Volatus-Aktie: Das bremst die Kurserholung
Rüstungsaktien stehen derzeit nicht im Fokus
Volatus ist kein reiner Rüstungswert. Allerdings nimmt der Anteil der Drohnen für militärische Anwendungen deutlich zu. Dadurch wird auch die Kursentwicklung von Volatus zunehmend von der allgemeinen Entwicklung der Rüstungswerte beeinflusst.
Ein Beispiel dafür ist die Aktie von DroneShield. Notierte sie im März noch bei etwa 2,50 €, fiel der Kurs zuletzt auf rund 1,09 €. Trotz überzeugender Quartalszahlen ist die Aktie damit deutlich gesunken. Auch Rheinmetall ist im Drohnenbereich positioniert und weist derzeit eine ähnliche Kursentwicklung auf.
Momentan ist nicht erkennbar, dass Rüstungsaktien wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken. Stattdessen beherrscht weiterhin das Thema Künstliche Intelligenz die Börsen.
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Gemischte Finanzkennzahlen
Die Finanzkennzahlen des zweiten Quartals fallen insgesamt gemischt aus. Das gilt sowohl für die Umsatz- als auch für die Ergebnisentwicklung.
Der Umsatz lag bei 8,4 Millionen US$. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies nahezu einer Verdoppelung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als der Umsatz noch 10,6 Millionen US$ betrug, bedeutet dies jedoch einen Rückgang. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Auftrag im Volumen von 2,6 Millionen US$ im zweiten Quartal nicht abgearbeitet werden konnte.
Aufgrund höherer Betriebskosten stieg der operative Verlust von 5,7 auf 6,9 Millionen US$. Auch der Nettoverlust erhöhte sich von 6,6 auf 7,5 Millionen US$. Verantwortlich hierfür waren insbesondere deutlich gestiegene Marketing-, Personal- und Bürokosten.
Das Unternehmen nahm zudem den neuen Standort Montreal-Mirabel in Betrieb. Hierfür wurde zusätzliches Personal eingestellt. Mit dem neuen Werk sollen steigende Auftragsvolumina künftig schneller abgearbeitet werden können.
Bewertung
Das Unternehmen befindet sich weiterhin in einer Wachstumsphase, die insbesondere durch den zunehmenden Drohnenbedarf im militärischen Bereich getrieben wird.
Nicht zufriedenstellend ist jedoch die weiterhin fehlende Profitabilität. Die Geschäftstätigkeit ist nach wie vor mit hohen Nettoverlusten verbunden.
Positiv ist dagegen die gute Finanzausstattung. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 59 Millionen US$ und erreichen damit einen neuen Unternehmensrekord. Dadurch verfügt Volatus über ausreichend finanzielle Mittel, um die derzeitigen Verluste aufzufangen und weiteres Wachstum zu finanzieren.
Aufgrund des derzeit geringen Anlegerinteresses an Rüstungswerten kann es allerdings zu weiteren Kursrückgängen kommen.
ℹ️ Volatus Aerospace in Kürze
- Volatus Aerospace (WKN: A2JEQU) ist ein kanadischer Hersteller von Drohnen für den zivilen und militärischen Bereich.
- Der Hauptsitz befindet sich im kanadischen Vaughan.
- Die Hauptbörse ist an der kanadischen TSX Venture Exchange, die Aktie ist auch über Tradegate in Deutschland handelbar. Hier wird sie aktuell mit etwa 226 Millionen € bewertet.
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Fazit
Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Kursrückgang teilweise nachvollziehbar, da die Profitabilität weiterhin nicht überzeugt. Hier besteht ein deutlicher Verbesserungsbedarf.
Für risikobewusste Anleger bietet das aktuelle Kursniveau aus meiner Sicht dennoch interessante Chancen. Sollte die Dynamik bei Rüstungswerten wieder zunehmen, dürfte auch Volatus davon profitieren.
Alle anderen Anleger sollten zunächst abwarten.
In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die Profiteur zu großen Profiteuren werden dürften.