Quelle: ChatGPT

GE Vernova-Aktie: Wird SMR zum nächsten großen Wachstumstreiber?

Neue Chance durch Atomkraft
Bei GE Vernova dreht sich aktuell viel um den enormen Strombedarf durch KI und neue Rechenzentren. Neben Gasturbinen und dem klassischen Stromnetz könnte dabei noch ein weiterer Bereich immer größer werden. Mit dem BWRX-300 hat GE Vernova einen eigenen Small Modular Reactor am Start und aus den jahrelangen Planungen werden langsam echte Projekte.

Der erste Reaktor wird bereits gebaut

Der große Unterschied zu vielen anderen SMR-Konzepten liegt mittlerweile in Kanada. Am Standort Darlington in Ontario entsteht der erste BWRX-300 von GE Vernova Hitachi Nuclear Energy. Insgesamt sind dort vier Reaktoren geplant, die jeweils rund 300 Megawatt leisten sollen.

Der erste davon soll bereits 2029 ans Netz gehen. Die Kosten liegen zunächst bei rund 7,7 Milliarden kanadischen Dollar. Für alle vier Anlagen werden etwa 20,9 Milliarden Can$ veranschlagt. Bei den späteren Reaktoren sollen die Kosten deutlich sinken, weil immer wieder derselbe Reaktortyp gebaut wird.

Genau das ist schließlich die große Idee hinter Small Modular Reactors. Statt jedes Kernkraftwerk praktisch neu zu planen, sollen möglichst viele identische Module gebaut werden. Je häufiger das gelingt, desto günstiger und schneller könnte der Bau irgendwann werden.

Darlington wird deshalb für GE Vernova ziemlich wichtig. Funktioniert der erste BWRX-300 halbwegs nach Plan, hätte der Konzern einen echten Referenzreaktor, den man anschließend auch in anderen Ländern anbieten kann.

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Die nächsten Projekte stehen schon bereit

Potenzielle Projekte gibt es mittlerweile einige. In den USA hat die Tennessee Valley Authority bereits einen Bauantrag für einen BWRX-300 am Standort Clinch River eingereicht. Das US-Energieministerium unterstützt die weitere Entwicklung dort mit 400 Millionen US$.

Auch in Europa geht es voran. Polen arbeitet an der Einführung des BWRX-300 und in Schweden gehört die Technologie zu den ausgewählten Optionen für neue Reaktoren am Standort Ringhals. Allein dort werden entweder fünf BWRX-300 oder drei Rolls-Royce-SMRs geprüft.

Dazu kommen Gespräche über mögliche Projekte in Finnland, Großbritannien und mittlerweile sogar Südostasien. GE Vernova und Hitachi haben erst im März eine Vereinbarung unterzeichnet, um dort mögliche Standorte und Projekte zu untersuchen.

Noch ist natürlich längst nicht jeder dieser Pläne ein fester Auftrag. Die Liste zeigt aber ziemlich gut, warum der BWRX-300 für GE Vernova in den kommenden Jahren immer wichtiger werden könnte.

KI macht das Thema nochmal größer

Der Zeitpunkt könnte für GE Vernova kaum besser sein. Neue KI-Rechenzentren brauchen enorme Mengen Strom und zwar möglichst rund um die Uhr. Deshalb rückt Kernenergie bei großen Tech-Unternehmen wieder stärker in den Fokus.

GE Vernova profitiert von diesem Trend bereits über seine Gasturbinen und Stromnetzsparte. SMRs könnten langfristig eine weitere Möglichkeit liefern, um große Rechenzentren direkt mit Strom zu versorgen.

Wie konkret diese Verbindung mittlerweile wird, zeigt ein neues Projekt in Texas. GE Vernova Hitachi und Blue Energy treiben dort aktuell ein geplantes 2,5-Gigawatt-Energieprojekt voran, das Gas und BWRX-300-Reaktoren miteinander kombinieren soll. Versorgt werden könnte damit unter anderem ein Rechenzentrum mit bis zu 1,5 Gigawatt Leistung.

Für GE Vernova wäre das eine ziemlich interessante Kombination. Der Konzern würde dann nicht nur an den kurzfristig benötigten Gasturbinen verdienen, sondern könnte später auch bei der langfristigen Versorgung mit Kernenergie dabei sein.

Der SMR-Markt muss sich trotzdem erst beweisen

Ganz so weit ist die Branche allerdings noch nicht. Der BWRX-300 in Kanada wird der erste große Test. Bei neuen Kernkraftwerken gehören höhere Kosten und Verzögerungen schließlich fast schon zum größten Risiko.

Auch die Rechnung mit der Serienproduktion funktioniert nur, wenn später tatsächlich genügend Reaktoren bestellt werden. Ein einzelner SMR ist nicht automatisch günstiger als ein großes Kernkraftwerk. Die Kostenvorteile sollen vor allem dadurch entstehen, dass immer wieder dasselbe Design gebaut wird.

Deshalb sind die nächsten Jahre für GE Vernova so wichtig. Läuft Darlington ordentlich und folgen anschließend Projekte in den USA und Europa, könnte sich der BWRX-300 langsam zu einem größeren Geschäft entwickeln.

ℹ️ GE Vernova in Kürze

  • GE Vernova (WKN: A404PC) ist ein US-amerikanischer Energietechnikkonzern mit Sitz in Cambridge im Bundesstaat Massachusetts.
  • Das Unternehmen entstand 2024 aus der Aufspaltung des Mischkonzerns General Electric.
  • Das Portfolio von GE Vernova deckt die gesamte Kette der Energieerzeugung und -verteilung ab.
  • Der Konzern ist Weltmarktführer bei Gaskraftwerken, baut Windkraftanlagen und liefert Infrastruktur und Software für Stromnetze.
  • GE Vernova notiert an der New York Stock Exchange und ist ca. 339,31 Milliarden US$ wert.

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Fazit

Bei GE Vernova wird der KI-Stromboom bisher vor allem mit Gasturbinen und dem Ausbau der Stromnetze verbunden. Mit dem BWRX-300 kommt langfristig aber noch ein weiterer Bereich dazu. Der erste Reaktor wird bereits gebaut und weitere Projekte stehen in mehreren Ländern in den Startlöchern. Jetzt muss GE Vernova zeigen, dass sich das Konzept auch in der Praxis bewährt. Gelingt das, könnte SMR in den kommenden Jahren deutlich mehr zur Wachstumsstory der Aktie beitragen.