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Dividenden-ETFs: 3 Top-Picks für die Ewigkeit

Damit lässt sich schlafen
Redaktion
Technologie- und KI-Aktien dominieren derzeit vielerorts die Schlagzeilen. Wer sein Depot jedoch nicht nur auf kurzfristige Trends ausrichten, sondern über Jahrzehnte investieren möchte, findet auch bei dividendenstarken Unternehmen und ETFs interessante Alternativen.

Vanguard Dividend Appreciation ETF

Der Vanguard Dividend Appreciation ETF (VIG) verfolgt eine vergleichsweise einfache Strategie: Der Fonds investiert vor allem in US-amerikanische Large-Cap-Unternehmen, die ihre Dividende über einen Zeitraum von mindestens zehn aufeinanderfolgenden Jahren angehoben haben. Damit setzt VIG weniger auf die aktuell höchste Ausschüttungsrendite als auf die langfristige Fähigkeit von Unternehmen, ihre Dividenden kontinuierlich zu steigern.

Diese Strategie hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt. Über die vergangenen zehn Jahre erzielte der ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von mehr als 13 Prozent. Die Dividendenrendite fällt mit rund 1,4 Prozent zwar vergleichsweise moderat aus, doch gerade darin liegt ein Teil der Strategie: VIG versucht, Unternehmen mit möglicherweise nicht nachhaltigen Ausschüttungen zu vermeiden.

Hinzu kommen niedrige Kosten. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei lediglich 0,04 Prozent. Durch seine marktkapitalgewichtete Struktur finden sich zudem große Technologiekonzerne wie Apple und Microsoft unter den wichtigsten Positionen. Dadurch verbindet der ETF einen gewissen Wachstumsschwerpunkt mit einem Fokus auf wachsende Dividenden. Für Anleger, die langfristiges Kapitalwachstum und regelmäßige Ausschüttungen miteinander kombinieren möchten, kann VIG daher eine ausgewogene Lösung darstellen.

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iShares Core Dividend Growth ETF

Auch der iShares Core Dividend Growth ETF (DGRO) konzentriert sich auf Unternehmen mit einer Historie steigender Dividenden. Darüber hinaus berücksichtigt die Auswahl der Unternehmen verschiedene Qualitätskriterien, die dazu beitragen sollen, die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen zu beurteilen.

Mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von rund 13,6 Prozent über die vergangenen zehn Jahre kann DGRO auf eine ähnlich starke langfristige Entwicklung wie VIG zurückblicken. Gleichzeitig bietet der ETF mit einer Dividendenrendite von etwa zwei Prozent eine etwas höhere laufende Ausschüttung.

In seiner Zusammensetzung weist DGRO zudem einen stärkeren Schwerpunkt auf defensiveren und wertorientierten Bereichen auf. Finanz- und Gesundheitsunternehmen spielen eine größere Rolle als bei vielen klassischen Wachstumsindizes. Dadurch kann der ETF eine interessante Ergänzung zu einem breit aufgestellten S&P-500-Investment darstellen. Anleger erhalten damit nicht nur Zugang zu Dividendenzahlern, sondern zugleich eine gewisse Diversifizierung gegenüber einem stark technologiegetriebenen Markt.

Schwab U.S. Dividend Equity ETF

Der Schwab U.S. Dividend Equity ETF (SCHD) gehört zu den bekanntesten Dividenden-ETFs am US-Markt und verfolgt einen etwas anderen Schwerpunkt als VIG und DGRO. Neben dem Dividendenwachstum spielt insbesondere die Höhe der Ausschüttung eine wichtige Rolle.

Mit einer Dividendenrendite von rund drei Prozent bietet SCHD eine deutlich höhere laufende Ausschüttung als die beiden anderen Fonds. Gleichzeitig werden die enthaltenen Unternehmen anhand verschiedener Qualitätskriterien ausgewählt. Dazu gehören unter anderem die Verschuldung im Verhältnis zum Cashflow, die Eigenkapitalrendite sowie die Höhe und das Wachstum der Dividende.

Auch bei der langfristigen Wertentwicklung kann der ETF überzeugen. In den vergangenen zehn Jahren erzielte SCHD eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 13 Prozent. Damit zeigt sich, dass eine höhere laufende Ausschüttung nicht zwangsläufig mit einem Verzicht auf langfristiges Wachstum einhergehen muss.

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Warum Dividenden-ETFs für Jahrzehnte interessant sein können

Der entscheidende Vorteil der drei ETFs liegt weniger in spektakulären kurzfristigen Kursgewinnen als in der Qualität und Widerstandsfähigkeit der zugrunde liegenden Unternehmen. Unternehmen, die über viele Jahre stabile Gewinne und steigende freie Cashflows erwirtschaften und gleichzeitig ihre Dividenden erhöhen können, sind grundsätzlich weniger abhängig von einzelnen Börsentrends.

Das ist insbesondere dann relevant, wenn sich das Marktumfeld verändert. Der aktuelle Boom rund um künstliche Intelligenz hat zahlreiche Technologiewerte stark angetrieben. Börsenentwicklungen verlaufen jedoch in Zyklen, und Phasen hoher Bewertungen können von schwächeren Marktperioden abgelöst werden. Dividendenstrategien setzen dagegen stärker auf etablierte Unternehmen mit belastbaren Geschäftsmodellen und einer langfristig ausgerichteten Kapitalpolitik.

Das bedeutet nicht, dass Dividenden-ETFs vor Kursverlusten geschützt wären. Auch sie unterliegen den allgemeinen Risiken des Aktienmarktes. Ihr Vorteil besteht vielmehr darin, dass die Kombination aus Unternehmensqualität, laufenden Ausschüttungen und langfristigem Dividendenwachstum eine zusätzliche Ertragsquelle schaffen kann.

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Redaktion

Fazit

VIG, DGRO und SCHD verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte, haben aber ein gemeinsames Ziel: langfristig orientierten Anlegern Zugang zu Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen und attraktiver Dividendenhistorie zu bieten. VIG setzt stärker auf Dividendenwachstum und kombiniert dieses mit niedrigen Kosten und einem gewissen Wachstumsfokus. DGRO verbindet Dividendenwachstum mit zusätzlichen Qualitätskriterien und einer etwas höheren Ausschüttung. SCHD richtet sich dagegen besonders an Anleger, die eine höhere laufende Dividendenrendite mit der Aussicht auf langfristiges Wachstum verbinden möchten.

Wer sein Depot über Jahrzehnte aufbauen will, muss deshalb nicht ausschließlich den aktuellen Börsentrends hinterherlaufen. Dividenden-ETFs können eine solide Ergänzung zu wachstumsorientierten Anlagen sein – insbesondere für Anleger, die Wert auf eine Kombination aus laufenden Erträgen, Unternehmensqualität und langfristiger Wertentwicklung legen.

Tipp: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.