Quelle: ChatGPT

SAP-Aktie: Atempause vor dem nächsten Rallye-Schub?

Konsolidierung geht weiter
Nach einer kräftigen Erholung ist bei der SAP-Aktie zuletzt etwas Ruhe eingekehrt. Doch von Schwäche kann kaum die Rede sein: Die Konsolidierung verläuft bislang vor allem über die Zeit statt über den Kurs, während wichtige charttechnische Marken verteidigt werden. Gleichzeitig liefern steigende Cloud-Aufträge, neue KI-Funktionen und mehrere angehobene Kursziele frische Argumente.

Analysten setzen neue Kursziele

Der Rückenwind von der Analystenseite nimmt zu. ODDO BHF hat das Kursziel von 200 auf 230 € angehoben und SAP mit „Outperform“ eingestuft. Parallel dazu erhöhte die Bank of America ihren Zielwert auf 226 € und bestätigte ihr „Buy“-Votum. Jefferies stufte von 210 auf 220 € hoch und erwartet einen robusten Auftragseingang.

Demgegenüber bleibt die US-Bank JPMorgan mit 175 € und einer neutralen Einstufung vorsichtiger. Der Analystenkonsens liegt aktuell bei rund 208,92 €, was einem Kurspotenzial von etwa +14% entspricht.

Grundsätzlich zeigt sich, dass der Markt derzeit weniger über die grundsätzliche Cloud-Story diskutiert als vielmehr über das Tempo, mit dem SAP daraus zusätzliches Ergebniswachstum generieren kann.

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KI wird zum nächsten Wachstumstreiber

Besonders wichtig ist dabei die KI-Offensive. SAP stellte Mitte September TabPFN-3.5 Plus in SAP AI Core bereit. Das Modell ist auf geschäftliche Prognosen und Datenanalysen ausgerichtet. Gleichzeitig soll die Plattform um zahlreiche KI-Agenten erweitert werden.

Der entscheidende Punkt ist auch hier die Monetarisierung. SAP muss zeigen, dass die neuen Funktionen nicht nur technologisch überzeugen, sondern sich in höherwertigen Cloud-Verträgen und steigenden Erlösen niederschlagen. Die Ausgangslage ist stark: Im zweiten Quartal legte der Cloud Backlog um 27% auf 22,9 Milliarden € zu, während der Cloud-Umsatz um 22% und die Cloud ERP Suite um 25% wuchsen.

Rückkäufe und Bewertung im Blick

Auch am Kapitalmarkt setzt SAP Akzente. Zwischen dem 14. und 18. September wurden weitere 50.000 eigene Aktien zu durchschnittlich 185,57 Euro zurückgekauft. Insgesamt summieren sich die Rückkäufe des laufenden Programms auf mehr als 8,3 Millionen Aktien.

Nach der deutlichen Korrektur erscheint SAP zudem im historischen Vergleich wieder attraktiver bewertet. Allerdings muss diese Einschätzung am Gewinnwachstum gemessen werden. SAP peilt für das Gesamtjahr ein Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,8 bis 12,2 Milliarden € an. Gleichzeitig belasten Integrationskosten sowie hohe Investitionen in KI und neue Technologien die Margen.

Chartbild spricht für Fortsetzung

Technisch hat SAP nach der Bodenbildung im Bereich von 130 € einen beeindruckenden Turnaround hingelegt. Von Ende Juli bis Ende August stieg die Aktie um mehr als +50% und eroberte wichtige Marken zurück. Aktuell läuft eine Verschnaufpause – bislang jedoch ohne nennenswerten Preisverfall.

Zusätzlichen Rückenwind liefert das Mitte September entstandene Golden Cross. Gelingt der Sprung über 200 €, rücken zunächst die Widerstände bei 210 und 220 € in den Fokus. Darüber eröffnet sich Raum bis zur langfristigen Abwärtstrendlinie um 230 €. Auf der Unterseite bildet die 50-Tage-Linie bei 173,85 € eine wichtige Unterstützung.

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den größten Softwareunternehmen im Bereich der Unternehmenssteuerung. Für kleinere und mittelgroße Unternehmen bietet der Konzern Standardlösungen an, für größere Unternehmen gibt es individuelle Angebote.
  • Der Hauptsitz des Konzerns ist im baden-württembergischen Walldorf, weltweit verfügt der IT-Konzern über zahlreiche Niederlassungen.
  • Die Aktie des Unternehmens ist in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50 gelistet und wird an der Börse aktuell mit rund 211 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Die Mischung aus starkem Cloud-Auftragsbestand, KI-Offensive, Rückkäufen und optimistischeren Analystenstimmen liefert SAP derzeit mehrere Kurstreiber. Gleichzeitig stellen die laufenden Integrationskosten, die Margenentwicklung und die hohe Erwartungshaltung Risiken dar. Der nächste große Termin ist der Quartalsbericht am 21. Oktober 2026. Liefert SAP dort beim Cloud-Wachstum und operativen Ergebnis ab, könnte die laufende Konsolidierung die Basis für den nächsten Aufwärtsschub bilden.

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