Dell-Aktie: Jetzt wird es richtig spannend
KI-Nachfrage kennt bislang keine Grenzen
Der wichtigste Kurstreiber bleibt das boomende Geschäft mit KI-Servern. Dell hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Rekord-Auftragsbestand von 51,3 Milliarden US$ aufgebaut und allein innerhalb von drei Monaten neue KI-Aufträge im Volumen von 24,4 Milliarden US$ eingesammelt. Gleichzeitig hat das Management seine Umsatzprognose deutlich erhöht und erwartet inzwischen Erlöse von rund 167 Milliarden US$.
Noch bemerkenswerter ist jedoch die Aussage des Managements, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin klar übersteigt. Der Engpass liegt nicht bei den Kunden, sondern bei der Verfügbarkeit von Speicherbausteinen. Dell rechnet deshalb auch zum Jahresende mit einem außergewöhnlich hohen Auftragsbestand und sieht den KI-Server-Umsatz 2026 bei rund 60 Milliarden US$.
Damit entwickelt sich Dell immer stärker zu einem der größten Profiteure der zweiten KI-Infrastrukturwelle.
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Super Micro sendet ein starkes Signal an die Branche
Zusätzlichen Rückenwind erhielt der gesamte Sektor durch das jüngste Update von Super Micro Computer. Das Unternehmen überraschte mit einem Rekord-Auftragsbestand und einem Auftragseingang von mehr als 60 Milliarden US$. Für Anleger war das vor allem eines: ein weiterer Beleg dafür, dass die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler und Unternehmenskunden in KI-Rechenzentren unvermindert weiterlaufen.
Davon profitiert auch Dell. Beide Unternehmen setzen auf Nvidia-Technologie und gehören zu den wichtigsten Anbietern kompletter KI-Serverlösungen. Die Zahlen von Super Micro gelten deshalb als wichtiger Stimmungsindikator für die gesamte Branche und untermauern die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial
Entsprechend optimistisch bleibt die Wall Street. Die große Mehrheit der Analysten empfiehlt die Dell-Aktie weiterhin zum Kauf. Die durchschnittlichen Kursziele bewegen sich derzeit im Bereich von 490 bis 500 US$, während Häuser wie JPMorgan, Evercore ISI oder Bernstein teilweise noch höhere Bewertungen für gerechtfertigt halten.
Als wichtigste Argumente nennen die Experten den rasant wachsenden KI-Auftragsbestand, steigende Marktanteile im Servergeschäft und die starke Position im Enterprise-Segment. Skeptischere Stimmen verweisen auf den Margendruck im Hardwaregeschäft und die inzwischen ambitionierte Bewertung. Solange die Nachfrage nach KI-Infrastruktur anhält, überwiegen jedoch klar die positiven Einschätzungen.
Charttechnik: Steht der nächste Ausbruch bevor?
Auch charttechnisch bleibt die Ausgangslage spannend. Nach der steilen Rallye setzte in der vergangenen Woche eine heftige, aber gesunde Konsolidierung ein. Innerhalb von nur drei Handelstagen verlor die Aktie nahezu -20%, ehe sie auf Höhe der 50-Tage-Linie mit einem markanten Intraday-Reversal nach oben drehte.
Seitdem hat der Kurs fast die gesamten Verluste wieder wettgemacht und notiert nur noch knapp unter dem Rekordhoch von 469,47 US$. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über diese Marke, würden sich aus charttechnischer Sicht die nächsten Kursziele im Bereich von 570 und 600 US$ eröffnen.
Jetzt richtet sich der Blick auf die nächsten Zahlen
Die kommenden Wochen dürften darüber entscheiden, ob die Rallye in ihre nächste Phase übergeht. Besonders wichtig werden die Quartalszahlen von Dell am 03. September, bei denen Anleger vor allem auf den Auftragseingang, die Entwicklung des KI-Auftragsbestands und den Ausblick des Managements achten werden.
ℹ️ DELL Technologies in Kürze
- Dell Technologies (WKN: A2N6WP) ist ein US-Hersteller von Computern und sonstiger IT-Hardware.
- Bekannt ist das Unternehmen vor allem für seine Desktop-Computer und Notebooks. Seit der Übernahme der Firma EMC im Jahr 2016 ist Dell auch als Anbieter von Back-End-Produkten in den Bereichen Server, Netzwerke und Datensicherung aktiv.
- Der in Round Rock im US-Bundesstaat Texas ansässige Konzern notiert an der New York Stock Exchange und ist rund 284,6 Milliarden US$ wert.
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