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Quelle: ChatGPT

Tesla-Aktie: Nur ein PR-Coup oder Startschuss für den nächsten Kursschub?

Elon Musk lässt Autos fliegen
Die Tesla-Aktie befindet sich seit Ende Juli wieder auf dem Weg nach oben. Zwar kam es in den vergangenen Tagen im Zuge des weltweiten Sell-offs an den Tech-Märkten zu einem Rücksetzer, doch am Freitag zieht der Kurs wieder spürbar an. Vorbörslich steigt die Aktie um mehr als +5% auf über 380 US$. Das sorgt für Kauflaune und so sollten sich Anleger nun verhalten.

Roadster-Show befeuert die Fantasie

Elon Musk sorgt einmal mehr für Schlagzeilen: Bei der Präsentation des neuen Roadsters in Texas demonstrierte Tesla spektakuläre Flugmanöver mit Kaltgas-Triebwerken aus dem Umfeld von SpaceX. Der Sportwagen soll in weniger als einer Sekunde von null auf rund 97 km/h beschleunigen. Der Produktionsstart ist für 2028 geplant, der endgültige Verkaufspreis bleibt offen. Für die leistungsstärkste Variante werden allerdings bereits hohe Reservierungsgebühren von 250.000 US$ verlangt.

Für mich ist der Roadster vor allem ein PR-Coup. Der tatsächliche Absatz dürfte überschaubar bleiben. Entscheidend ist vielmehr die technologische Inszenierung – und die neue Fantasie über eine mögliche engere Verbindung zwischen Tesla und SpaceX.

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SpaceX-Fusion als möglicher Kurstreiber

Ein Bericht von Barclays befeuert entsprechende Spekulationen. Demnach könnte eine Ankündigung zu einem Zusammenschluss Ende Oktober oder Anfang November zum Thema werden. Bestätigt ist bislang aber noch nichts. Eine Fusion könnte Synergien bei KI, Robotik, Halbleitern und Satellitenkommunikation eröffnen, würde aber auch erhebliche Bewertungs- und Umsetzungsfragen aufwerfen.

Zusätzlichen Rückenwind könnte Tesla in Europa erhalten. Das bisher als „Full Self-Driving (Supervised)“ bezeichnete Assistenzsystem wird nun als „Assisted Driving“ vermarktet. Zugleich signalisiert Bundesverkehrsminister Steffen Bilger Unterstützung für eine europaweite Zulassung unter technischen Auflagen. Das wäre ein wichtiger Schritt, bleibt aber an entsprechende Genehmigungen gebunden.

Quartalszahlen werden zum Härtetest

Am 21. Oktober veröffentlicht Tesla nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal. Die Absatzzahlen liegen bereits vor: Mit 486.532 ausgelieferten Fahrzeugen übertraf der Konzern die Erwartungen. Der Konsens rechnet dennoch mit einem leichten Umsatzrückgang auf 27,8 Milliarden US$ und einem Gewinn je Aktie von lediglich 0,43 bis 0,44 US$. Im Vorjahresvergleich würde dies einen Rückgang von 12 bis 14% bedeuten.

Besonders im Fokus stehen dürfte die Bruttomarge im Automobilbereich: Experten rechnen damit, dass Rabatte und der Abbau von Lagerbeständen die Profitabilität belastet haben. Dazu setzen die hohen Investitionskosen, die für 2026 auf mehr als 25 Milliarden US$ angehoben wurden, den freien Cashflow kurzfristig unter Druck.

Die Analysten bleiben daher gespalten. Jefferies sieht den fairen Wert bei 400 US$, während optimistischere Häuser wie RBC Kursziele von 480 US$ aufrufen. Der Konsens liegt bei rund 412 US$ und damit knapp +14% über dem aktuellen Niveau.

Charttechnik: Ausbruch oder nächste Konsolidierung?

Kurzfristig rückt die 200-Tage-Linie bei 388,49 US$ in den Fokus. Darüber warten die psychologisch wichtige 400-US$-Marke und die Abwärtstrendlinie seit dem Dezember-Top bei rund 410 US$. Weitere Widerstände liegen bei 432,86, 445,60 und 453,60 US$. Erst oberhalb dieser Hürden wäre ein erneuter Anlauf auf die Zone um 500 US$ realistisch.

Übergeordnet befindet sich Tesla nach der Rallye von 2019 bis 2021 in einer langwierigen Konsolidierungsphase. Dazu zeigt sich mit einem aufsteigenden Dreieck aber auch eine charttechnisch spannende Ausgangssituation. Bricht der Kurs nachhaltig nach oben aus (über den Widerstand im Bereich 500 US$), wären perspektivisch sogar Kursziele zwischen 900 und 1.000 US$ möglich. Das wäre aber ein langfristiges Szenario.

ℹ️ Tesla in Kürze

  • Der 2003 gegründete US-Autohersteller mit Hauptsitz in Austin im US-Bundesstaat Texas ist derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Elektroautos. Neben Fahrzeugen stellt Tesla (WKN: A1CX3T) auch Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen her.
  • Die Fahrzeuge und teilweise auch die Batterien werden in Gigafactories genannten Großfabriken produziert. Derzeit betreibt Tesla Gigafactories in den USA, Deutschland und China.
  • Tesla ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500. Der Unternehmenswert liegt aktuell bei rund 1,43 Billionen US$.

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Fazit

Ich sehe bei Tesla weiterhin Chancen. Die Fantasie rund um KI, autonomes Fahren, Robotik und SpaceX könnte den Kurs weiter antreiben. Gleichzeitig rechtfertigen Roadster-Show und Fusionsgerüchte allein keine dauerhaft höhere Bewertung. Angesichts der hohen Erwartungen und des schwierigen Margenumfelds rechne ich weiterhin mit starken Schwankungen.

Mein Ansatz: Chancen nutzen, aber nicht blind hinterherlaufen. Erst ein überzeugender Ausbruch über die nächsten Widerstände und solide Quartalszahlen würden das positive Szenario untermauern. Der 21. Oktober könnte dafür den entscheidenden Impuls liefern.

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