Commerzbank-Aktie: Wie tief reicht die Verschnaufpause?
Übernahmepoker geht in die nächste Runde
Am 14. September soll Bundesfinanzminister Lars Klingbeil erstmals direkt mit UniCredit-Chef Andrea Orcel über die Zukunft der Commerzbank sprechen. Der Bund hält weiterhin etwas mehr als 12% der Anteile und hatte sich einer Übernahme bislang klar entgegengestellt. Dass es nun erstmals zu direkten Gesprächen kommt, ist deshalb ein bemerkenswerter Schritt und könnte die seit Monaten laufende Übernahmespekulation in eine neue Phase führen.
Mein Kollege Rudolf Schneider beschäftigt sich in seiner aktuellen Einordnung zur Frage nach dem möglichen Endspiel im Übernahmepoker ausführlich mit den denkbaren Szenarien. Aus seiner Sicht geht es zunehmend weniger darum, ob es zu einer Übernahme kommt, sondern vielmehr darum, unter welchen Bedingungen diese umgesetzt werden könnte. Für zusätzliche Unterstützung sorgt die operative Entwicklung: Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Commerzbank ein Rekordergebnis und bestätigte ihren Jahresausblick.
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Die Signallage

Quelle Chart: stock3
In meiner letzten Analyse zur laufenden Übernahmespekulation und dem möglichen Ausbruch hatte ich oberhalb von 39,62 € weiteres Potenzial herausgestellt. Tatsächlich kletterte die Aktie anschließend bis auf 41,05 €. Mein bevorzugtes blaues Szenario sieht nun zunächst einen gesunden Rücklauf in den Bereich um 38,77 € beziehungsweise an die untere Begrenzung des bestehenden Aufwärtstrendkanals vor. Drehen die Käufer dort wieder auf, dürfte zunächst 41,05 € erneut getestet werden. Ein Ausbruch darüber würde Spielraum bis etwa 42 € und anschließend zum übergeordneten Ziel bei 44,29 € eröffnen.
Kritischer würde die Lage erst bei einem nachhaltigen Rückfall unter 37,17 €. Damit wäre nicht nur die kurzfristige Unterstützungsstruktur beschädigt, sondern auch der etablierte Aufwärtstrend zunehmend gefährdet. In diesem Fall dürfte zunächst 35,54 € angelaufen werden. Fällt auch diese Marke, wäre ein größerer Rücksetzer bis 32,97 € einzuplanen. Noch spricht die aktuelle Struktur jedoch eher für eine Konsolidierung innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends als für dessen Ende.
ℹ️ Commerzbank in Kürze
- Die Commerzbank (WKN: CBK100) ist eine Universalbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Gemessen an der Bilanzsumme ist sie das viertgrößte Geldhaus Deutschlands.
- Das Bankinstitut betreut rund elf Millionen Privat- und Firmenkunden in Deutschland und Europa und besitzt mit rund 400 Filialen eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken.
- Die Aktie ist im DAX gelistet, an der Börse ist die Commerzbank derzeit aktuell mit rund 43 Milliarden € bewertet.
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Fazit
Die Commerzbank-Aktie darf sich nach der starken Rally durchaus eine Verschnaufpause gönnen. Mein bevorzugtes Szenario sieht einen kontrollierten Rücklauf bis etwa 38,77 € beziehungsweise an die untere Trendkanalbegrenzung vor, bevor die Bullen einen neuen Angriff auf 41,05 € starten. Oberhalb davon bleiben rund 44,29 € das übergeordnete Ziel. Erst unter 37,17 € würde aus dem gesunden Rücklauf ein ernsthafteres Warnsignal.
Dabei bemerkt: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.