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DocMorris-Aktie: Das entscheidet über den weiteren Kursverlauf

Spannung vor den Quartalszahlen
Bei der DocMorris-Aktie zeichnet sich nach einer langen Phase der Bodenbildung zunehmend eine Erholungsphase ab. Am Donnerstag notiert die Aktie aktuell bei etwa 12,90 SFR (Schweizer Franken) und damit wieder auf dem Niveau von Ende 2024. Nach dem starken Kursanstieg stellt sich nun die entscheidende Frage: Kann DocMorris den Erholungstrend fortsetzen?

Bodenbildung könnte abgeschlossen sein

Der Mehrjahreschart zeigt die schwierige Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit Ende 2024 befand sich die Aktie zunächst in einem deutlichen Abwärtstrend. Im März wurde mit etwa 4 SFR das bisherige Tief erreicht.

Anschließend setzte eine kräftige Erholung ein. Insbesondere seit September hat sich der Aufwärtstrend deutlich beschleunigt.

Mit dem aktuellen Kurs von knapp 13 SFR hat die Aktie inzwischen wieder das Niveau von Ende 2024 erreicht.

Damit steht DocMorris an einem wichtigen Punkt. Nach der starken Erholung muss nun die operative Entwicklung bestätigen, dass der Kursanstieg fundamental gerechtfertigt ist.

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Prognose angehoben

Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr hat das Management dazu veranlasst, die Jahresprognose anzuheben.

Beim Außenumsatz wird inzwischen ein Wachstum von 9 bis 13% erwartet. Zuvor lag die Prognose bei einem Wachstum im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Auch beim bereinigten EBITDA wurde die Prognose verbessert. Statt eines Verlustes von 10 bis 25 Millionen SFR erwartet DocMorris nun einen Verlust von lediglich 10 bis 17,5 Millionen SFR.

Besonders wichtig ist dabei der bestätigte Ausblick auf den operativen Wendepunkt: Im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres soll beim bereinigten EBITDA der Break-even erreicht werden.

Für 2027 wird weiterhin der Break-even beim Cashflow angestrebt.

Damit sind die entscheidenden Ziele für die kommenden Quartale klar definiert: steigender Umsatz, ein positives EBITDA und anschließend ein positiver Cashflow.

Redcare Pharmacy erhöht ebenfalls die Prognose

Auch der größere Wettbewerber Redcare Pharmacy entwickelt sich dynamisch.

Im September wurde die Umsatzprognose bereits zum zweiten Mal angehoben. Statt eines Wachstums von 15 bis 17% werden inzwischen 16 bis 18% erwartet.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber bleibt das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx).

Damit wird auch bei DocMorris das Rx-Geschäft zum entscheidenden Faktor. Sollte sich hier das erwartete Wachstum bestätigen, könnte dies die Umsatzentwicklung zusätzlich unterstützen.

Bewertung

Die Aktie befindet sich inzwischen klar in einer Erholungsphase. Allerdings dürfte der weitere Weg nicht geradlinig verlaufen. Nach dem starken Kursanstieg ist mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen.

Vor allem die Zahlen des dritten Quartals werden deshalb wichtig.

Entscheidend ist nicht mehr, ob DocMorris wachsen kann, sondern ob das Unternehmen dieses Wachstum zunehmend profitabel umsetzt.

Sollte das Umsatzwachstum hinter den Erwartungen zurückbleiben, wäre nach dem starken Kursanstieg eine deutliche Korrektur möglich.

Noch wichtiger dürfte jedoch die Entwicklung des bereinigten EBITDA sein. Der für das zweite Halbjahr angestrebte Break-even wäre ein wichtiger Beleg dafür, dass die operative Trendwende tatsächlich gelingt.

Der nächste entscheidende Schritt wäre dann der für 2027 erwartete Cashflow-Break-even.

Gelingt beides, würde sich die fundamentale Ausgangslage gegenüber den vergangenen Jahren deutlich verbessern.

ℹ️ DocMorris in Kürze

  • Die DocMorris AG (WKN: A0Q6J0) gehört zu den führenden E-Commerce-Apotheken.
  • Der Hauptsitz befindet sich in der schweizerischen Stadt Frauenfeld. Das Unternehmen konzentriert sich fast ausschließlich auf den deutschen Markt.
  • Die Aktie wird an der Schweizer Börse gehandelt; die Marktkapitalisierung beträgt rund 650 Millionen SFR.

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Fazit

Mittelfristig bin ich für die DocMorris-Aktie zuversichtlich. Die wirtschaftliche Entwicklung geht in die richtige Richtung.

Allerdings ist nach dem starken Kursanstieg bereits ein Teil dieser Erwartungen im Aktienkurs enthalten. Deshalb sollten Anleger mit zwischenzeitlichen Rückschlägen rechnen.

Werden die Meilensteine des Break-even beim bereinigten EBITDA und beim Cashflow erreicht, sind Kurse von 15 SFR realistisch.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens DocMorris. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.