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Bitcoin-Kurs: Diese Daten könnten die Erholung befeuern

Inflation wird zum Härtetest
Der Bitcoin-Kurs kann sich nach den turbulenten vergangenen Wochen weiter stabilisieren und hält sich derzeit im Bereich um 65.000 US$. Rückenwind kam zuletzt von den überraschend schwachen US-Arbeitsmarktdaten. In dieser Woche wartet mit den neuen Inflationsdaten allerdings bereits der nächste wichtige Termin.

Schwacher Arbeitsmarkt hilft Bitcoin

Der US-Arbeitsmarkt hat im Juli deutlich schwächer abgeschnitten als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft gingen 23.000 Arbeitsplätze verloren, während Volkswirte im Vorfeld noch mit einem Stellenaufbau von rund 80.000 Jobs gerechnet hatten. Auch wenn die Arbeitslosenquote überraschend leicht auf 4,1% zurückging, zeichnet der Arbeitsmarktbericht insgesamt ein deutlich schwächeres Bild als noch in den vergangenen Monaten.

Noch deutlicher wird das bei den Revisionen. Die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni wurden nachträglich um insgesamt 103.000 Stellen nach unten korrigiert. Auch der Lohndruck ließ nach. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich nur noch um 3,2%.

Für Bitcoin kamen die schwachen Daten zunächst gut an. Ein nachlassender Arbeitsmarkt nimmt der US-Notenbank einen Teil des Drucks, die Geldpolitik weiter zu straffen. Die Renditen von US-Staatsanleihen kamen nach Veröffentlichung der Zahlen zurück und auch der US-Dollar verlor an Stärke. Beides half Bitcoin, die zuletzt gestartete Stabilisierung fortzusetzen.

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Jetzt wird die Inflation wichtig

In dieser Woche wandert der Blick nun vom Arbeitsmarkt zur Inflation. Am Mittwoch um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die neuen US-Verbraucherpreise für Juli veröffentlicht. Erwartet wird derzeit eine Inflationsrate von 3,4% gegenüber dem Vorjahr, nach 3,5% im Juni.

Für Bitcoin könnte der Termin einiges an Bewegung bringen. Fed-Chef Kevin Warsh hatte zuletzt mehrfach klargemacht, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist und das langfristige Ziel der Notenbank bei 2% liegt. Damit reicht ein schwächerer Arbeitsmarkt allein noch nicht aus, um die Fed zu einer deutlich lockereren Geldpolitik zu bewegen.

Sollte die Inflation nun unter den erwarteten 3,4% liegen, wäre das für Bitcoin zunächst eine gute Nachricht. Der Arbeitsmarkt kühlt sich bereits ab und wenn nun auch der Preisdruck weiter nachlässt, hätte die Fed mehr Spielraum bei ihrer Geldpolitik. Fallende Renditen und ein schwächerer US-Dollar könnten Bitcoin in diesem Fall weiteren Rückenwind geben.

Anders sieht es aus, wenn die Verbraucherpreise stärker als erwartet steigen. Dann wäre die Inflation trotz des schwächeren Arbeitsmarktes weiterhin ein Problem und die Diskussion über länger hohe Zinsen oder sogar weitere Zinserhöhungen könnte schnell wieder zurückkommen. Gerade für Bitcoin und andere Risikoanlagen wäre das eher negativ.

Weitere Daten folgen direkt danach

Mit den Verbraucherpreisen am Mittwoch ist die Woche noch nicht vorbei. Bereits am Donnerstag folgt mit dem US-Erzeugerpreisindex der nächste wichtige Inflationsindikator. Dieser zeigt, wie sich die Preise auf Produzentenseite entwickeln. Steigende Kosten bei Unternehmen können später an die Verbraucher weitergegeben werden und damit auch die allgemeine Inflation wieder antreiben.

Am Freitag folgen zudem die US-Einzelhandelsumsätze. Nach den schwachen Arbeitsmarktdaten wird hier vor allem interessant sein, ob sich die Abkühlung bereits beim Konsum bemerkbar macht. Die Kombination aus Inflation, Arbeitsmarkt und Konsum dürfte in den kommenden Wochen eine wichtige Rolle dafür spielen, wie die Fed ihre nächsten Schritte plant.

ℹ️ Bitcoin in Kürze

  • Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
  • Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptografisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden.
  • Diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.

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Fazit

Bitcoin bleibt vorerst auf Stabilisierungskurs. Die schwachen Arbeitsmarktdaten haben den Druck auf die Fed etwas reduziert und damit auch Bitcoin geholfen. Nun muss allerdings die Inflation mitspielen. Fallen die Verbraucherpreise am Mittwoch niedriger als erwartet aus, könnte das der Erholung weiteren Rückenwind geben. Ein überraschend hoher Wert würde dagegen die Zinsdiskussion wieder verschärfen und könnte den Bitcoin-Kurs erneut unter Druck setzen.