Berkshire Hathaway-Aktie: Das „Geheimnis“ hinter dem Alphabet-Kauf
Warren Buffett: Offenbar der Architekt bei Alphabet
Wie Warren Buffett selbst im Rahmen eines aktuellen Interviews mit CNBC bestätigte, habe er den Kauf von Alphabet initiiert. Greg Abel dürfte dann, wenn, den Ausbau der Position im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde von Alphabet über 10 Milliarden US$ geleitet haben.
Buffett selbst bestätigte aber auch, dass er nicht mehr der Entscheider bei Berkshire Hathaway sei. Diese Aufgabe fiele nun vollständig Greg Abel zu. Er befände sich aber weiterhin in einem beständigen Austausch mit dem neuen CEO. Das Orakel von Omaha tue nichts, was Greg Abel nicht gutheiße und bestätige. Gleichwohl würde der neue CEO keinen Schritt unternehmen, den Warren Buffett nicht abgesegnet habe.
Damit hat Warren Buffett bei Berkshire Hathaway einen Fehler revidiert, den er selbst zugegeben hat: Alphabet und die heutigen Tech-Schwergewichte nicht zu kaufen. Eine würdige letzte Amtshandlung? Die Zeit wird es zeigen.
Was das für Berkshire Hathaway bedeutet
Die Aussagen von Warren Buffett bedeuten eine Menge für Berkshire Hathaway. Sie zeigen, dass das Orakel von Omaha sich noch nicht so ganz von den Investitionen loslösen kann. Vermutlich auch aus eigenen Beweggründen: Sein Vermögen von derzeit 147 Milliarden US$ steckt weiterhin primär in dem Konglomerat, das er aufgebaut hat. Wir als Investoren bekommen dadurch ein Gespür dafür, wie seine neue Rolle als Berater aussieht. Offenbar sehr aktiv.
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Das sind meiner Meinung nach gute Nachrichten. Denn viele Investoren fürchten, dass mit einem neuen CEO allmählich die DNA von Warren Buffett aus dem Konglomerat schwinden könnte. Das passiert offensichtlich nicht so schnell, wie zunächst gedacht. Bei wichtigen Entscheidungen, so wie bei Alphabet, bleibt der frühere CEO noch immer am Ball, wenn auch nicht als finaler Entscheider.
Es sagt auch eine Menge über Alphabet aus
Der Kauf von Warren Buffett ist aber ebenso aussagekräftig für die Alphabet-Aktie. Der Starinvestor investierte ungern in Tech-Aktien. Selbst Apple bezeichnete er als Konsumgüterhersteller, da die iPhones sich auf eine tiefe Weise in den Alltag der Verbraucher intergriert haben.
Ähnliches dürfte auch für Alphabet gelten. Mit Google besitzt der Tech-Konzern nicht nur einen Marktanteil von über 90%. Jeden Tag gibt es Milliarden von Suchanfragen. Genauso gibt es Milliarden an Stunden, die Verbraucher auf YouTube verbringen und mit Android kontrolliert Alphabet rund 73% des Marktes für Betriebssysteme von Smartphones. Es gibt daher viele Ansatzpunkte, wie der frühere Google-Konzern sich zu einem Tech-Konsum-Konzern ausgedehnt hat. Selbst wenn Künstliche Intelligenz (KI) oder auch die Cloud vermutlich nicht das Steckenpferd von Warren Buffett darstellen.
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Dabei bleibt Warren Buffett, trotz der Tech-Reise, seinem Ansatz treu: Er kauft gerne Qualität, Marktführer und Geschäfte mit Wettbewerbsvorteilen, die gute Gewinne erwirtschaften. Alphabet zeigte erst mit den Zahlen für das zweite Quartal und einem Nettoergebnis von über 112 Milliarden US$, wie profitabel man ist.
ℹ️ Alphabet in Kürze
- Alphabet Inc. (WKN: A14Y6H) ist eine im kalifornischen Mountain View ansässige Holding und Muttergesellschaft der weltgrößten Suchmaschine Google.
- Neben Google betreibt Alphabet auch die Videoplattform YouTube und ein Cloud-Business. Zudem gehören zahlreiche Venture-Unternehmen, wie beispielsweise DeepMind und Waymo, zur Holding.
- Alphabet ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500. Der Konzern wird zu den sogenannten „Big Five“ der Technologieindustrie gezählt und ist aktuell rund 4,1 Billionen US$ wert.
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Fazit
Berkshire Hathaway bleibt ein Basisinvestment. Mit dem neuen CEO begann zwar ein neues Kapital. Warren Buffett bleibt aber in seinem Lebenswerk involviert. Gute Nachrichten, wie die jüngsten Meldungen zum Alphabet-Deal zeigen. Die spannendere Perspektive ergibt sich hingegen für den Google-Mutterkonzern. Warren Buffett erkennt die Stärke nicht nur an, sondern investierte mit einer seiner letzten Amtshandlungen. Das unterstreicht ein weiteres Mal, welche Strahlkraft der Konzern hat. Das im Zusammenspiel mit den führenden Positionen in seinen Kernmärkten macht die Aktie ebenfalls aus unternehmensorientierter Sicht attraktiv.