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Tungsten West-Aktie: Almonty auf den Fersen

Die Produktion startet
Nach ihrer Kursrallye im August konnte die Tungsten West-Aktie im September nicht mehr ihr Allzeithoch bei ca. 51 GBP knacken. Mit einem aktuellen Kurs von 48 GBP liegt der Wolframproduzent aber nur knapp unter seinem Hoch. Wird es bald fallen?

Eine gute Nachricht

Es gibt jedenfalls eine weitere gute Nachricht von Tungsten West. Das britische Bergbauunternehmen gab zur Wochenmitte bekannt, dass die Produktion in der Hemerdon-Mine aufgenommen wurde. Die in der englischen Provinz Devon gelegene Mine gilt als eines der bedeutendsten bekannten Wolframvorkommen weltweit.

Das stellt einen entscheidenden Schritt im Übergang von der Projekt-/Bauphase in den operativen Hochlauf dar. Die Produktion soll nun schrittweise hochgefahren werden.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass bei der neuen Anlage sechs TOMRA-XRT-Sortierer mit Deep-Learning-Technologie zum Einsatz kommen. Diese sollen im vierten Quartal installiert werden.

Die volle Produktionskapazität peilt Tungsten West bereits ab Ende des ersten Quartals 2027 an. Konkret plant das Bergbauunternehmen eine jährliche Verarbeitungskapazität von 332.000 Tonnen Wolframtrioxid.

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In Lauerstellung

Die Tungsten West-Aktie befindet sich in einer charttechnischen Lauerstellung. Das Ende August aufgestellte Allzeithoch bei 51,60 GBP konnte sie in den letzten Tagen nicht überwinden.

Aber auf die vergeblichen Attacken folgte bislang auch keine nennenswerte Trendwende. Ich gehe deshalb davon aus, dass es in den kommenden Wochen weitere Angriffsversuche auf das Allzeithoch geben wird, von denen einer erfolgreich sein dürfte.

Wie viel Geld bleibt übrig?

Tungsten West wird in den kommenden Monaten beweisen müssen, dass es beim Hochlauf der Produktion zu keinen Verzögerungen kommt. Sollte das gelingen, hat die Tungsten West-Aktie meiner Meinung nach noch weiteres Potenzial.

Die geplante Verarbeitungskapazität der Mine entspricht beim aktuellen Wolframweltmarktpreis einem Jahresumsatz von rund 750 Millionen GBP. Der Börsenwert von Tungsten West beträgt gegenwärtig ca. 650 Millionen GBP. Das KUV liegt demnach bei ca. 0,87.

Spannender ist jedoch die Frage, was unter dem Strich an Ergebnis und Cashflow bei Tungsten West hängen bleibt. Diese Frage wird sich erst im Laufe des kommenden Jahres beantworten lassen.

Die nächste spannende Frage ist, was der britische Wolframproduzent mit seinem Cashflow anstellen wird. Ich gehe davon aus, dass Tungsten West weitere Explorationsprojekte anstoßen und sich so zu einem international aufgestellten Wolframspezialisten wie Almonty Industries entwickeln wird.

Derzeit deutet wenig auf einen signifikanten Preisrückgang bei Wolfram hin. Die USA und Europa entfernen sich (bewusst) geopolitisch immer stärker von China. Das gilt vor allem für den Rohstoffsektor. Bei Wolfram ist die Abhängigkeit von chinesischen Minen und Verarbeitungsstätten besonders hoch. Tungsten West gehört damit zu den geostrategisch wichtigsten Unternehmen Europas, was auch die Beteiligung Großbritanniens am Unternehmen zeigt.

Übrigens: Gewisse Rohstoffe entwickeln sich zur geheimen Währung der Rüstungsindustrie – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ stellt zwei Aktien vor, die davon massiv profitieren werden.

ℹ️ Tungsten West in Kürze

  • Tungsten West (WKN: A3C53L) mit Sitz in London ist ein britisches Bergbauunternehmen.
  • Das Unternehmen nimmt derzeit die Hemerdon-Mine in der englischen Provinz Devon wieder in Betrieb. Es handelt sich um die viertgrößte Wolfram-Lagerstätte der Welt.
  • Das Projekt befindet sich in der finalen Vorbereitungsphase. Der Start der ersten Produktionsphase ist für das 3. Quartal 2026 geplant.
  • Tungsten West notiert an der Londoner Börse und ist ca. 650 Millionen GBP wert.

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Fazit

Anleger müssen sich meiner Meinung nach keine Sorgen machen, nahe des Allzeithochs in die Tungsten West-Aktie zu investieren. Es wird nicht das letzte historische Hoch bleiben. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, wartet besser die nächste Kurskorrektur ab.