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Gold: Jetzt auf höchstem Stand seit Mai, was Anleger wissen müssen

Edelmetall im Höhenflug
Redaktion | Wirtschaft

Gold auf dem Vormarsch. Seit zwei Wochen zieht der Goldpreis kontinuierlich an, und heute hat die Feinunze an der Londoner Börse mit 4.659 US$ den höchsten Stand seit Mitte Mai erreicht. Das entspricht einem Plus von mehr als einem Prozent gegenüber dem Freitagskurs, und der Treiber dahinter ist klar benannt: Die US-Regierung greift in den Anleihemarkt ein.

Anleihen, Angst und die Flucht ins Gold

Bereits am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium Anleihekäufe angekündigt. Ziel ist es, die Renditen zu drücken und damit den Schuldendienst günstiger zu gestalten. Was diese Maßnahme beim Goldpreis ausgelöst hat, ist bemerkenswert. Seit dieser Ankündigung ist Gold um mehr als 300 US$ je Feinunze gestiegen. Investoren fürchten einen schwächeren Dollar und weichen deshalb auf Edelmetalle aus, die im Gegensatz zu Anleihen keine Marktzinsen abwerfen und damit in einem Niedrigzinsumfeld attraktiver werden.

Starker Jahresanfang, dann Rücksetzer, jetzt Erholung

Zum Jahresbeginn hatte Gold mit knapp 5.600 US$ je Feinunze ein Rekordhoch markiert. In der ersten Jahreshälfte folgte dann ein deutlicher Rückgang. Im August setzte jedoch eine spürbare Erholung ein, die sich nun fortsetzt. Analysten des New Yorker Fondsanbieters Global X ETFs sehen weiterhin einen verstärkten Drang der Anleger in Richtung Edelmetalle, getrieben von der Angst vor einer Dollar-Abwertung.

Was das für Gold-Investoren bedeuten könnte

Meiner Meinung nach ist die aktuelle Bewegung beim Goldpreis kein Zufall. Wenn eine Regierung aktiv Anleihen kauft, um Renditen zu drücken, schickt das ein klares Signal an den Markt. Das Vertrauen in den Dollar könnte weiter leiden. Für Gold-Aktien und entsprechende ETFs wäre ein anhaltender Aufwärtstrend beim Goldpreis ein positiver Kurstreiber. Ob das aktuelle Niveau hält oder ob die 5.000 US$-Marke bald wieder ins Visier gerät, dürfte davon abhängen, wie weit die US-Regierung mit ihren Interventionen gehen würde.

Quelle: dpa-AFX

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