Meta-Aktie +6,8%: Jetzt zurück auf 785 US$?
Meta Platforms: Dieses KI-Modell treibt die Erholung
Einen wesentlichen Teil der Wochenrallye steuerte die Aktie am Donnerstag bei. Nach der Veröffentlichung von Muse Spark 1.3 gewann sie zeitweise rund +3,7%. Das Modell soll vor allem beim Programmieren und bei sogenannten agentischen Aufgaben Fortschritte erzielt haben, die eine KI mit weniger menschlicher Unterstützung ausführt.
Auf verschiedenen Leistungstests soll Muse Spark 1.3 mit Modellen von OpenAI und Anthropic mithalten können. Metas KI-Chef Alexandr Wang bezeichnete die Technologie als Grundlage für künftige persönliche Assistenten. Das stärkt die Hoffnung, dass Meta technologisch nicht dauerhaft hinter seinen finanzstarken Konkurrenten zurückbleibt.
Unmittelbar hohe Erlöse erzeugt das neue Modell allerdings noch nicht. Entscheidend wird sein, ob Meta daraus Produkte entwickelt, die Milliarden Menschen tatsächlich nutzen. Genau dafür besitzt der Konzern mit Facebook, Instagram, WhatsApp und seinen Hardwareprodukten einen gewaltigen Vertriebsvorteil.
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Jetzt rücken die KI-Brillen in den Mittelpunkt
Der nächste mögliche Kurstreiber wartet bereits am 23. und 24. September. Auf der diesjährigen Meta Connect will der Konzern neue Entwicklungen bei künstlicher Intelligenz, KI-Brillen und Virtual Reality präsentieren. CEO Mark Zuckerberg hält am ersten Tag die zentrale Präsentation.
Insbesondere die Brillen entwickeln sich von einem kostspieligen Experiment zu einem ernst zu nehmenden Produktgeschäft. EssilorLuxottica verkaufte 2025 mehr als 7 Millionen Ray-Ban-Meta- und Oakley-Meta-Brillen. Im zweiten Quartal 2026 haben sich die damit erzielten Erlöse annähernd verdoppelt.
Damit könnte Meta erstmals eine realistische Chance besitzen, neben Apple und Google eine eigene bedeutende Hardwareplattform aufzubauen. Eine alltagstaugliche Brille wäre zugleich ein idealer Zugang zu einem persönlichen KI-Assistenten, der sehen und hören kann, was sein Nutzer gerade tut.
Noch ist das Geschäft gemessen an Metas Quartalsumsatz von zuletzt 60,8 Milliarden US$ klein. Außerdem teilt sich der Konzern die Erlöse mit EssilorLuxottica. Datenschutzbedenken rund um Kameras und Mikrofone könnten die Verbreitung ebenfalls begrenzen.
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785 US$ sind bei Meta Platforms auch das Analystenziel
Auffällig ist, dass das durchschnittliche Analystenziel derzeit bei rund 785 US$ liegt – und damit nahezu exakt auf Höhe des früheren Rekords. Die Schätzungen reichen von 595 bis 1.000 US$. Vom aktuellen Kurs aus verspricht der Konsens somit etwa +27% Potenzial.
Fundamental erscheint eine Rückkehr zum Hoch erreichbar. Meta erwartet für das dritte Quartal Erlöse zwischen 61 und 64 Milliarden US$. Das entspräche trotz der bereits hohen Vergleichsbasis einem Wachstum von ungefähr +23 bis +29%.
Für eine dauerhafte Neubewertung muss das Unternehmen allerdings zeigen, dass Muse Spark, persönliche KI-Assistenten und die Brillen mehr als technische Demonstrationen sind. Die Connect-Veranstaltung dürfte deshalb wesentlich wichtiger werden als die zurückliegenden fünf starken Handelstage.
ℹ️ Meta Platforms in Kürze
- Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
- Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
- Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
- Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,40 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 10 der wertvollsten Unternehmen der Welt.
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Fazit
Die Erholung der Meta-Aktie ist angesichts des neuen KI-Modells und der starken Nachfrage nach den Brillen nachvollziehbar. Eine Rückkehr auf 785 US$ halte ich bei anhaltendem Wachstum für realistisch. Ob daraus eine neue Rekordrallye wird, entscheidet sich jedoch daran, ob Meta seine KI-Produkte sichtbar monetarisieren kann.