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Rheinmetall-Aktie: Wenn Märkte durchdrehen – jetzt handeln!

Rüstungsaktie im Fokus

Rheinmetall kommt an der Börse einfach nicht in Fahrt. Heute startet die Aktie mit einem Abschlag von 2 € in den letzten Handelstag der Woche, was einem Minus von 0,17 % entspricht. Gehandelt wird der Titel bei rund 1.170 €. Klingt nach wenig, ist aber das eigentliche Problem. Chartanalysten fordern mindestens 1.250 € für einen echten Ausbruch nach oben. Fundamentalanalysten sehen den fairen Wert sogar bei rund 1.690 €. Die Lücke zwischen dem aktuellen Kurs und dem, was Analysten für angemessen halten, ist damit erheblich.

F126-Verlust drückt auf die Umsatzprognose

Der Verlust des F126-Fregattenprogramms hat Spuren hinterlassen. Rheinmetall musste seine Umsatzprognose für 2026 nach unten korrigieren: Statt 14,0 bis 14,5 Mrd. € rechnet der Konzern nun mit 13,7 bis 14,2 Mrd. €. Im Marinegeschäft fehlen damit bis zu 300 Mio. €. An der operativen Marge von rund 19 % wird jedoch festgehalten. Der Rückschlag trifft also die Umsatzseite, nicht die Profitabilität.

Dass dieser Ausfall nicht zu einer umfassenderen Gewinnwarnung geführt hat, liegt am starken operativen Geschäft. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 69 % auf 3,289 Mrd. €. Das operative Ergebnis sprang von 276 auf 562 Mio. €, die operative Marge kletterte von 13,4 auf 17,1 %. Gleichzeitig erreichte der Auftragsbestand zur Jahresmitte 80,467 Mrd. €, was einem Plus von 43,7 % gegenüber dem Vorjahresniveau entspricht. Zahlen, die sich sehen lassen können.

Auftragseingang bleibt auf hohem Niveau

Im zweiten Quartal kamen neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von 11,371 Mrd. € hinzu. Dazu zählen Loitering Munition für die Bundeswehr, ein Auftragspaket mit Rumänien im Rahmen des EU-Programms SAFE sowie weitere Verträge für Soldatensysteme, Kamikaze-Drohnen und die Digitalisierung der Gefechtsausbildung. Die ursprünglich angestrebten rund 20 Mrd. € an Nominierungen wurden damit verfehlt. Die Auftragslage bleibt trotzdem auf einem starken Niveau.

Am Donnerstag hatte die Aktie lediglich 0,31 % auf 1.164,60 € nachgegeben, was im Vergleich zu den vorherigen Schwankungen eher ein kleiner Rücksetzer war. Heute hat sich daran wenig geändert, neue Impulse blieben aus.

Was bedeutet das für die Aktie

Meiner Meinung nach ist die Bewertungslücke zwischen 1.170 € und dem Analystenziel von 1.690 € das entscheidende Argument. Das Potenzial wäre rechnerisch erheblich. Der Grund, warum der Markt das bislang ignoriert, dürfte die negative Cash-Flow-Quote sein, auch wenn Analysten das derzeit nicht als zentrales Thema behandeln. Solange kein charttechnischer Ausbruch über 1.250 € gelingt, bleiben Anleger in einer Warteposition. Rheinmetall-Aktionäre bräuchten einen klaren Katalysator, damit der Kurs die Kursziele der Analysten näher ins Visier nehmen kann.

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