Rheinmetall-Aktie mit +20% – Ist der Boden drin?
Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie
Der Rheinmetall-Aktie ist ein Ausbruch aus dem abfallenden Trendkanal gelungen. Seit dem lokalen Boden vom 25. Juni 2026 bei rund 900 € stieg der Rheinmetall-Kurs um rund +20% an. Zwischenzeitlich waren es sogar bereits +27%, bevor jedoch eine weitere Korrektur einsetzte. Doch der Rüstungskonzern konnte ein höheres Tief halten.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Die nächste Hürde ist die strukturelle, waagerechte Widerstandslinie bei 1.112 €. Sollte auch diese überwunden werden, könnte das ein Indiz für eine nachhaltige Trendwende darstellen. Der Ausbruch aus dem Trendkanal ist ebenfalls als bullisches Signal zu werten.
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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Tageschart der Rheinmetall-Aktie ist zuletzt gestiegen und notiert bei 56 Punkten im neutralen Bereich. Die RSI-Linie hat die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt, wodurch ein bullisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell steigende Kurse hindeutet. Der MACD hat ebenfalls ein Kaufsignal auf Tagesbasis geliefert.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell positiv. Beide Indikatoren haben bereits ein Kaufsignal auf Tagesbasis ausgebildet. Auch auf Wochenbasis hat der RSI bereits bullisch gecrosst, während der MACD kurz davorsteht.
Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
Elliott-Wellen
Im Wochenchart ist der langfristige Aufwärtstrend zwar weiterhin intakt, doch aktuell dominiert die Korrektur der Welle 4 das Chartbild. Diese könnte sich in den kommenden Wochen noch weiter ausdehnen. Ein möglicher Trendwendebereich liegt zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 859,80 € und dem 0,5er Fibonacci-Retracement bei 343,80 €, wo die Wahrscheinlichkeit einer Stabilisierung wieder zunimmt.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Welle-4-Korrektur könnte jedoch bereits abgeschlossen sein. Der bislang dreiteilige Rücksetzer passt sowohl strukturell als auch zeitlich gut zur Welle 2 desselben Wellengrades und spricht für eine mögliche Trendwende. Im Alternativszenario könnte sich die Korrektur jedoch noch zeitlich ausdehnen, bevor der übergeordnete Aufwärtstrend fortgesetzt wird.
ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 50,705 Milliarden €.
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Fazit
Aus meiner Sicht hellt sich das Chartbild zunehmend auf. Der Ausbruch aus dem Trendkanal sowie die bullischen Signale von RSI und MACD sprechen für eine fortschreitende Stabilisierung. Entscheidend bleibt nun, ob auch der Widerstand bei 1.112 € überwunden wird.
Bei den Elliott-Wellen bevorzuge ich aktuell das bullische Szenario. Für mich spricht der dreiteilige Rücksetzer für eine abgeschlossene Welle 4 und den möglichen Start einer Welle 5. Eine zeitlich ausgedehnte Korrektur bleibt zwar möglich, erscheint derzeit jedoch weniger wahrscheinlich.