AMD-Aktie mit -24% – nächstes Ziel 362 US$?
Chartanalyse zur AMD-Aktie
Nach dem Ausbruch über die frühere Rekordmarke beschleunigte die AMD-Aktie ihre Rallye zunächst bis auf 660,00 US$. Dort setzte jedoch eine scharfe Gegenbewegung ein. Der Kurs der AMD-Aktie testet inzwischen die Unterstützungszone zwischen etwa 460,00 und 485,00 US$. Dieser Bereich hatte bereits während der vorherigen Konsolidierung mehrfach für Stabilität gesorgt.

Advanced Micro Devices, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Bricht die AMD-Aktie nachhaltig darunter, könnte sich die Korrektur bis zur offenen Kurslücke zwischen ungefähr 362,00 und 390,00 US$ ausweiten. Solche Kurslücken wirken häufig wie ein Magnet, müssen allerdings nicht zwangsläufig geschlossen werden. Auf der Oberseite wäre zunächst eine Rückkehr über 560,00 US$ erforderlich. Anschließend würde erneut das Allzeithoch bei 660,00 US$ in den Fokus rücken.
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AMD-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI ist infolge des Kursrutsches bis auf rund 36 Punkte gefallen. Die RSI-Linie notiert deutlich unter ihrem gleitenden Durchschnitt und bestätigt damit das kurzfristig bärische Momentum. Zudem entstand zwischen den letzten beiden Kurshochs eine bärische Divergenz: Während die AMD-Aktie ein höheres Hoch erreichte, bildete der RSI ein niedrigeres Hoch aus.

Advanced Micro Devices, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Auch der MACD hatte den Anstieg auf das Rekordhoch nicht mehr bestätigt und zeigte eine bärische Divergenz. Inzwischen hat die MACD-Linie die Signallinie von oben gekreuzt, während das Histogramm deutlich in den negativen Bereich gedreht ist. Beide Linien notieren zwar noch oberhalb der Nulllinie, das aktuelle Verkaufssignal spricht kurzfristig aber für anhaltenden Korrekturdruck.
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Elliott-Wellen
Das langfristige Elliott-Wellen-Szenario bleibt trotz der kurzfristigen Schwäche bullisch. Der Anstieg seit dem Tief von 2015 lässt sich als übergeordnete Impulsstruktur interpretieren. Das neue Allzeithoch könnte dabei eine korrektive Struktur annehmen, die den Kurs in jetzt in eine Welle B herunterbringt. Danach wäre mit einer Fortsetzung in der Welle C, der pinkfarbenen Welle 3 zu rechnen.

Advanced Micro Devices, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die aktuelle Abwärtsbewegung könnte den Beginn einer mehrteiligen Korrektur darstellen. Neben der unmittelbaren Unterstützungszone bleibt dabei insbesondere die offene Kurslücke unterhalb von 400,00 US$ relevant. Nach Abschluss der Korrektur lässt das Elliott-Wellen-Szenario einen weiteren Aufwärtsimpuls zu, der den Kurs der AMD-Aktie langfristig wieder über das bisherige Allzeithoch führen könnte.
ℹ️ Advanced Micro Devices in Kürze
- Advanced Micro Devices (AMD) mit Hauptsitz in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt und vertreibt Mikroprozessoren, Chipsätze und System-on-a-Chip-Lösungen.
- Eine eigene Fabrikationsstätte hat das Unternehmen seit der Ausgründung der eigentlichen Halbleiterherstellung im Jahr 2009 in Globalfoundries nicht mehr.
- AMD ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500 und hat eine Marktkapitalisierung von rund 829,18 Milliarden US$.
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Fazit
Die bärischen Divergenzen und Verkaufssignale mahnen aus meiner Sicht zur Vorsicht. Hält die Zone um 460,00 US$ nicht, dürfte die offene Kurslücke mit der Unterkante bei 362 US$ zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Langfristig bleibt die AMD-Aktie für mich dennoch attraktiv. Einen Einstieg würde ich erst nach einer klaren Stabilisierung oder einem bestätigten bullischen Signal in den Indikatoren erwägen.