Uran-Boom trifft auf Versorgungsengpass: Diese Aktien könnten profitieren!
Die Renaissance der Kernenergie nimmt weltweit Fahrt auf. Neue Reaktoren werden gebaut, stillgelegte Kapazitäten teilweise reaktiviert und auch der enorme Strombedarf von KI-Rechenzentren stärkt das Interesse an zuverlässiger Energie rund um die Uhr. Für den Uranmarkt könnte daraus allerdings ein gewaltiges Problem entstehen.
Der weltweite Uranbedarf der Reaktoren lag 2025 bei knapp 69.000 Tonnen. Im Referenzszenario der World Nuclear Association könnte er bis 2040 auf mehr als 150.000 Tonnen pro Jahr steigen. Damit würde sich der Bedarf innerhalb von nur 15 Jahren mehr als verdoppeln.
Bis 2040 könnten 46.000 Tonnen fehlen
Noch deutlicher wird die Herausforderung beim Blick auf die mögliche Produktion. Eine aktuelle Analyse auf Basis des „Red Book“ von OECD-NEA und IAEA kommt für 2040 im hohen Nachfrageszenario auf eine rechnerische Versorgungslücke von rund 46.000 Tonnen Uran pro Jahr. Selbst im niedrigeren Szenario fehlen rund 18.000 Tonnen.
Das bedeutet nicht, dass Kernkraftwerken zwangsläufig der Brennstoff ausgeht. Lagerbestände, Sekundärmaterial, Produktionssteigerungen und neue Minen können einen Teil der Lücke schließen. Das eigentliche Problem ist vielmehr die Geschwindigkeit.
Denn Uran ist grundsätzlich ausreichend vorhanden. Mehr als 8 Millionen Tonnen identifizierter Ressourcen gelten zu bestimmten Förderkosten als wirtschaftlich gewinnbar. Doch zwischen der Entdeckung einer Lagerstätte und dem tatsächlichen Produktionsbeginn können 15 bis 20 Jahre liegen.
Neue Reaktoren brauchen neue Minen
Genau hier könnte sich der Uranmarkt in den kommenden Jahren zuspitzen. Bestehende Produzenten können ihre Förderung erhöhen und stillgelegte Minen wieder hochfahren. Gleichzeitig müssen jedoch alternde Lagerstätten ersetzt und zusätzlich zahlreiche neue Reaktoren versorgt werden.
Der Ausbau der Kernenergie erhöht damit den Druck auf die gesamte Lieferkette. Neben Uranförderung gewinnen auch Konversion und Anreicherung strategisch an Bedeutung. Die USA investieren beispielsweise Milliarden in den Ausbau eigener Anreicherungskapazitäten.
Besonders interessant wird dadurch die Pipeline neuer Minenprojekte. Denn die Uranversorgung des Jahres 2040 entscheidet sich nicht erst in den 2030er-Jahren. Projekte müssen heute entdeckt, genehmigt, finanziert und entwickelt werden, damit sie rechtzeitig produzieren können.
Für Anleger könnte genau daraus eine spannende Konstellation entstehen: Steigt der Uranbedarf tatsächlich in Richtung 150.000 Tonnen jährlich, werden sowohl etablierte Produzenten als auch Unternehmen mit großen Entwicklungsprojekten und aussichtsreichen Lagerstätten wichtiger.
Welche drei Uran-Aktien von diesem möglichen langfristigen Versorgungsengpass besonders profitieren könnten, zeigen wir dir nach der Freischaltung.