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Vodafone-Aktie: Kommt hier neue Hoffnung auf?

Neuer Großaktionär
Die Vodafone-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erholt. Notierte sie im Vorjahr noch bei rund 0,80 €, liegt der Kurs am Dienstag bei etwa 1,42 €. Für zusätzlichen Rückenwind sorgte zuletzt der Einstieg eines neuen Großaktionärs. Doch rechtfertigt dieser bereits die gestiegenen Erwartungen?

Neuer Großaktionär

Mitte Juli wurde bekannt, dass Vodafone einen neuen Ankeraktionär erhält.

Der bisherige Großaktionär e& (Emirates Telecommunications Group) trennt sich von seiner Beteiligung. Käufer ist die Beteiligungsgesellschaft Vega des französischen Unternehmers Xavier Niel.

Vega übernimmt einen Kapitalanteil von 16,2% sowie rund 17% der Stimmrechte. Der Kaufpreis soll bei knapp 6 Milliarden US-Dollar (rund 5,2 Milliarden €) liegen. Zusätzlich wurde eine Zwischendividende von 2 Pence vereinbart.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartell- und aufsichtsrechtlichen Genehmigungen und soll im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Xavier Niel bezeichnete die Beteiligung als langfristiges Investment.

Ob es dabei dauerhaft bleibt, ist offen. Marktbeobachter schließen nicht aus, dass sich langfristig weitere strategische Optionen bis hin zu einer engeren Zusammenarbeit mit Niels Telekommunikationsbeteiligungen ergeben könnten.

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Profitabilität könnte weiter steigen

Xavier Niel gilt als Unternehmer mit starkem Fokus auf Effizienz und Profitabilität. Im Gegensatz zum bisherigen Großaktionär dürfte er sich aktiver in die strategische Entwicklung des Konzerns einbringen.

Genau hier liegt seit Jahren eine der größten Schwächen von Vodafone. Operativ erwirtschaftet der Konzern zwar stabile Ergebnisse, hohe Abschreibungen, Restrukturierungskosten und ein intensiver Wettbewerb belasteten jedoch regelmäßig den Nettogewinn.

Wachstum bei Umsatz und Ergebnis

Auch operativ entwickelt sich Vodafone solide.

Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 10% auf 10,3 Milliarden €. Das Servicegeschäft steuerte davon 8,6 Milliarden € bei. Das bereinigte EBITDA AL verbesserte sich um 6,2% auf 2,9 Milliarden €.

Belastend bleibt allerdings die Entwicklung im wichtigen deutschen Markt, wo Vodafone weiterhin Kunden verliert.

Prognose angehoben

Durch die Einbeziehung der SafariCom-Beteiligung hob Vodafone seine Jahresprognose an.

Beim EBITDA AL erwartet der Konzern nun 13,0 bis 13,3 Milliarden € statt zuvor 11,9 bis 12,2 Milliarden €. Der freie Cashflow soll zwischen 2,6 und 2,9 Milliarden € liegen. Das Management strebt jeweils das obere Ende der Prognosespanne an.

Bewertung

Operativ befindet sich Vodafone auf einem stabileren Kurs als noch vor einigen Jahren. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Profitabilität, wenngleich die Margen im Branchenvergleich weiterhin ausbaufähig sind.

Der Einstieg von Xavier Niel könnte zusätzliche Impulse liefern. Sollte er seine Erfahrung bei Restrukturierungen und Effizienzsteigerungen einbringen, könnte dies den Unternehmenswert langfristig erhöhen. Kurzfristig dürfte allerdings bereits ein Teil dieser Erwartungen im Kurs eingepreist sein.

ℹ️ Vodafone in Kürze

  • Die Vodafone Group ist ein international tätiges britisches Telekommunikationsunternehmen, Das Geschäft umfasst Festnetz- und Breitbanddienste sowie die Mobilfunkaktivitäten.
  • Die Konzernzentrale befindet sich in London. Der Konzern ist in rund 30 Ländern direkt vertreten. Darüber hinaus werden Partnerschaften unterhalten.
  • An der Börse ist der Konzern aktuell mit etwa 31 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Der neue Großaktionär eröffnet Vodafone langfristig interessante Perspektiven. Bis sich mögliche strategische Veränderungen jedoch in den Geschäftszahlen widerspiegeln, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Kurzfristig erscheint nach der jüngsten Kursrally eine Konsolidierung wahrscheinlich. Für langfristig orientierte Anleger bleibt Vodafone dennoch ein interessanter Beobachtungskandidat. Anleger sollten vorerst abwarten.

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