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UBS-Aktie nach Zahlen: Weitere Kurstreiber in Sicht?

Banktitel bleibt attraktiv
Redaktion
Die UBS-Aktie präsentiert sich nach den jüngsten Quartalszahlen trotz einer starken Kursrallye im Vorfeld widerstandsfähig und profitiert von einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm. Trotz gemischter Ergebnisse sprechen die Wachstumsaussichten, die solide Kapitalausstattung und die Bewertung weiterhin für ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

Die UBS hat für das zweite Quartal gemischte Ergebnisse vorgelegt. Der Gewinn je Aktie nach GAAP belief sich auf 0,87 US-Dollar und lag damit unter den Analystenschätzungen von 0,97 US-Dollar. Der Umsatz erreichte dagegen 13,7 Milliarden US-Dollar und übertraf die Erwartungen deutlich. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Plus von 13 Prozent. Der Vorsteuergewinn lag bei 3,6 Milliarden US-Dollar, während die Rendite auf das harte Kernkapital 15,4 Prozent erreichte.

Die Börsenreaktion fiel verhalten aus. Die Aktie bewegte sich nach Veröffentlichung der Zahlen kaum, obwohl der Optionsmarkt im Vorfeld deutlich stärkere Kursschwankungen eingepreist hatte.

Starkes operatives Geschäft sorgt für Rückenwind

Operativ verlief das Quartal insgesamt erfreulich. Der Nettogewinn erreichte 2,8 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Vorsteuergewinn auf 3,9 Milliarden US-Dollar kletterte und damit im Jahresvergleich um 45 Prozent zulegte. Die bereinigte Eigenkapitalrendite auf das harte Kernkapital stieg auf 16,4 Prozent, während sich die Cost-Income-Ratio auf 70 Prozent belief.

Besonders positiv entwickelte sich das verwaltete Vermögen, das auf 7,3 Billionen US-Dollar anwuchs. Im Bereich Global Wealth Management flossen netto 36 Milliarden US-Dollar an neuen Kundengeldern zu. Die Vermögensverwaltung verzeichnete weitere Nettozuflüsse von 6,3 Milliarden US-Dollar. Auch das Investmentbanking überzeugte mit einem Umsatzwachstum von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Integration der Credit Suisse schreitet weiter voran

Die Integration der Credit Suisse verläuft nach Angaben des Managements weiterhin planmäßig und soll bis Ende des Jahres im Wesentlichen abgeschlossen sein. Bis Ende Juni wurden bereits jährliche Bruttokosteneinsparungen von 12,6 Milliarden US-Dollar realisiert. Bis Jahresende soll dieser Wert auf rund 13,5 Milliarden US-Dollar steigen.

Auch die Kapitalausstattung bleibt komfortabel. Die harte Kernkapitalquote auf Basis der Verschuldungsquote lag bei 4,4 Prozent und unterstreicht die finanzielle Stabilität der Bank.

Milliardenprogramm für Aktienrückkäufe stärkt das Vertrauen

Ein wesentlicher Kurstreiber bleibt das angekündigte Aktienrückkaufprogramm. UBS plant, das laufende Programm mit einem Gesamtvolumen von 3 Milliarden US-Dollar bis zum zweiten Quartal 2027 vollständig umzusetzen.

Gleichzeitig dürften sich die Profitabilität und die Kapitalrenditen weiter verbessern. Sämtliche wesentlichen Geschäftsbereiche, darunter Investment Banking, Wealth Management sowie die Non-Core- und Legacy-Einheiten, lieferten überzeugende Ergebnisse.

Gewinnwachstum könnte Bewertung rechtfertigen

Für die kommenden Jahre erwarten Analysten eine deutliche Gewinnsteigerung. Bis 2028 könnte der Gewinn je Aktie nach GAAP auf mehr als 4,50 US-Dollar steigen. Zudem wurden in den vergangenen drei Monaten mehrere Analystenempfehlungen angehoben, während es keine Herabstufungen gab.

Auf Basis eines erwarteten Gewinns je Aktie von 4,14 US-Dollar für 2027 und eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 15 ergibt sich ein theoretischer fairer Wert von rund 62 US-Dollar je Aktie. Trotz eines im europäischen Bankensektor vergleichsweise höheren Kurs-Buchwert-Verhältnisses erscheint die Bewertung angesichts der Wachstumsdynamik weiterhin attraktiv.

Diese Risiken sollten Anleger im Blick behalten

Zu den wichtigsten Risiken zählen schwächere Aktien- und Anleihemärkte, die insbesondere das provisionsabhängige Wealth-Management-Geschäft belasten könnten. Hinzu kommen mögliche Belastungen durch stärkere Währungsschwankungen sowie langfristig sinkende Zinsen, die auf die Ertragskraft drücken könnten.

Darüber hinaus bleiben regulatorische Vorgaben und mögliche Änderungen bei den Kapitalanforderungen in Europa ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.

Nächste Quartalszahlen als wichtiger Termin

Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal wird derzeit für den 28. Oktober 2026 erwartet. Bis dahin sind keine weiteren bedeutenden Unternehmensereignisse absehbar, die voraussichtlich größere Kursschwankungen auslösen dürften.

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Chartbild spricht weiterhin für steigende Kurse

Auch aus charttechnischer Sicht bleibt die Ausgangslage positiv. Die Aktie befindet sich seit Anfang 2025 in einem stabilen Aufwärtstrend mit einer Serie höherer Hochs und höherer Tiefs. Der langfristige 200-Tage-Durchschnitt zeigt weiter nach oben und bestätigt den intakten Haupttrend.

Zusätzlich bewegt sich der Relative-Stärke-Index weiterhin im positiven Bereich, was auf anhaltende Kaufdynamik hindeutet. Aus charttechnischer Sicht ergibt sich daraus ein mögliches Kursziel im Bereich von 62 US-Dollar. Eine bedeutende langfristige Unterstützungszone verläuft erst deutlich tiefer im Bereich von rund 35 US-Dollar.

ℹ️ UBS in Kürze

  • Die schweizerische UBS Group AG ist ein weltweit agierendes Finanzdienstleistungs-Unternehmen mit Schwerpunkten im Asset Management, im Investment-Banking sowie im Private-Banking.
  • Neben dem Hauptsitz in Zürich ist der Bankkonzern ist in über 50 Ländern sowie an allen bedeutenden Finanzplätzen präsent.
  • Im März 2023 erfolgte die Not-Übernahme der angeschlagenen Credit Suisse (CS), die Integration ist schon weit fortgeschritten.
  • Das an der Schweizer Börse SIX notierte Unternehmen wird aktuell mit 139 Milliarden SFR bewertet.

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Redaktion

Fazit

Die UBS verbindet eine solide Bilanz, anhaltendes Gewinnwachstum und ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm mit einer im Branchenvergleich weiterhin attraktiven Bewertung. Bleibt das operative Momentum erhalten und verläuft die Integration der Credit Suisse wie geplant, bestehen gute Chancen auf weiteres Kurspotenzial. Mit einer Dividendenrendite von rund 2,1 Prozent bietet das Papier zudem eine höhere Ausschüttung als der S&P 500.

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