DroneShield-Aktie unter 1 €: Jetzt ein Pennystock
Wachstum allein reicht dem Markt nicht
Operativ bleibt DroneShield zwar auf Wachstumskurs, doch genau hier liegt inzwischen das Problem der Investmentstory. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um +74% auf knapp 126 Millionen AU$, gleichzeitig schrieb der Konzern aber einen Nettoverlust von rund -32 Millionen AU$ und ein bereinigtes EBITDA von -12 Millionen AU$. Für 2026 erwartet das Management inzwischen 250 bis 270 Millionen AU$ Umsatz und damit deutlich geringere Wachstumsraten als noch in der Hypergrowth-Phase. Zusätzlich belastet die weiterhin nicht abgeschlossene Untersuchung der australischen Börsenaufsicht ASIC das Vertrauen. Mein Kollege Peter Wolf-Karnitschnig fasst diese Gemengelage in seiner heutigen Einordnung zum fallenden Messer entsprechend kritisch zusammen.
Dabei mangelt es keineswegs an strategisch interessanten Meldungen. Erst am Montag kündigte DroneShield eine Zusammenarbeit mit AIM Defence an, durch die Hochenergielaser in die offene Drohnenabwehr-Architektur des Unternehmens integriert werden sollen. Damit verbreitert DroneShield sein Angebot über Funkerkennung und elektronische Kampfführung hinaus. Der Markt honoriert diese Perspektive bislang jedoch kaum. Das zeigt deutlich: Solange Profitabilität, Bewertung und Vertrauen nicht überzeugen, reichen selbst positive Nachrichten derzeit nicht aus, um den Abwärtstrend nachhaltig zu brechen.
Übrigens: Gewisse Rohstoffe entwickeln sich zur geheimen Währung der Rüstungsindustrie – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ stellt zwei Aktien vor, die davon massiv profitieren könnten.
Die Signallage

Quelle Chart: stock3
Mit dem Fall unter 1 € wird das zuletzt favorisierte Abwärtsszenario weiter abgearbeitet. Eine kurzfristige Gegenbewegung zurück an die runde Marke wäre jederzeit möglich, ändert aber zunächst wenig am klar bearishen Bild. Das nächste Ziel liegt bei 0,89 €. Hält auch diese Unterstützung nicht dauerhaft, sehe ich nach einem möglichen technischen Konter weiteres Abwärtspotenzial bis 0,67 €. Damit würde die Aktie ihre bereits seit Monaten laufende Folge tieferer Hochs und Tiefs nochmals eindrucksvoll bestätigen.
Für eine Entspannung reicht dagegen die bloße Rückeroberung der 1-€-Marke nicht aus. Zunächst müsste 1,10 € nachhaltig überwunden werden, wobei dort zugleich die fallende Abwärtstrendlinie zunehmend relevant wird. Erst ein Ausbruch über diesen Kreuzwiderstand würde eine umfangreichere Gegenbewegung ermöglichen und 1,29 beziehungsweise 1,43 € wieder erreichbar machen. Solange dieser Befreiungsschlag ausbleibt, bleiben Erholungen aus meiner Sicht lediglich Zwischenstationen innerhalb eines intakten Abwärtstrends.
ℹ️ DroneShield in Kürze
- DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
- Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
- Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,48 Milliarden AU$.
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Fazit
Die DroneShield-Aktie hat mit dem Fall unter 1 € das nächste bearishe Etappenziel erreicht. Bei 0,89 € wartet zwar eine mögliche Zwischenstation für einen Konter, doch darunter dürfte sich der Abverkauf bis rund 0,67 € fortsetzen. Erst oberhalb von 1,10 € und der fallenden Abwärtstrendlinie würde sich das Chartbild wieder ernsthaft verbessern. Das fallende Messer bleibt damit vorerst scharf.
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