Die Deutsche Bank hält an ihrer positiven Einschätzung zur Microsoft-Aktie fest. Analyst Brad Zelnick bestätigte heute das "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 550 US$, und das kurz vor den Zahlen zum vierten Geschäftsquartal.
Drei Baustellen drücken die Stimmung
Zelnick benennt in seiner Studie drei Faktoren, die bei Anlegern derzeit für Skepsis sorgen. Steigende Komponentenpreise treiben die Investitionsprognosen nach oben und drücken gleichzeitig auf die Margen sowie den Free Cashflow. Dazu kommen anhaltende Zweifel daran, ob sich die massiv ausgeweiteten KI-Investitionen jemals in entsprechenden Renditen niederschlagen werden. Und dann ist da noch die starke Konzentration des Auftragsbestands auf OpenAI, was bei manchem Investor die Frage aufwirft, wie breit das Fundament wirklich ist.
Pessimismus als Chance?
Die Deutsche Bank registriert die pessimistische Marktstimmung, hält aber am Kursziel von 550 US$ fest. Das ist ein erheblicher Aufschlag zum aktuellen Kurs und zeigt, dass die Analysten die genannten Risiken für weitgehend eingepreist halten. Die Quartalszahlen werden zur Nagelprobe. Sollte Microsoft beim Free Cashflow und bei den Margen besser abschneiden als befürchtet, dürfte das die Pessimisten unter Druck setzen und der Aktie neuen Auftrieb geben. Sollten die Zahlen die Bedenken zu den KI-Investitionskosten hingegen bestätigen, wäre weiterer Gegenwind wahrscheinlich. Das Kursziel von 550 US$ der Deutschen Bank wirkte dann für absehbare Zeit wie ein fernes Ziel. Die Quartalsergebnisse könnten also kurzfristig die entscheidende Weiche stellen, ob die Aktie wieder in Richtung Allzeithoch dreht oder zunächst weiter unter Druck bleibt.
Quelle: dpa-AFX
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