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Quelle: ChatGPT

Rheinmetall-Aktie: JPMorgan sieht jetzt ein neues Risiko

Neue Zweifel am Wachstum
Bei Rheinmetall kommt nach der ohnehin schwachen Kursentwicklung jetzt noch Gegenwind von JPMorgan dazu. Die US-Bank hat die Aktie auf „Negative Catalyst Watch“ gesetzt und schaut damit deutlich vorsichtiger auf die kommenden Monate. Vor allem der künftige Produktmix macht den Analysten Sorgen, weil neue Bereiche wie Drohnen und digitale Systeme zwar wachsen, aber womöglich weniger profitabel sind als das klassische Geschäft.

JPMorgan sorgt mit neuer Warnung für Druck

Rheinmetall war in den vergangenen Wochen ohnehin schon angeschlagen. Am Donnerstag rutschte die Aktie zeitweise sogar wieder unter die Marke von 1.000 € und notiert 2026 inzwischen rund -35% im Minus.

Dazu kommt jetzt die neue Einschätzung von JPMorgan. Analyst David Perry hat Rheinmetall auf „Negative Catalyst Watch“ gesetzt, die Einstufung bleibt aber bei „Neutral“. Dahinter steckt die Sorge, dass sich der Produktmix in den kommenden Jahren stärker verändern könnte. Statt klassischer Produkte wie Munition und bemannter Landfahrzeuge soll ein größerer Teil des Geschäfts aus Raketen, Drohnen, digitalen Systemen und autonomen Lösungen kommen.

Das klingt erstmal eigentlich positiv, weil Rheinmetall damit genau in die Bereiche wächst, die bei moderner Kriegsführung immer wichtiger werden. Das Problem liegt eher bei den Margen. Einige der traditionellen Produkte sind für Rheinmetall extrem profitabel, während neue Projekte häufiger über Gemeinschaftsunternehmen laufen. Am Ende könnte also deutlich mehr Umsatz entstehen, ohne dass davon genauso viel Gewinn im Konzern hängen bleibt.

In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.

Der Kapitalmarkttag im November wird damit noch wichtiger

JPMorgan geht deshalb auch mit etwas mehr Skepsis in den Kapitalmarkttag im November. Dort dürfte Rheinmetall genauer zeigen, wie sich der künftige Umsatz auf die verschiedenen Geschäftsbereiche verteilt und welche Margen dabei noch realistisch sind.

Nach dem gewaltigen Auftragsboom der vergangenen Jahre schaut der Markt inzwischen ohnehin stärker darauf, wie schnell Rheinmetall diese Aufträge tatsächlich in Umsatz und Gewinn umwandeln kann. Ein riesiger Auftragsbestand allein reicht der Börse inzwischen nicht mehr ganz so leicht wie noch vor ein oder zwei Jahren.

Dazu kommt, dass die Aktie lange mit sehr hohen Erwartungen bewertet wurde. Wenn sich dann bei Margen, Produktmix oder Umsetzung auch nur kleinere Zweifel einschleichen, reagiert der Kurs entsprechend empfindlich.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 47,23 Milliarden €.

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Fazit

Bei Rheinmetall liegt das Problem gerade nicht bei fehlender Nachfrage, sondern bei den Erwartungen dahinter. JPMorgan macht sich Sorgen, dass der wachsende Anteil neuer Produkte die Margen etwas drücken könnte. Der Kapitalmarkttag im November dürfte deshalb zeigen, ob diese Sorge berechtigt ist oder ob der Markt die Aktie inzwischen schon zu stark abgestraft hat.