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HelloFresh-Aktie: Barclays senkt Ziel auf 3,10 Euro

Analysteneinschätzung gesenkt
Redaktion | Börse

Die britische Investmentbank hat die Aktie des Kochboxen-Anbieters heute von "Equal Weight" auf "Underweight" herabgestuft und das Kursziel von 4,40 € gleich auf 3,10 € nach unten korrigiert. Das ist ein harter Schlag für alle, die noch auf eine Trendwende hoffen.

Analyst Andrew Ross zweifelt am Geschäftsmodell

Analyst Andrew Ross ließ sich vom jüngsten Quartalsbericht schlicht nicht überzeugen. Die Erklärungen des Managements für die anhaltende Schwäche im Fertigmenü-Geschäft hält er für nicht ausreichend. Meiner Meinung nach trifft er damit einen wunden Punkt, denn die Frage, warum Kunden abwandern, bleibt weiterhin offen. Ross schätzt, dass die Marketinginvestitionen längst nicht mehr die Rendite bringen, die HelloFresh früher aus ihnen herausgeholt hat. Geld verbrennen für immer weniger neue Kunden, das ist kein tragfähiges Modell.

US-Daten malen kein gutes Bild

Besonders aufschlussreich sind die Barclays-eigenen Kreditkartendaten aus den USA. Die Zahlen für Juni und Juli deuten auf ein weiter maues Geschäft hin, sowohl bei Fertigmenüs als auch bei Kochboxen. Ross zeigt sich darüber hinaus skeptisch, was die mittelfristigen Barmittelzuflüsse des Unternehmens betrifft. Kurz gesagt, die Lage bleibt angespannt und eine schnelle Erholung ist aus diesen Daten nicht ablesbar.

Was das für die HelloFresh-Aktie bedeutet

Das neue Kursziel von 3,10 € liegt deutlich unter dem alten Ziel von 4,40 €, was einem Rückgang von rund 30 Prozent entspricht. Vor diesem Hintergrund dürfte die Abstufung auf "Underweight" frischen Verkaufsdruck auf die Aktie ausüben. Weitere Analysten könnten dem Beispiel von Barclays folgen, sollte HelloFresh in den nächsten Quartalsberichten keine überzeugenden Antworten auf die Umsatzfragen liefern. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist zu unattraktiv, solange die Fragen rund um Kundenwachstum und Marketingeffizienz unbeantwortet bleiben.

Quelle: dpa-AFX

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