Friedrich Vorwerk-Aktie: Besteht jetzt wieder Potenzial?
Neue Rekordwerte erreicht
Vom milliardenschweren Sondervermögen für die Infrastruktur dürfte Friedrich Vorwerk deutlich profitieren. Das Unternehmen ist auf den Aufbau leistungsfähiger Energieinfrastruktur spezialisiert, darunter Stromleitungen sowie Gas- und weitere Versorgungssysteme.
Im dritten Quartal erzielte Vorwerk neue Rekordwerte. Die Umsetzung von Infrastrukturprojekten nimmt zunehmend Fahrt auf.
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13% auf 228,3 Millionen €. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein Umsatzwachstum von 12% auf insgesamt 565,6 Millionen €.
Noch stärker entwickelte sich das operative EBITDA. Im dritten Quartal erhöhte es sich um 58% auf 80,9 Millionen €. In den ersten neun Monaten summierte sich das operative EBITDA auf 173,4 Millionen €.
Zu der deutlichen Verbesserung trugen niedrigere Materialaufwandsquoten und die Verlagerung eigener Produktionsleistungen in Arbeitsgemeinschaften bei. Dadurch konnte die operative Effizienz spürbar gesteigert werden.
Auch die finanzielle Position verbesserte sich. Die Nettofinanzmittel stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 151 auf 262 Millionen €.
Insgesamt sind die Geschäftszahlen sehr stark ausgefallen. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der Profitabilität, die deutlich stärker zulegte als der Umsatz.
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Prognose angehoben
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hob Vorwerk die Jahresprognose an.
Beim Umsatz werden nun 760 bis 790 Millionen € erwartet. Zuvor lag die Prognosespanne bei 730 bis 780 Millionen €.
Noch deutlicher fiel die Anpassung beim operativen EBITDA aus. Statt 180 bis 200 Millionen € rechnet das Unternehmen jetzt mit 220 bis 230 Millionen €.
Eine wichtige Grundlage dafür ist der hohe Auftragsbestand. Dieser lag zuletzt bei 618 Millionen €. Werden die vorhandenen Aufträge der Arbeitsgemeinschaften berücksichtigt, beläuft sich das gesamte Auftragsvolumen auf rund 1,2 Milliarden €.
Damit verfügt Vorwerk über eine gute Ausgangsbasis für die weitere Geschäftsentwicklung.
Bewertung
Die Geschäftstätigkeit gewinnt deutlich an Dynamik. Angesichts des hohen Infrastrukturbedarfs und der geplanten Investitionen in die Energieversorgung bestehen auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsmöglichkeiten.
Bei der Ertragsentwicklung ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich die außergewöhnlich hohen Steigerungsraten nicht unbegrenzt fortsetzen lassen. Mittelfristig dürften die Zuwachsraten wieder deutlich zurückgehen.
Als Nebenwert steht die Aktie allerdings nicht so stark im Fokus der Anleger wie größere Unternehmen. Das könnte die ausgeprägten Kursschwankungen mit erklären. Bemerkenswert ist, dass der Kurs trotz der hervorragenden Geschäftszahlen zuletzt keine nachhaltige Aufwärtsbewegung zeigte.
ℹ️ Friedrich Vorwerk in Kürze
- Die Friedrich Vorwerk Group SE mit Sitz im niedersächsischen Tostedt ist ein führender Dienstleister im Bereich der Energieinfrastruktur.
- Hierzu zählen die Konzipierung, Realisierung und Inbetriebnahme komplexer Energienetze für Gas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen.
- Das Unternehmen notiert im SDAX-Index und ist rund 1,4 Milliarden € wert.
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Fazit
Aus meiner Sicht bietet das aktuelle Kursniveau wieder eine interessante Einstiegsmöglichkeit. Die starke operative Entwicklung, die angehobene Jahresprognose und der hohe Auftragsbestand sprechen dafür, dass Friedrich Vorwerk auch künftig von den Investitionen in die Energieinfrastruktur profitieren kann.
Mittelfristig halte ich Kurse von rund 85 € für erreichbar. Vom aktuellen Niveau entspricht das einem möglichen Kursplus von etwa +23%. Als Nebenwert eignet sich die Aktie vor allem als Depotbeimischung für Anleger.
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