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Airbus-Aktie: Abflug in Richtung neuer Kursrekorde?

Im Aufwind
Redaktion
Die Airbus-Aktie profitiert von einer Entwicklung, auf die Investoren seit Monaten gewartet haben: Der europäische Flugzeugbauer erhöht seine Auslieferungen spürbar und kommt seinem Jahresziel Schritt für Schritt näher. Gleichzeitig bleibt der außergewöhnlich hohe Auftragsbestand ein wichtiger Wachstumstreiber, auch wenn die Lieferkette weiterhin nicht vollständig reibungslos funktioniert.

Im Juni verbuchte Airbus 71 Bestellungen im Listenwert von rund 5,1 Milliarden US-Dollar. Knapp drei Viertel entfielen auf die A320neo-Familie, während vor allem SAS mit einer Bestellung über 18 A330-900 zu den größten Einzelkunden zählte. Nach zwölf Stornierungen verblieben 59 Nettoaufträge im Wert von rund 4,5 Milliarden US-Dollar.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Nettoaufträge auf 821 Flugzeuge mit einem Listenwert von 52,1 Milliarden US-Dollar und liegen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 402 Bestellungen. Trotz anhaltender Lieferverzögerungen bleibt die Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen damit unverändert hoch.

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Auslieferungen gewinnen deutlich an Dynamik

Im Juni lieferte Airbus insgesamt 89 Verkehrsflugzeuge aus und erreichte damit einen geschätzten Listenwert von rund 5,5 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 82 Maschinen auf Schmalrumpfflugzeuge und sieben auf Großraumjets.

Den größten Anteil stellte erneut die A320neo-Familie mit 73 ausgelieferten Flugzeugen, darunter 34 A320neo und 39 A321neo. Hinzu kamen neun A220-300 sowie sieben A350, bestehend aus sechs A350-900 und einer A350-1000.

Im Vergleich zum Mai stiegen die Auslieferungen um acht Flugzeuge. Das Wachstum wurde vor allem durch die höhere Produktion der A320neo-Familie getragen, während bei der A220 und den Großraumflugzeugen etwas weniger Maschinen ausgeliefert wurden.

In den ersten sechs Monaten des Jahres übergab Airbus insgesamt 351 Flugzeuge an seine Kunden. Im Vorjahreszeitraum waren es 306 Maschinen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei der A320neo-Familie mit 39 zusätzlichen Auslieferungen aus. Auch die Programme A220 und A350 legten zu, während die Auslieferungen der A330 leicht zurückgingen.

Jahresziel rückt in greifbare Nähe

Für das Gesamtjahr strebt Airbus 870 Auslieferungen an, was einem Wachstum von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach einem schwachen Jahresauftakt deutet der jüngste Auslieferungsanstieg darauf hin, dass der Konzern wieder besser auf Kurs liegt. Im bisherigen Jahresverlauf liegen die Auslieferungen rund 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich die monatlichen Auslieferungen kontinuierlich erhöht haben, ohne den sonst häufig zu beobachtenden starken Quartalsendspurt mit anschließendem Rückgang. Dies spricht für eine allmähliche Stabilisierung der Lieferkette und eine gleichmäßigere Produktionsentwicklung, auch wenn der Großteil der Auslieferungen weiterhin in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird.

Das Verhältnis von Auftragseingang zu Auslieferungen lag im Juni bei 0,8 auf Stückzahlbasis beziehungsweise 0,9 auf Wertbasis. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Wert von 2,5. Damit wächst der Auftragsbestand trotz steigender Auslieferungen weiter.

Produktionsfortschritte stärken die Perspektiven

Für Airbus steht derzeit weniger die Gewinnung neuer Aufträge als vielmehr deren fristgerechte Abarbeitung im Mittelpunkt. Der Auftragsbestand reicht bereits für viele Jahre Produktion aus. Entscheidend wird daher sein, ob der Konzern die Verbesserung seiner Lieferkette fortsetzen und die Produktionsraten nachhaltig steigern kann. Die zuletzt deutlich steigenden Auslieferungen sprechen dafür, dass sich die operative Situation zunehmend stabilisiert und damit auch die Grundlage für weiteres Gewinnwachstum verbessert.

ℹ️ Airbus in Kürze

  • Die Airbus SE (WKN: 938914) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern.
  • Neben Boeing ist Airbus der weltweit größte Flugzeugbauer.
  • Der multinationale europäische Konzern hat seine Zentrale im französischen Toulouse, besitzt jedoch in ganz Europa etwa 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorte.
  • Airbus ist Mitglied im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 und ca. 165 Milliarden € wert.

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Redaktion

Fazit

Airbus zeigt nach einem schwachen Jahresbeginn deutliche Fortschritte bei den Auslieferungen und arbeitet sich wieder in Richtung seiner Jahresziele vor. Gelingt es dem Konzern, die Lieferketten weiter zu stabilisieren, dürfte der enorme Auftragsbestand die Geschäftsentwicklung und damit auch die langfristigen Perspektiven der Aktie stützen. Das Allzeithoch von 221,25 € erscheint bereits zum Greifen nah.

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