SpaceX-Aktie: Musk attacktiert Shortseller – folgt jetzt die Kursexplosion?
Musk greift Leerverkäufer frontal an
Mit einem Beitrag auf der Plattform X hat Elon Musk die Spekulationen gegen SpaceX deutlich kommentiert. Nach seiner Einschätzung sei die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Investoren, die dauerhaft auf fallende Kurse der SpaceX-Aktie setzen, erfolgreich sein werden. Gleichzeitig bekräftigte Musk seine langfristige Vision, wonach SpaceX eines Tages einen höheren Unternehmenswert erreichen könne als die gesamte Wirtschaft der Erde, sofern das Unternehmen seine ambitionierten Ziele verwirkliche.
Die Aussagen treffen auf einen Markt, in dem die Skepsis gegenüber der Bewertung des Raumfahrtkonzerns zuletzt erheblich zugenommen hat.
Übrigens: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.
Leerverkäufer bauen Milliardenposition aus
Nach Schätzungen des Analysehauses S3 Partners sind inzwischen rund 206 Millionen SpaceX-Aktien leerverkauft. Das entspricht etwa 32 Prozent des frei handelbaren Aktienbestands und einem Gesamtvolumen von rund 25 Milliarden US-Dollar.
Bemerkenswert ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der diese Positionen aufgebaut wurden. Noch vor einer Woche lag die geschätzte Zahl der leerverkauften Aktien bei rund 185 Millionen. Vor etwa einem Monat waren es lediglich rund 40 Millionen. Damit hat sich die Wette gegen SpaceX innerhalb weniger Wochen vervielfacht.
Nach einer Serie von sieben Verlusttagen konnte sich die Aktie zuletzt zwar um rund drei Prozent erholen und schloss bei 123,54 US-Dollar. Ob dies bereits der Beginn einer nachhaltigen Gegenbewegung oder lediglich eine kurzfristige Eindeckung einzelner Short-Positionen war, bleibt allerdings offen.
Quartalszahlen werden zum ersten Härtetest
Im Mittelpunkt steht nun der 4. August. An diesem Tag wird SpaceX nach Börsenschluss erstmals Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen veröffentlichen.
Für Investoren besitzt dieser Termin besondere Bedeutung. Erstmals erhalten sie einen detaillierten Einblick in die Finanzentwicklung des Unternehmens seit dem Börsengang im Juni. Kurz nach der Veröffentlichung laufen zudem die ersten Haltefristen für Insider aus. Dadurch könnten zusätzliche Aktien auf den Markt gelangen und das Angebot deutlich erhöhen.
Bewertung bleibt der größte Streitpunkt
Der Kursverlauf seit dem Börsengang verdeutlicht die Unsicherheit der Anleger. SpaceX startete zu einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar, erreichte zwischenzeitlich ein Hoch von 225,64 US-Dollar und fiel zuletzt bis auf knapp 120 US-Dollar zurück.
Operativ entwickelt sich das Unternehmen weiterhin dynamisch. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte SpaceX einen Umsatz von rund 19 Milliarden US-Dollar und steigerte die Erlöse damit um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dennoch bleibt die Bewertung außergewöhnlich anspruchsvoll. Die Börsenbewertung liegt derzeit bei über 1,6 Billionen US-Dollar. Das entspricht einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von mehr als 80. Gleichzeitig schreibt das Unternehmen weiterhin hohe Verluste. Genau an diesem Punkt scheiden sich die Meinungen der Marktteilnehmer. Während Optimisten vor allem das langfristige Wachstumspotenzial sehen, argumentieren Skeptiker, dass ein erheblicher Teil dieser Erwartungen bereits im Aktienkurs enthalten sei.
Kommt es tatsächlich zum Short Squeeze?
Die hohe Short-Quote weckt zwangsläufig Erinnerungen an frühere spektakuläre Short Squeezes. Allerdings reicht eine große Zahl leerverkaufter Aktien allein nicht aus, um eine solche Entwicklung auszulösen.
Ein Short Squeeze entsteht in der Regel dann, wenn Leerverkäufer ihre Positionen unter Zeitdruck eindecken müssen und gleichzeitig nur wenige frei verfügbare Aktien am Markt vorhanden sind. Positive Unternehmensnachrichten oder deutlich bessere Geschäftszahlen können einen solchen Prozess erheblich beschleunigen.
Bei SpaceX spricht die hohe Short-Quote grundsätzlich für dieses Szenario. Gleichzeitig gibt es jedoch einen wichtigen Gegenfaktor. Der frei handelbare Aktienbestand dürfte nach Ablauf der Haltefristen deutlich steigen. Mehr verfügbare Aktien erleichtern Leerverkäufern sowohl das Ausleihen als auch das spätere Zurückkaufen der Papiere. Dadurch sinkt der technische Druck, der für einen klassischen Short Squeeze erforderlich wäre.
Kommende Wochen dürften entscheidend werden
Ob Elon Musk mit seiner Warnung an die Leerverkäufer recht behält, dürfte sich schon in den kommenden Wochen zeigen. Sollten die ersten Quartalszahlen die hohen Erwartungen übertreffen, könnte die starke Short-Position kurzfristig für erhebliche Kursschwankungen sorgen.
Unabhängig davon bleibt die langfristige Bewertung das zentrale Thema. SpaceX wächst zwar weiterhin mit hohem Tempo und verfügt über attraktive Zukunftsmärkte im Bereich Raumfahrt und Satellitenkommunikation. Gleichzeitig verlangt die aktuelle Marktkapitalisierung den Nachweis, dass sich dieses Wachstum über viele Jahre hinweg fortsetzen lässt und sich die Profitabilität deutlich verbessert.
ℹ️ SpaceX in Kürze
- SpaceX (kurz für Space Exploration Technologies) (WKN: A42D4F) ist ein 2002 von Elon Musk gegründeter Raumfahrt- und Technologiekonzern mit Sitz in Hawthorne in Kalifornien.
- Langfristiges Ziel des Konzerns ist es, die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies zu machen und eine dauerhafte Kolonie auf dem Mars zu errichten.
- Das Geschäftsmodell von SpaceX beruht auf den drei Säulen Transport und Raketentechnologie, Satelliteninternet (Starlink) und KI-Infrastruktur (xAI).
- SpaceX betreibt nicht nur das größte Satellitennetzwerk der Erde, sondern plant auch gigantische orbitale KI-Rechenzentren.
- Gründer und CEO Elon Musk kontrolliert auch nach dem Börsengang im Juni 2026 42% des Kapitals und 84% der Stimmrechte.
- SpaceX notiert an der Technologiebörse Nasdaq und wird in Kürze in den Nasdaq 100-Index aufgenommen. Mit einem Börsenwert von 1,62 Billionen US$ ist es das siebtwertvollste Unternehmen der Welt.
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Fazit
Der 4. August dürfte für die SpaceX-Aktie zum wichtigsten Termin seit dem Börsengang werden. Während Elon Musk den Leerverkäufern eine düstere Zukunft prognostiziert, werden letztlich die Geschäftszahlen darüber entscheiden, ob die Milliardenwetten gegen den Raumfahrtkonzern aufgehen oder ob tatsächlich die Voraussetzungen für einen kräftigen Kurssprung geschaffen werden.
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