediglich +5,7%.
Auch Fidelity kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Seit 1938 verzeichnete der S&P 500 in rund 95 % der Fälle innerhalb der zwölf Monate nach den Midterms Kursgewinne. Die durchschnittliche Rendite lag dabei bei etwa +14%.
Welche Partei gewann, spielte für die spätere Kursentwicklung oft eine geringere Rolle. Vielmehr konnten die Märkte nach der Wahl wieder besser einschätzen, welche politischen Vorhaben realistisch waren. Für Bitcoin wäre eine ähnliche Entwicklung durchaus möglich. Schließlich reagiert der Kurs weiterhin stark auf die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten. Steigt die Risikobereitschaft, profitieren davon häufig auch Kryptowährungen.
Sofern Du an weiteren Kryptochancen interessiert bist, schaue auf 3 besonders chancenreiche Altcoins – zu finden in unserem kostenlosen Report: Krypto-Boom 2026!
Bitcoin nach den Midterms: Das zeigen die Jahre 2018 und 2022
Bei Bitcoin ist die historische Datenlage weniger eindeutig als am Aktienmarkt. Die vergangenen Midterm-Jahre 2018 und 2022 zeigen allerdings, dass es rund um die US-Wahlen durchaus zu heftigen Kursverlusten kommen kann. Im November 2018 verlor Bitcoin rund -36% seines Wertes. Damals befand sich der Kryptomarkt bereits seit Monaten in einem Bärenmarkt. Zusätzlich belastete der Streit rund um den Bitcoin-Cash-Hard-Fork die Stimmung und verstärkte den Verkaufsdruck.
Vier Jahre später kam es erneut zu einem kräftigen Rücksetzer. Ausgerechnet in der Woche der US-Midterms 2022 brach die Kryptobörse FTX zusammen. Der Bitcoin-Kurs geriet daraufhin massiv unter Druck und verlor im November rund -16%. In beiden Fällen waren die Wahlen allerdings nicht der eigentliche Auslöser der Verluste. Der Kryptomarkt befand sich bereits zuvor in einer schwierigen Phase und wurde durch die zusätzlichen Probleme noch stärker belastet.
In den darauffolgenden Jahren erholte sich Bitcoin jedoch deutlich. Nach dem Bärenmarkt 2018 ging es im Laufe des Jahres 2019 wieder kräftig aufwärts. Ähnlich verlief die Entwicklung nach 2022, als Bitcoin im Jahr 2023 eine starke Erholung hinlegte.
Die Kursgewinne hatten allerdings weniger mit den Midterms selbst zu tun, sondern vor allem mit einer verbesserten Marktstimmung und veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ob sich eine solche Entwicklung nach den US-Midterms 2026 wiederholt, ist deshalb offen.
Könnte die US-Wahl 2026 eine neue Bitcoin-Rallye auslösen?
Mit den Midterms vom 3. November liegt zumindest der Wahltermin als Unsicherheitsfaktor hinter den Märkten. Für Bitcoin könnte das durchaus hilfreich sein, vor allem wenn sich die Stimmung an den US-Börsen in den kommenden Wochen verbessert. Auch die künftige Krypto-Regulierung dürfte wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Der Clarity Act, der einen umfassenderen Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen sollte, scheiterte im September an der nötigen Mehrheit im Senat. Mit der neuen Zusammensetzung des Kongresses könnten sich die Aussichten für das Gesetz oder ähnliche Vorhaben verändern.
Für die Kryptobranche wäre mehr rechtliche Klarheit grundsätzlich hilfreich. Ob entsprechende Gesetze nun schneller vorankommen, hängt allerdings von den politischen Mehrheiten ab. Gleichzeitig spielen für den Bitcoin-Kurs weiterhin die US-Geldpolitik, die Inflation und die Liquidität an den Finanzmärkten eine große Rolle.
Solange die Zinsen hoch bleiben und Anleger bei risikoreichen Anlagen vorsichtig sind, dürfte es auch Bitcoin schwerer haben, eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu starten. Sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen dagegen verbessern und die Aktienmärkte nach den Zwischenwahlen wieder zulegen, könnte auch der Kryptomarkt davon profitieren.
ℹ️ Bitcoin in Kürze
- Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
- Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptografisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
- Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.
- Der aktuelle Preis von Bitcoin liegt bei etwa 79.000 US$ und einer Marktkapitalisierung von rund 1,54 Billionen US$.
BITCOIN kaufen, halten oder verkaufen? Unsere Experten-Redaktion berichtet regelmäßig über BITCOIN und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.
BITCOIN weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »
Fazit
Die US-Midterms könnten für Bitcoin durchaus einen neuen Impuls liefern. Schließlich haben sich die Aktienmärkte nach vergangenen Zwischenwahlen häufig gut entwickelt, während Bitcoin nach den schwierigen Jahren 2018 und 2022 ebenfalls wieder kräftig zulegen konnte. Die damaligen Erholungen hatten allerdings ganz unterschiedliche Ursachen und lassen sich nicht einfach auf die heutige Wahl übertragen. Mit dem Wahltag beginnt nun eine neue Phase, in der sich auch zeigen wird, welche politischen Veränderungen in Washington möglich sind. Sollten die Börsen nach den Midterms wieder freundlicher werden und gleichzeitig mehr Kapital in den Kryptomarkt fließen, hätte Bitcoin gute Voraussetzungen für eine Erholung. Die kommenden Wochen könnten deshalb durchaus neue Kaufgelegenheiten bieten, auch wenn die historischen Daten allein noch kein Grund sind, auf steigende Kurse zu setzen.
Übrigens: Für die letzten beiden Monate des Jahres haben wir drei Trend-Aktien identifiziert, bei denen sich früh dabei sein auszahlen könnte. Die 3 Aktien für den Jahresendspurt gratis entdecken!