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Meta-Aktie +5%: Warum jetzt wieder eine Kaufchance entsteht

Muse sorgt für Schub
Bei Meta kommt heute richtig Kaufdruck rein. Die Aktie liegt zwischenzeitlich mehr als +5% im Plus und steigt damit sogar gegen einen eher schwachen Gesamtmarkt. Der Grund liegt diesmal ziemlich klar bei der neuen KI-Offensive, denn Meta hat mit Muse einen eigenen persönlichen KI-Agenten gestartet und zeigt damit zum ersten Mal etwas konkreter, wie aus den riesigen Investitionen in künstliche Intelligenz irgendwann auch zusätzliches Geschäft entstehen kann.

Muse bringt wieder Fantasie in die Aktie

Muse wurde am 8. September offiziell vorgestellt und geht deutlich weiter als ein klassischer Chatbot. Nutzer können dem Agenten beispielsweise Aufgaben wie Reisebuchungen, E-Mails, Einkäufe oder das Ausfüllen von Formularen überlassen. Muse arbeitet dafür mit verschiedenen Apps zusammen und kann einzelne Aufgaben sogar weiterführen, wenn der Nutzer die Anwendung schon wieder geschlossen hat.

Interessanter ist, dass Meta damit seine KI-Technologie erstmals viel direkter beim Endkunden platziert und gleichzeitig auch ein Bezahlmodell eingebaut hat. Neben einer kostenlosen Version gibt es Abos für 20 und 100 US$ pro Monat. Damit bekommt der Markt zumindest einen ersten Eindruck davon, wie Meta die hohen KI-Ausgaben nicht nur über bessere Werbung, sondern irgendwann auch über neue Produkte wieder reinholen könnte.

Das war zuletzt eine der größeren Sorgen bei der Aktie. Meta will in diesem Jahr zwischen 130 und 145 Milliarden US$ investieren, einen großen Teil davon in KI und Rechenzentren. Solange diese Summen immer weiter steigen, wollen Anleger natürlich irgendwann sehen, was am Ende dabei herauskommt. Mizuho-Analyst Lloyd Walmsley sieht Muse deshalb als wichtigen Schritt, weil das Produkt den Nutzen dieser Investitionen erstmals greifbarer macht.

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Die ersten Nutzerzahlen kommen ebenfalls gut an

Zusätzlich zur Veröffentlichung selbst scheint Muse ordentlich gestartet zu sein. Meta-KI-Chef Alexandr Wang erklärte, dass die Nutzung zum Start über den internen Erwartungen liege. Im US-App-Store gehörte Muse kurz nach dem Start bereits zu den am stärksten trendenden kostenlosen Apps.

Dazu kommt noch eine zweite Meta-Plattform, die inzwischen deutlich größer geworden ist. Threads erreichte im Juni 500 Millionen monatlich aktive Nutzer und Mark Zuckerberg erklärte zuletzt, dass die Plattform seiner Einschätzung nach inzwischen ungefähr auf der Größe von X angekommen sei oder kurz davor stehe.

Für Meta ist das natürlich angenehm, weil neben Instagram, Facebook und WhatsApp damit noch eine weitere Plattform wächst, die langfristig stärker monetarisiert werden kann.

Die hohen KI-Ausgaben sehen damit etwas weniger bedrohlich aus

Hier liegt wahrscheinlich auch der wichtigste Grund für die heutige Kursreaktion. Meta investiert schon länger massiv in KI, bisher stand bei Anlegern aber immer wieder die Frage im Raum, ob sich diese Ausgaben irgendwann wirklich rechnen.

Im Werbegeschäft sieht man den Effekt bereits. Bernstein geht davon aus, dass Meta bis Ende 2026 sogar Google Search beim Werbeumsatz überholen könnte. Im zweiten Quartal wuchsen die Werbeerlöse bei Meta um 27,5%, wobei die Analysten einen großen Teil der Verbesserung auf KI-gestützte Empfehlungen und eine bessere Ausspielung von Werbung zurückführen.

Mit Muse kommt jetzt noch ein Produkt dazu, das direkt beim Nutzer Geld verdienen kann. Das nimmt die Sorgen über die hohen Investitionen natürlich nicht komplett vom Tisch, macht die Geschichte dahinter aber etwas greifbarer.

ℹ️ Meta Platforms in Kürze

  • Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
  • Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
  • Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,63 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 10 der wertvollsten Unternehmen der Welt.

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Fazit

Der heutige Anstieg kommt nicht nur aus allgemeiner KI-Euphorie. Mit Muse hat Meta ein Produkt vorgestellt, das die eigene KI erstmals ziemlich konkret mit einem neuen Geschäftsmodell verbindet und die ersten Nutzungszahlen scheinen ebenfalls ordentlich zu sein. Nach einem Sprung von mehr als +5% wären kurzfristige Gewinnmitnahmen natürlich nichts Besonderes. Für die Aktie ist aber viel wichtiger, ob Meta in den kommenden Monaten zeigen kann, dass Muse tatsächlich genutzt wird und sich daraus ein größeres Geschäft entwickelt. Wenn das klappt, würden die enormen KI-Ausgaben plötzlich deutlich leichter zu rechtfertigen sein.