Quelle: ChatGPT

Rheinmetall-Aktie: Wie wichtig werden die kommenden Quartalszahlen?

Termin 5. November
Es vergeht kaum ein Tag, an dem keine positiven Nachrichten über Rheinmetall veröffentlicht werden. Und dennoch kommt die Rheinmetall-Aktie nicht wirklich vom Fleck. Am Montag gibt sie leicht nach und notiert aktuell bei rund 1.026 €. Am 5. November veröffentlicht das Unternehmen seine Zahlen für das dritte Quartal. Hier stellt sich die Frage: Werden die Zahlen den Kursverlauf nachhaltig verändern?

Hohe Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen

Am 5. November ist es wieder so weit: Dann veröffentlicht Rheinmetall die Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres. Nachdem in den beiden Vorquartalen ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ertrag zu verzeichnen war, dürften auch die kommenden Finanzkennzahlen positiv ausfallen.

Die entscheidende Frage ist jedoch, ob Rheinmetall die Erwartungen des Kapitalmarkts übertreffen kann. Das gilt insbesondere für den Auftragseingang, den Auftragsbestand und das operative Ergebnis. Ende Juni lag der sogenannte Rheinmetall Backlog bei rund 80,5 Milliarden €. Darin enthalten sind neben dem klassischen Auftragsbestand auch erwartete Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen. Zentraler Punkt wird sein, ob dieser Wert überschritten wird.

Ebenfalls sehr wichtig wird die EBIT-Marge sein. Wird der Wert des Vorquartals mit 17,1% übertroffen oder nicht.

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Prognosebestätigung oder erneute Anpassung?

Ein wesentlicher Faktor für den zukünftigen Kursverlauf ist auch die Jahresprognose. Sie bildet zunächst die Erwartungen des Managements ab. Viel interessanter ist jedoch, ob es im Jahresverlauf zu Änderungen kommt.

Anfang August senkte der Konzern seine Umsatzprognose. Statt 14 bis 14,5 Milliarden € werden nun 13,7 bis 14,2 Milliarden € erwartet. Ursache für die Umsatzanpassung war die Beendigung des F126-Fregattenprogramms durch die Bundeswehr. Diese begründete den Schritt insbesondere mit Verzögerungen und erheblichen Kostensteigerungen beim bisherigen Projektverlauf.

Die operative Ergebnismarge soll weiterhin bei rund 19% liegen. Nach dem starken ersten Halbjahr muss Rheinmetall im zweiten Halbjahr noch erheblich zulegen, um die Jahresziele zu erreichen.

Bewertung

Die Augen der Anleger und Analysten richten sich jetzt auf den 5. November. Ob die Erwartungen übertroffen oder verfehlt werden, dürfte kurzfristig entscheidend für die Kursentwicklung sein. Auch eine mögliche Anhebung der Jahresprognose könnte neue Impulse liefern.

Allerdings gibt es weitere Gründe für die schwache Kursentwicklung. Hier sind die geopolitischen Verwerfungen entscheidend. Entscheidend wird auch sein, ob das Thema KI nach den massiven Kursrückgängen weiterhin im Mittelpunkt steht.

Aus meiner Sicht werden die kommenden Quartalszahlen deshalb kurzfristig wichtiger genommen, als sie es sind. Entscheidend ist nicht ein einzelnes Quartal, sondern ob Rheinmetall seine Wachstumsziele über mehrere Jahre hinweg erreichen kann.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Seit Anfang 2023 ist der Konzern Mitglied im deutschen Leitindex DAX und aktuell knapp 48 Milliarden € wert.

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Fazit

Die kommenden Quartalszahlen können sehr kurzfristig zu stärkeren Kursschwankungen führen. Für den Kursverlauf der nächsten Monate dürften jedoch andere Faktoren wie Börsenstimmung und geopolitische Einflussfaktoren maßgebend sein.

Vorerst rechne ich nicht mit einem nachhaltigen Kursanstieg. Dennoch bin ich mittelfristig positiv eingestellt. Einen fairen Wert sehe ich bei rund 1.400 €.

Für längerfristig orientierte Anleger bietet das aktuelle Kursniveau gute Einstiegschancen.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Rheinmetall. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.