BioNTech-Aktie: Droht die nächste Verkaufswelle?
Neue Krebsdaten machen Hoffnung
Während die BioNTech-Aktie an der Börse schwächelt, gibt es aus der Onkologieforschung durchaus erfreuliche Nachrichten. Erst am Sonntag präsentierte das Mainzer Biotechnologieunternehmen gemeinsam mit Bristol Myers Squibb neue Phase-2-Daten zum Antikörper Pumitamig bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Die Ergebnisse zeigen ermutigende Wirksamkeitssignale bei Patienten, deren Erkrankung nach einer vorangegangenen Immun- und Chemotherapie weiter fortgeschritten war. Allerdings handelt es sich weiterhin um klinische Studiendaten und bis jetzt nicht um den Nachweis eines späteren kommerziellen Erfolgs.
Bereits am Donnerstag hatte BioNTech zudem die Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit Gilead Sciences bekannt gegeben. Dabei soll Pumitamig in einer Phase-3-Studie gemeinsam mit dem bereits zugelassenen Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Sacituzumab Govitecan bei einer Form von fortgeschrittenem Brustkrebs untersucht werden. Die beiden Entwicklungen unterstreichen den fortschreitenden Umbau des einstigen Impfstoffspezialisten zu einem breiter aufgestellten Onkologieunternehmen. Finanziell verfügt BioNTech mit zuletzt rund 16,6 Milliarden € an liquiden Mitteln und Wertpapieranlagen über erhebliche Ressourcen. Neue Erkenntnisse zur Geschäftsentwicklung werden die für den 3. November angekündigten Quartalszahlen liefern.
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Zur Signallage

Quelle: stock3
Der Bruch der seit Juni bestehenden Aufwärtstrendlinie hat die technische Ausgangslage deutlich verschlechtert. Nachdem die Rückeroberung von 81,30 € scheiterte, verlor BioNTech inzwischen auch die Unterstützungszone bei 78,30 €. Mit dem jüngsten Tagestief bei 75,50 € wurde darüber hinaus die nächste Auffangmarke bei 75,25 € bereits nahezu erreicht. Zwar könnte sich nach dem kräftigen Abverkauf zunächst eine kurze Gegenbewegung entwickeln, doch bleibt eine Fortsetzung der Korrektur meine bevorzugte Erwartung. Ein nachhaltiger Rückfall unter 75,25 € würde den Weg bis zur wichtigen Nachfragezone bei 71,02 € öffnen. Dort wäre mit einer stärkeren technischen Reaktion zu rechnen. Sollte allerdings auch dieser Bereich aufgegeben werden, würde anschließend die Unterstützung bei 68,30 € relevant.
Eine nachhaltigere Erholung setzt dagegen voraus, dass BioNTech zunächst 78,30 € zurückerobert und anschließend den Widerstand bei 81,30 € überwindet. Erst dann könnte sich ein größerer Aufwärtsimpuls bis 89,50 € entfalten. Darüber warten mit 94,53 und 99,50 € weitere Hürden, die bereits mehrfach für Verkaufsdruck gesorgt haben. Besonders die gebrochene Aufwärtstrendlinie dürfte bei einer möglichen Erholung erneut zum Prüfstein werden, da sie inzwischen als dynamischer Widerstand wirken könnte. Solange die Aktie unterhalb von 81,30 € notiert, bleibt das Risiko einer Fortsetzung des Abwärtstrends jedoch erhöht.
ℹ️ BioNTech in Kürze
- BioNTech (WKN: A2PSR2) ist ein deutsches Biotech-Unternehmen mit Sitz in Mainz, das auf die Entwicklung und Herstellung patientenspezifischer aktiver Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten fokussiert ist.
- In den letzten Jahren wurde das Unternehmen durch seinen Impfstoff gegen das Coronavirus (Covid-19) weltbekannt und entwickelte sich zu einem Milliardenkonzern.
- An der Börse ist BioNTech derzeit mit rund 19 Milliarden US$ bewertet.
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Fazit
Die BioNTech-Aktie hat nach der gescheiterten Erholung auch ihre seit Juni bestehende Aufwärtstrendlinie verloren. Unterhalb von 78,30 € bleibt die technische Ausgangslage angeschlagen und ein Bruch der Unterstützung bei 75,25 € könnte weitere Verluste bis 71,02 € auslösen. Dort wäre nach dem deutlichen Rückgang ein stärkerer technischer Konter denkbar. Erst eine Rückeroberung von 81,30 € würde die Chancen auf eine Erholung bis 89,50 € verbessern. Die positiven Nachrichten aus der Krebsforschung ändern bislang nichts an der fragilen Chartstruktur.
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