Deutsche Rohstoff-Aktie: Almonty-Anteil sinkt – was ist jetzt ratsam?
Ölpreis bleibt der wichtigste Einflussfaktor
Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Rohstoff AG wird weiterhin maßgeblich vom Ölpreis bestimmt. Dieser zeigte sich in den vergangenen Monaten äußerst volatil.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgten wiederholt für starke Ausschläge. Nach einem Rückgang auf rund 60 US$ je Barrel zu Jahresbeginn stieg der Ölpreis zeitweise bis auf etwa 120 US$. Zwischenzeitliche Verhandlungen führten wieder zu niedrigeren Notierungen, bevor neue militärische Eskalationen den Preis erneut ansteigen ließen.
Auch die jüngsten Angriffe der Huthi-Rebellen auf Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien verdeutlichen, wie stark geopolitische Ereignisse den Ölmarkt beeinflussen können. Kurzfristig dürfte die hohe Volatilität daher bestehen bleiben.
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Almonty-Beteiligung wird reduziert
Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt die erneute Anhebung der EBITDA-Prognose. Allerdings basiert diese nicht auf einer Verbesserung des operativen Geschäfts, sondern auf weiteren Verkäufen von Almonty-Aktien.
Nachdem bereits im Frühjahr ein größerer Teil der Beteiligung veräußert worden war, verkaufte die Deutsche Rohstoff AG im Juli weitere fünf Millionen Almonty-Aktien und erzielte damit einen Erlös von rund 65 Millionen €. Trotz dieser Transaktion hält das Unternehmen weiterhin rund 5,5 Millionen Aktien an Almonty Industries.
Die EBITDA-Prognose wurde deshalb von bislang 290 bis 310 Millionen € auf nunmehr 355 bis 375 Millionen € angehoben. Die Umsatzprognose zwischen 260 und 280 Millionen € blieb dagegen unverändert.
Bewertung
Die erneute Prognoseanhebung sollte nicht isoliert betrachtet werden. Sie resultiert überwiegend aus realisierten Beteiligungsgewinnen bei Almonty und spiegelt keine nachhaltige Verbesserung des operativen Geschäfts wider.
Die Verkäufe könnten darauf hindeuten, dass das Management die hohe Bewertung von Almonty zumindest teilweise zur Gewinnmitnahme genutzt hat. Gleichzeitig reduziert sich dadurch jedoch auch das zukünftige Potenzial aus dieser Beteiligung.
Für die weitere Entwicklung der Deutschen Rohstoff AG bleibt deshalb das Kerngeschäft entscheidend. Die Öl- und Gasförderung profitiert derzeit weiterhin von einem vergleichsweise hohen Preisniveau. Sollten die Energiepreise auf diesem Niveau bleiben, dürfte das operative Geschäft auch künftig solide Ergebnisse liefern.
Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch die Entwicklung des Ölpreises. Diese hängt weniger von der Unternehmensentwicklung als vielmehr von geopolitischen Ereignissen und der weltweiten Nachfrage ab.
ℹ️ Deutsche Rohstoff in Kürze
- Die Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7) ist eine Holdinggesellschaft für Rohstoff- und Bergbauunternehmen. Der Konzern identifiziert, entwickelt und betreibt die Erdöl- und Erdgasförderung.
- Operativ ist das Unternehmen in den USA, Kanada und Australien tätig; der Hauptsitz befindet sich in Mannheim.
- Die im Scale notierte Aktie ist aktuell mit knapp 400 Millionen € bewertet.
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Fazit
Die weitere Kursentwicklung der Aktie dürfte maßgeblich vom Ölpreis abhängen. Derzeit fehlt am Ölmarkt jedoch eine klare Richtung. Geopolitische Entwicklungen sorgen weiterhin für hohe Schwankungen, sodass kurzfristige Prognosen schwierig bleiben.
Mittelfristig könnte sich die Lage im Nahen Osten wieder entspannen. Sollte dies eintreten, wäre ein rückläufiger Ölpreis wahrscheinlich, was die Ertragsaussichten der Deutsche-Rohstoff AG belasten könnte.
Aus meiner Sicht bietet die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau kein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis und eignet sich derzeit nicht als Investment.
Ergänzend hierzu: Wer an Preisexplosionen bei Rüstungsrohstoffen partizipieren will, findet in „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ zwei Top-Aktientipps – darunter ein Unternehmen, das massiv von Silber-Preissprüngen profitieren wird.