Blackstone-Aktie: Dieser alternative Vermögensverwalter ist einen Kauf wert
Die New Yorker Blackstone Group ist einer der weltweit größten alternativen Vermögensverwalter und investiert unter anderem in Private Equity, Immobilien, Kredite und Infrastruktur. Das Unternehmen verwaltet Kapital für institutionelle Anleger, Versicherungen und private Vermögenskunden und erzielt daraus vor allem gebührenbezogene sowie erfolgsabhängige Erträge.
Starkes Wachstum bei Vermögen und Erträgen
Im zweiten Quartal stieg der ausschüttungsfähige Gewinn um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die gebührenbezogenen Erträge legten um 22 Prozent zu. Das verwaltete Vermögen wuchs um 11 Prozent auf 1,4 Billionen US-Dollar, während das gebührenwirksame Vermögen 8 Prozent auf 961,6 Milliarden US-Dollar zulegte.
Hinzu kamen Kapitalzuflüsse von 68,3 Milliarden US-Dollar. Aufgelaufene erfolgsabhängige Erträge von rund sechs US-Dollar je Aktie bieten zusätzliches Potenzial, sofern Blackstone diese erfolgreich realisieren kann.
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KI-Infrastruktur wird zum Zugpferd
Blackstone baut seine Aktivitäten rund um künstliche Intelligenz weiter aus. Dazu gehören Rechenzentren, Energie- und Elektrifizierungsinfrastruktur, kreditbasierte Strategien und KI-bezogene Private-Equity-Investitionen.
Besonders die Rechenzentren bieten langfristig planbare Einnahmen. Mietverträge mit Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren, bonitätsstarke Kunden und vertragliche Mietsteigerungen sorgen für vergleichsweise stabile Cashflows.
Partnerschaften mit Unternehmen wie Nvidia, Alphabet, Broadcom und Anthropic eröffnen zusätzliche Möglichkeiten. Rund 70 Prozent der größten Investitionen Blackstones der vergangenen zwölf Monate entfielen zudem auf Bereiche wie KI-Infrastruktur, Energie, Life Sciences, Private Credit sowie Indien und Japan.
BCRED sorgt für Unsicherheit
Ein Belastungsfaktor bleibt der Blackstone Private Credit Fund (BCRED). Für das dritte Quartal wurden Rücknahmeanträge von rund 4,3 Milliarden US-Dollar erwartet, während Blackstone aufgrund der Fondsgrenze nur bis zu fünf Prozent der Anteile pro Quartal zurückkaufen kann.
Das belastet die Stimmung, sollte jedoch im Verhältnis zur Gesamtgröße des Unternehmens betrachtet werden. BCRED stellt nur einen kleinen Teil des gesamten Private-Credit-Geschäfts dar, während die zugrunde liegende Entwicklung weiterhin solide ist.
Bewertung deutlich zurückgekommen
Die Korrektur hat die Bewertung spürbar reduziert. Blackstone wird derzeit mit dem gut 19-Fachen der erwarteten normalisierten Gewinne der kommenden zwölf Monate gehandelt. Der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 23,53.
Gleichzeitig beträgt die erwartete Dividendenrendite rund 4,4 Prozent. Analysten erwarten bis 2029 ein jährliches Wachstum des ausschüttungsfähigen Gewinns je Aktie von durchschnittlich 18 Prozent und der Dividende je Aktie von 15,7 Prozent.
Das hohe Unternehmensvolumen dürfte das Wachstum langfristig zwar bremsen. Die Kombination aus Dividende, erwarteten Gewinnsteigerungen und der inzwischen moderateren Bewertung schafft jedoch eine solide Ausgangslage für langfristig orientierte Anleger.
Die Korrektur verändert die langfristige Story kaum
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg von mehr als 16 Prozent verlor die Aktie innerhalb eines Monats 15,85 Prozent und gab damit ihre vorherigen Gewinne weitgehend wieder ab. Höhere Zinsen, Sorgen um die Konjunktur und die Entwicklung bei BCRED belasten den Kurs.
Die zentralen Wachstumstreiber bleiben jedoch bestehen. Dazu zählen das wachsende verwaltete Vermögen, starke Kapitalzuflüsse, die Expansion im Bereich KI-Infrastruktur und die breite Diversifizierung.
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Fazit
Die Blackstone-Aktie ist nach der jüngsten Korrektur deutlich moderater bewertet, während die langfristigen Wachstumstreiber weiterhin intakt sind. Entscheidend bleiben die Kapitalzuflüsse, die Entwicklung von Private Credit und der weitere Ausbau des KI-Geschäfts. In der Summe stellt der Titel bei aktuell etwa 125 US-Dollar eine attraktiv erscheinende Beimischung dar.
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