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Intel-Aktie: Nach diesem Schock greifen Anleger wieder zu

Stimmung dreht wieder
Die Intel-Aktie musste diese Woche zunächst einen Rückschlag wegstecken. Eine milliardenschwere Kapitalerhöhung kam bei Anlegern erstmal gar nicht gut an. Inzwischen dreht die Stimmung aber wieder und einige Analysten sehen in dem Schritt sogar ein positives Signal für Intels Comeback.

20 Milliarden US$ sorgen erstmal für Druck

Intel hatte zu Wochenbeginn angekündigt, über die Ausgabe neuer Aktien zunächst 15 Milliarden US$ einsammeln zu wollen. Kurz darauf wurde die Summe sogar auf 20 Milliarden US$ erhöht. Insgesamt gibt Intel rund 210,5 Millionen neue Aktien zu jeweils 95 US$ aus. Bei Anlegern kam das erstmal nicht besonders gut an. Der Grund ist simpel. Werden neue Aktien ausgegeben, verteilt sich das Unternehmen anschließend auf mehr Anteile. Für bestehende Aktionäre bedeutet das eine Verwässerung.

Dass Intel die Kapitalerhöhung ausgerechnet nach der starken Rally der vergangenen Monate durchzieht, ist allerdings kein Zufall. Die Aktie hat sich 2026 zeitweise fast verdreifacht. Intel nutzt die deutlich höhere Bewertung damit auch, um seine Kassen für die nächsten Schritte beim Konzernumbau zu füllen.

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Warum die Stimmung jetzt wieder dreht

Mittlerweile wird die Kapitalerhöhung am Markt aber nicht mehr nur negativ gesehen. Die Intel-Aktie konnte sich wieder deutlich erholen und notiert erneut oberhalb des Ausgabepreises von 95 US$. Intel bekommt mit den 20 Milliarden US$ ordentlich finanziellen Spielraum. Das Geld wird dringend gebraucht, denn der Ausbau der eigenen Chipfertigung kostet Milliarden. Intel will seine Foundry-Sparte weiter hochziehen und langfristig wieder stärker mit TSMC konkurrieren.

UBS-Analyst Timothy Arcuri sieht darin einen positiven Punkt. Seiner Einschätzung nach nimmt die Kapitalerhöhung einen Teil der Unsicherheit darüber raus, wie Intel den weiteren Ausbau seiner Fertigung finanzieren will. Gleichzeitig zeigt der Schritt für ihn auch Vertrauen des Managements in die eigene Foundry-Strategie. Ganz euphorisch ist UBS trotzdem nicht. Arcuri hat sein Kursziel von 121 auf 112 US$ gesenkt und bleibt bei „Neutral“. Kurzfristig belastet die höhere Aktienzahl schließlich den Gewinn je Aktie.

Intel setzt Milliarden auf das Comeback

Wichtig wird jetzt, was Intel mit dem frischen Geld macht. Ein großer Teil der Hoffnung hängt an den kommenden Fertigungsverfahren 18A und 14A. Vor allem 14A soll ab 2028 eine größere Rolle spielen und Intel wieder stärker als Auftragsfertiger ins Spiel bringen. Dazu kommt der KI-Boom.

Intel hat seine geplanten Investitionen für 2026 zuletzt von 18 auf 20 Milliarden US$ angehoben. Der Konzern steckt damit weiter enorme Summen in neue Fertigungskapazitäten und Technologien. Darin liegt aber auch das Risiko. Intel muss jetzt zeigen, dass aus den Milliardeninvestitionen tatsächlich ein profitables Geschäft wird. Neue Fabriken allein reichen nicht, am Ende braucht es große Kunden, die ihre Chips bei Intel fertigen lassen.

ℹ️ Intel Corporation in Kürze

  • Die Intel Corporation (WKN:855681) mit Sitz im kalifornischen Santa Clara ist ein führender US-Anbieter von Halbleitern.
  • In seinem Kerngeschäft mit der Herstellung von Mikroprozessoren für PCs und Laptops dominiert der Konzern 70% des weltweiten Markts.
  • Das Unternehmen ist im Dow-Jones- sowie dem Nasdaq-Index gelistet und hat aktuell einen Börsenwert von rund 509,3 Milliarden US$.

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Fazit

Die Kapitalerhöhung hat Intel zunächst unter Druck gesetzt, inzwischen sehen Anleger aber auch die andere Seite. Mit 20 Milliarden US$ frischem Kapital bekommt der Konzern deutlich mehr Spielraum für seinen Umbau. Jetzt muss Intel liefern und zeigen, dass aus der teuren Foundry-Wette tatsächlich ein Comeback werden kann.