General Mills-Aktie: Dieser Lebensmittel-Riese bietet 7,4% Rendite
Ein etablierter Lebensmittelhersteller im Umbau
General Mills ist ein internationaler Lebensmittelkonzern mit bekannten Marken. Das US-Unternehmen optimiert sein Portfolio, senkt Kosten und stärkt seine Bilanz, während Verbraucher zunehmend auf günstigere Produkte ausweichen.
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Geschäftsjahr 2027 als Übergangsphase
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 übertraf General Mills die Erwartungen beim Umsatz und Ergebnis. Dennoch sanken die Nettoumsätze um drei Prozent auf 4,39 Milliarden US-Dollar. Besonders das nordamerikanische Einzelhandelsgeschäft litt unter rückläufigen Absatzmengen, wobei der Verkauf des US-Joghurtgeschäfts den Vorjahresvergleich zusätzlich beeinflusste.
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen organischen Umsatz zwischen minus 1,5 und plus 0,5 Prozent sowie einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses um acht bis 13 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,00 und 3,20 US-Dollar liegen. Wie das Ergebnis nach Abzug sämtlicher Sondereffekte aussehen wird, bleibt abzuwarten.
Sparprogramm soll Ertragskraft verbessern
General Mills plant Einsparungen von 750 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2027 und insgesamt drei Milliarden US-Dollar bis 2030. Dazu sollen eine effizientere Lieferkette, der Einsatz künstlicher Intelligenz und eine Vereinfachung der Unternehmensstruktur beitragen.
Ein Risiko bleibt die zunehmende Preissensibilität der Verbraucher. Günstige Handelsmarken gewinnen an Bedeutung und könnten etablierte Marken dauerhaft Marktanteile kosten. Gleichzeitig könnten die umfangreichen Kostensenkungen und die starke Markenposition von General Mills mittelfristig für eine Erholung der Margen und neue Kursimpulse sorgen.
Schuldenabbau stärkt Bilanz
Mit einem Anleiherückkauf im Volumen von 750 Millionen US-Dollar konnte General Mills Verbindlichkeiten mit einem Nominalwert von rund 929 Millionen US-Dollar tilgen. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Buchgewinn von etwa 179 Millionen US-Dollar. Zudem sinkt der jährliche Bruttozinsaufwand um rund 29 Millionen US-Dollar.
Allerdings stehen weitere Refinanzierungen an, die bei höheren Zinssätzen zusätzliche Kosten verursachen könnten. Eine mögliche Dividendenkürzung wäre deshalb nicht zwangsläufig negativ: Eine Reduzierung um 25 Prozent könnte rund 330 Millionen US-Dollar jährlich freisetzen und den Schuldenabbau beschleunigen.
Bewertungsabschlag und hohe Dividende
Eine konservative Cashflow-Bewertung kommt auf einen geschätzten inneren Wert von 39,12 US-Dollar je Aktie. Gegenüber dem zugrunde gelegten Kurs von rund 33 US-Dollar entspricht das einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von fast 20 Prozent. Hinzu kommt eine sehr stolze Dividendenrendite von derzeit rund 7,4%.
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Fazit
General Mills kann mit einer hohen Dividendenrendite von aktuell über 7% glänzen und verspricht dank eines ambitionierten Sparprogramms und konsequenten Schuldenabbaus auch fundamentale Fortschritte. Die Aktie bleibt angesichts der Absatzschwäche und der anstehenden Refinanzierungen mit Unsicherheiten verbunden, bietet auf dem aktuellen Niveau jedoch ein aus unserer Sicht überzeugendes Chance-Risiko-Profil.
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