Evonik-Aktie -3,5%: Platzt der Traum einer BASF-Übernahme?
Gerüchte über einen milliardenschweren Zukauf in den USA haben die Evonik-Aktie am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Das Papier weitete seine frühen Verluste im Handelsverlauf deutlich aus, sackte zeitweise bis an die Marke von 20 Euro und notierte zuletzt mit einem Minus von 3,5 Prozent bei 20,16 Euro. Auslöser ist ein Bericht des "Handelsblatts" über ein mögliches Übernahmeziel in den USA. Was bedeutet das für die Aktionäre des Spezialchemiekonzerns?
Ashland im Visier
Nach Informationen des "Handelsblatts", das sich auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen beruft, hat Evonik den US-Konzern Ashland ins Auge gefasst. Für die Sondierung geeigneter Übernahmeziele am Markt soll Evonik die Investmentbanken Perella Weinberg Partners und JPMorgan mandatiert haben. Ein Evonik-Sprecher lehnte gegenüber der Zeitung eine Stellungnahme ab und verwies darauf, man kommentiere Marktgerüchte grundsätzlich nicht. Auch Perella Weinberg Partners und JPMorgan wollten sich dem Bericht zufolge nicht äußern.
Evonik selbst im Blick
Evonik steht seit geraumer Zeit selbst im Blick als mögliches Übernahmeziel. BASF hat Interesse an einer Übernahme bekundet.
Fazit
Bestätigt ist bislang nichts, die Kursreaktion zeigt aber, wie sensibel der Markt auf die Gerüchte reagiert. Ein milliardenschwerer Zukauf in den USA würde Evonik finanziell stärker belasten und könnte die Fantasie einer möglichen BASF-Offerte dämpfen, da ein größeres Unternehmen schwerer zu übernehmen wäre. Für bestehende Anleger dürfte es sich anbieten, die Position zunächst zu halten und weitere Nachrichten zu dem möglichen Zukauf sowie zu den Übernahmespekulationen um Evonik abzuwarten. Ein Neueinstieg allein auf die Hoffnung einer Übernahme durch BASF erscheint uns angesichts der unklaren Lage derzeit nicht ratsam.
Quelle: dpa-AFX
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