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Almonty-Aktie nach Kursrutsch – diese News machen Hoffnung

Wolfram-Boom
Bei Almonty Industries hat sich zuletzt einiges getan. Die Sangdong-Mine produziert wieder Wolfram, der nächste Ausbau läuft bereits und auch bei weiteren Projekten geht es voran. An der Börse sieht die Entwicklung allerdings ganz anders aus: Die Aktie hat innerhalb weniger Wochen deutlich an Wert verloren. Was steckt hinter dem Kursrutsch und wie sind die jüngsten Nachrichten für Anleger einzuordnen?

Almonty startet Wolframproduktion

Beim Wolframproduzenten Almonty Industries stehen die Zeichen derzeit eigentlich auf Wachstum. Erst am Montag, dem 19. Oktober, veranstaltete das Unternehmen seinen Investor Day und gab dabei neue Einblicke in die laufenden Projekte. Im Mittelpunkt stand erneut die Sangdong-Mine in Südkorea, die nach mehr als drei Jahrzehnten wieder Wolfram produziert. Bereits im September hatte Almonty die ersten Mengen an Wolframkonzentrat gewonnen und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum regulären Minenbetrieb erreicht.

Inzwischen läuft die Produktion weiter an. Nach Angaben von CEO Lewis Black arbeitet die Aufbereitungsanlage mittlerweile mit voller Kapazität im Mahlkreislauf, während auch die erzielten Gewinnungsraten den bisherigen Erwartungen entsprechen. Kleinere technische Probleme gehören während der Anlaufphase allerdings weiterhin dazu. Für den 24. Oktober ist nun die erste kommerzielle Wolframlieferung aus Sangdong vorgesehen. Damit würde nach mehr als 30 Jahren erstmals wieder Wolfram aus der Mine an einen Kunden ausgeliefert.

Und Almonty plant bereits deutlich größer. Denn während die erste Produktionsphase schrittweise hochgefahren wird, laufen unter Tage schon die Arbeiten für die zweite Ausbaustufe. Auch die Bestellung zusätzlicher Anlagen beim finnischen Technologieunternehmen Metso wurde bereits angestoßen. Laut Management soll diese zweite Phase im Laufe des Jahres 2027 abgeschlossen werden.

Dadurch könnte sich die jährliche Verarbeitungskapazität von derzeit geplanten 640.000 Tonnen Erz auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen erhöhen. Almonty hätte damit die Möglichkeit, seine Wolframproduktion erheblich auszuweiten und langfristig zu einem der größten Produzenten außerhalb Chinas aufzusteigen. Allerdings handelt es sich bei diesen Zahlen noch um die geplanten Kapazitäten. Wie schnell die Mine tatsächlich hochgefahren werden kann und welche Produktionsmengen am Ende erreicht werden, muss sich erst zeigen.

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Neue Verträge und Partnerschaften

Neben Sangdong hat Almonty zuletzt auch in anderen Ländern Fortschritte erzielt. So unterzeichnete das Unternehmen im September einen langfristigen Liefervertrag mit Wolfram Bergbau und Hütten, einer Tochtergesellschaft des schwedischen Industriekonzerns Sandvik. Im Mittelpunkt steht dabei die ehemalige Los-Santos-Mine in Spanien, wo Almonty künftig wieder Wolfram aus bereits vorhandenem Bergbaumaterial gewinnen möchte.

Der Vertrag umfasst mindestens rund 1.720 Tonnen enthaltenes Wolframtrioxid und sieht zudem eine bedingte Vorauszahlung von 3 Millionen US$ vor. Für Almonty hat die Vereinbarung einen großen Vorteil, das Unternehmen kann auf bereits abgebautes Material zurückgreifen, anstatt zunächst eine komplett neue Lagerstätte erschließen zu müssen.

Auch in Afrika baut Almonty seine Aktivitäten aus. Gemeinsam mit der Regierung von Ruanda wurde ein Joint Venture gegründet, an dem Almonty 75 % und der Staat 25 % hält. Ziel ist es, Wolfram aus bestehenden kleineren Minenbetrieben einzukaufen, weiterzuverarbeiten und anschließend zu exportieren. Nach Angaben von CEO Lewis Black soll das monatliche Exportvolumen ab November bereits mehr als 100 Tonnen erreichen.

Hinter dieser Expansion steckt eine Entwicklung, die für die gesamte Wolframbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. China dominiert weiterhin große Teile des weltweiten Marktes, während westliche Staaten versuchen, ihre Abhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen zu reduzieren. Ab dem 1. Januar 2027 gelten außerdem strengere US-Beschaffungsregeln für bestimmte Wolframprodukte im Verteidigungsbereich, bei denen auch die Herkunft des Ausgangsmaterials berücksichtigt wird.

Für Almonty könnte sich daraus langfristig eine günstige Ausgangslage ergeben. Das Unternehmen verfügt bereits über Produktionskapazitäten außerhalb Chinas und baut sein Netzwerk aus Minen, Verarbeitungsanlagen und Lieferverträgen weiter aus. Gleichzeitig hat Almonty im Sommer seinen bestehenden Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders verlängert. Dabei wurden die vereinbarten Mengen um 40 % erhöht und die Vertragskonditionen bei der Preisgestaltung verbessert.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen mit Sitz in Dillon, Montana, USA. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptnotierung der Aktie erfolgt an der Nasdaq (Ticker: ALM). In Deutschland ist die Aktie unter anderem in Frankfurt und über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 2,57 Milliarden US$ bewertet.

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Fazit

Bei Almonty hat sich in den vergangenen Monaten einiges zum Positiven entwickelt. Mit dem Produktionsstart in Sangdong wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, während die geplante Erweiterung und neue Partnerschaften zusätzliche Wachstumschancen eröffnen. Auch die vergleichsweise starke finanzielle Ausstattung gibt dem Unternehmen Spielraum für die kommenden Projekte. Der jüngste Kursrutsch zeigt allerdings, dass Anleger trotz dieser Fortschritte vorsichtig bleiben. Sollte Almonty seine Produktion wie geplant steigern und gleichzeitig von den weiterhin hohen Wolframpreisen profitieren, könnte sich das langfristig auch positiv auf die Aktie auswirken. Dafür muss das Unternehmen in den kommenden Quartalen allerdings beweisen, dass aus den ambitionierten Ausbauplänen tatsächlich steigende Umsätze und Gewinne werden.