Kupfer steht vor einer ungewöhnlichen Ausgangslage: Die Preise notieren nahe historischer Höchststände, während gleichzeitig die Nachfrage weiter steigt. Besonders der weltweite KI-Boom entwickelt sich dabei zu einem überraschend wichtigen Treiber. Denn hinter jeder neuen Rechenzentrale steckt nicht nur enorme Rechenleistung, sondern auch jede Menge Metall.
KI macht Kupfer zum Engpass
Der Ausbau von KI- und Cloud-Infrastruktur ist ausgesprochen materialintensiv. Nach Analysen der Bank of America werden für jedes zusätzliche Megawatt Rechenzentrumskapazität rund 60 bis 75 Tonnen Metall benötigt. Ein großer Teil davon entfällt auf die technische Infrastruktur: Stromschienen, Transformatoren, Kabel, Batteriesysteme und Kühlanlagen.
Kupfer spielt dabei eine Schlüsselrolle. Seine hervorragende elektrische Leitfähigkeit macht das Metall für die Stromversorgung von Rechenzentren praktisch unverzichtbar. Schätzungen zufolge könnten KI-Rechenzentren bis 2030 rund zwei Prozent der weltweiten Kupfernachfrage ausmachen. Gleichzeitig werden weltweit Stromnetze modernisiert und erweitert – ein weiterer struktureller Nachfragetreiber.
Auch die Elektrifizierung spricht für Kupfer. Elektrofahrzeuge benötigen deutlich mehr des Metalls als klassische Verbrenner. Dazu kommen Investitionen in erneuerbare Energien, Netzausbau und Verteidigung.
Das Angebot kommt kaum hinterher
Noch spannender wird die Story auf der Angebotsseite. Die Erzgehalte bestehender Minen sinken seit Jahren. Gleichzeitig können neue Projekte nicht einfach kurzfristig hochgefahren werden. Von der Entdeckung einer Lagerstätte bis zur kommerziellen Produktion können 15 Jahre oder mehr vergehen.
Damit trifft strukturell steigende Nachfrage auf ein schwer ausweitbares Angebot. Für Anleger könnte daraus ein langfristiger Megatrend entstehen. Denn wenn Kupfer tatsächlich zum strategischen Engpass der Elektrifizierung und des KI-Ausbaus wird, dürften vor allem Produzenten mit attraktiven Lagerstätten und wachsender Förderung profitieren.
Welche drei Kupfer-Aktien jetzt besonders interessant sein und bei einer Fortsetzung des Preisbooms überproportional profitieren könnten, zeigen wir dir nach der Freischaltung.
Diese Aktien könnten profitieren.
Vale baut sein Kupfergeschäft deutlich aus und will die Produktion langfristig erhöhen. Steigende Kupferpreise könnten dabei sowohl bestehende Mengen als auch neue Projekte attraktiver machen.
Southern Copper gehört zu den weltweit bedeutenden Kupferproduzenten und plant weiteres Produktionswachstum. Höhere Kupferpreise könnten bei steigenden Fördermengen einen starken Ergebniseffekt erzeugen.
BHP erwartet langfristig stark steigende Kupfernachfrage durch Digitalisierung und Energiewende. Gleichzeitig investiert der Konzern massiv in den Ausbau seiner Kupferproduktion.
Zur Analyse vom 17. Feb. 2026 →