Quelle: ChatGPT

Rheinmetall-Aktie: Diese Hürde wird gerade unterschätzt

Erste Stabilisierung läuft

Nach dem heftigen Rücksetzer versucht die Rheinmetall-Aktie wieder einen Boden zu finden. Gestern ging es spürbar nach oben und auch vorbörslich hält sich der Kurs stabil. Im Chart wartet allerdings schon die nächste wichtige Hürde.

Rheinmetall-Aktie versucht sich wieder zu stabilisieren

Die vergangenen Monate waren für Aktionäre von Rheinmetall alles andere als einfach. Nachdem die Aktie im Frühjahr noch deutlich oberhalb von 1.400 € gehandelt wurde, ging es anschließend ziemlich schnell nach unten. Ende Juni fiel sogar die Marke von 1.000 € und erst bei rund 900 € kam wieder ordentlich Kaufinteresse in den Markt.

Seitdem versucht die Aktie, einen Boden zu finden. Zwischenzeitlich ging es wieder bis auf mehr als 1.200 € nach oben, nachhaltig durchsetzen konnten sich die Käufer dort allerdings noch nicht. Zuletzt kam wieder etwas Verkaufsdruck rein und Rheinmetall fiel bis in den Bereich um 1.110 € zurück.

Gestern sah das Ganze dann wieder etwas freundlicher aus und auch vorbörslich steht die Aktie aktuell bei ungefähr 1.152 €. Von einer richtigen Trendwende kann man damit noch nicht sprechen, die jüngsten Bewegungen sehen aber zumindest wieder mehr nach Stabilisierung aus.

Dazu kommt heute etwas Unterstützung von der fundamentalen Seite. Rheinmetall hat einen neuen Auftrag für ein modulares Camp für rund 2.000 Soldaten in Litauen erhalten. Das Auftragsvolumen liegt bei ungefähr 250 Millionen €.

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Der Point of Control wird jetzt zur wichtigen Hürde

Im Chart kommt nun ziemlich schnell eine Marke ins Spiel, die für den weiteren Verlauf wichtig werden könnte. Bei rund 1.203 € liegt aktuell der Point of Control. Dort wurde innerhalb der betrachteten Handelsspanne besonders viel Volumen umgesetzt. Dieser Bereich hat die Aktie zuletzt bereits mehrfach beschäftigt. Anfang August schaffte Rheinmetall zwar kurz den Sprung darüber, wirklich festsetzen konnte sich der Kurs dort aber nicht.

Eine Rückeroberung der 1.200 € wäre deshalb ein gutes Zeichen. Damit würde Rheinmetall nicht nur den Point of Control wieder hinter sich lassen, sondern gleichzeitig eine Marke zurückerobern, an der die jüngsten Erholungsversuche immer wieder ins Stocken geraten sind. Ein einzelner Sprung darüber würde allerdings noch nicht reichen. Deutlich besser würde das Chartbild aussehen, wenn sich Rheinmetall anschließend auch ein paar Tage oberhalb dieser Zone halten kann.

Rheinmetall-Aktie

Unterhalb von 1.100 € wird die Luft wieder dünner

Solange das nicht gelingt, bleibt auch die Unterseite wichtig. Rund um 1.100 bis 1.120 € kam zuletzt wieder Kaufinteresse rein und dieser Bereich könnte bei einem erneuten Rücksetzer zunächst etwas Halt geben.

Darunter wird es im Chart allerdings ziemlich schnell dünner. Die mit Abstand wichtigste Unterstützung liegt weiterhin im Bereich zwischen ungefähr 900 und 950 €. Dort wurde der große Abverkauf im Juni gestoppt und von dort aus startete anschließend die Erholung bis über 1.200 €.

Ein erneuter Rückfall in diese Zone wäre deshalb kein besonders gutes Zeichen. Gleichzeitig ist der Bereich um 900 € durch das damalige Tief inzwischen ziemlich klar als größere Unterstützung definiert.

Operativ läuft es deutlich besser als der Aktienkurs vermuten lässt

Der schwache Chart steht dabei weiterhin etwas im Kontrast zum eigentlichen Geschäft. Im ersten Halbjahr konnte Rheinmetall den Umsatz um 39% steigern, während das operative Ergebnis sogar um 74% zulegte. Der Auftragsbestand bleibt ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau.

Ganz ohne Probleme lief es trotzdem nicht. Nach dem Aus für das F126-Fregattenprogramm musste Rheinmetall Anfang August seine Umsatzprognose für 2026 reduzieren. Diese Mischung aus starken Wachstumszahlen und einem etwas schwächeren Ausblick hatte Anleger zuletzt verunsichert.

Die Analysten bleiben trotzdem ziemlich optimistisch. Aus elf aktuellen Einschätzungen ergibt sich derzeit ein durchschnittliches Kursziel von rund 1.700 €. Zehn Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, einer zum Halten und keiner zum Verkauf. Vom aktuellen Niveau aus wäre damit noch ordentlich Luft nach oben.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Häusern sind allerdings enorm. Goldman Sachs bestätigte Anfang August beispielsweise ein Kursziel von 2.300 €, während MWB Research mit 1.050 € sogar unter dem aktuellen Kurs liegt.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Seit Anfang 2023 ist der Konzern Mitglied im deutschen Leitindex DAX und aktuell etwa 52,17 Milliarden € wert.

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Fazit

Bei Rheinmetall sieht es nach dem starken Rücksetzer zumindest wieder etwas ruhiger aus. Der Bereich um 1.200 € bleibt nun die wichtigste Hürde und eine Rückeroberung des Point of Control würde das Chartbild deutlich verbessern. Nach unten bleibt zunächst der Bereich um 1.100 € interessant, während rund um 900 bis 950 € die große Unterstützung wartet. Operativ wächst Rheinmetall weiterhin stark und auch die Analysten sehen im Schnitt deutlich höhere Kurse.