Atlas Energy Solutions: Diese Sand-Aktie könnte zum Outperformer werden
Proppant-Preise bieten erhebliches Aufwärtspotenzial
Atlas Energy Solutions liefert das sandige Stützmittel Proppant zur Förderung von Öl und Erdgas aus Schieferformationen und bietet zudem Logistikdienstleistungen für Bohrunternehmen im Permian Basin an.
Nach dem starken US-Ölboom 2022 sind die Sandpreise deutlich gefallen. Von mehr als 40 Dollar je Tonne ging es auf zuletzt rund 18 Dollar zurück. Gleichzeitig zieht die Bohraktivität jedoch wieder an. Die Zahl der aktiven Bohranlagen liegt seit Jahresbeginn rund 10 Prozent höher und dürfte mit Blick auf die Hormuskrise weiter steigen. Das könnte die Nachfrage nach Proppantsand in den kommenden Quartalen deutlich erhöhen.
Das Management sieht den Markt bereits als angespannt und will seine günstige Kostenposition nutzen, um bei Neuverträgen höhere Preise durchzusetzen. Eine Rückkehr des Sandpreises auf 25 Dollar je Tonne könnte nach den vorliegenden Berechnungen einen zusätzlichen Margenbeitrag von rund 220 Millionen Dollar ermöglichen. Bei 30 Dollar wären es rund 358 Millionen Dollar.
Kostenstruktur verschafft Atlas einen Vorteil
Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil ist die niedrige Kostenbasis. Atlas Energy Solutions produziert Sand für rund 13 Dollar je Tonne und profitiert zusätzlich vom Dune Express sowie autonomen Lkw.
Damit kann das Unternehmen Transportkosten reduzieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von steigenden Fahrerlöhnen begrenzen. Bei zunehmender Aktivität im Permian Basin dürfte auch das Logistikgeschäft von höheren Transportmengen und besseren Fixkosteneffekten profitieren.
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Bewertung könnte massiv sinken
Auf Basis des aktuellen EBITDA wirkt die Aktie mit rund 25 Mal EBITDA zunächst teuer. Bei einer Erholung des Sandmarktes verändert sich das Bild jedoch deutlich.
Bei einem Sandpreis von 25 Dollar je Tonne würde die Bewertung unter Einbeziehung der übrigen Geschäftsbereiche auf etwa 7,5 Mal EBITDA sinken. Bei 30 Dollar wären es rund 5 Mal.
Zusätzliche Effizienzgewinne durch eine höhere Minenauslastung sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Stromgeschäft sorgt für zusätzliche Dynamik
Neben dem Sandgeschäft entwickelt sich das Stromsegment zu einem wichtigen Wachstumsfeld. Atlas Energy Solutions erwartet bis Jahresende rund 180 bis 200 Megawatt Feldstromkapazität.
Darüber hinaus sind Caterpillar-Motoren mit insgesamt 2 Gigawatt Leistung bestellt, die unter anderem für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren eingesetzt werden sollen. Damit erschließt sich das Unternehmen einen Markt mit deutlich weniger direkter Abhängigkeit vom Ölzyklus.
Überkapazitäten bleiben das größte Risiko
Die wichtigste Unsicherheit bleibt die vorhandene Minenkapazität im Markt. Atlas Energy Solutions arbeitet mit rund 75 Prozent Auslastung, während Wettbewerber teilweise nur etwa 50 Prozent erreichen.
Sollten diese freien Kapazitäten schneller als erwartet reaktiviert werden, könnte dies den Anstieg der Sandpreise begrenzen. Zudem könnten Wettbewerber bei steigenden Mengen stärker von Skaleneffekten profitieren.
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Fazit
Atlas Energy Solutions vereint einen möglichen Erholungsschub im Proppant-Geschäft mit einem schnell wachsenden Stromgeschäft. Steigende Sandpreise, höhere Transportvolumen und die Expansion im Energiebereich könnten dem Unternehmen in den kommenden Jahren eine deutlich breitere Ertragsbasis und der Aktie erhebliches Kurspotenzial verschaffen.
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