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Quelle: ChatGPT

Micron-Aktie: Speicherpreise liefern weiter kräftig Rückenwind

Speicher bleiben knapp
Bei Micron läuft die Speicherstory weiter auf Hochtouren. Vor allem DRAM und HBM bleiben knapp, während die Nachfrage aus Rechenzentren weiter hoch ist. Das treibt die Preise nach oben und beschert Micron Margen, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wären.

DRAM bleibt knapp und die Preise ziehen weiter an

Der Speichermarkt hat sich in den vergangenen Monaten komplett gedreht. Besonders deutlich sieht man das bei DRAM. Laut TrendForce stieg der Umsatz der gesamten DRAM-Branche im zweiten Quartal um 59,5% gegenüber dem Vorquartal auf knapp 155 Milliarden US$. Bei Server-DRAM legten die durchschnittlichen Vertragspreise sogar um 53 bis 58% zu.

Dahinter steckt vor allem die enorme Nachfrage aus dem KI-Bereich. Rechenzentren brauchen immer mehr Speicher für Training und Inference, gleichzeitig verschieben Samsung, SK Hynix und Micron einen größeren Teil ihrer Produktion in Richtung HBM und Server-DRAM. Für klassische Speicherprodukte bleibt dadurch weniger Kapazität übrig.

Das hält die Preise hoch. Für das dritte Quartal erwartet TrendForce bei klassischem DRAM zwar nicht mehr dieselben Sprünge wie zuvor, trotzdem sollen die Vertragspreise nochmal um 13 bis 18% steigen. Bei NAND werden 10 bis 15% erwartet.

Für Micron ist das ein ziemlich angenehmes Umfeld. Das Unternehmen schiebt seinen Produktmix ohnehin immer stärker in Richtung höhermargiger Serverprodukte und profitiert damit nicht nur von mehr Nachfrage, sondern gleichzeitig von höheren Verkaufspreisen.

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Bei HBM wird die Knappheit noch extremer

Noch stärker läuft es momentan bei HBM, also dem Hochleistungsspeicher, der direkt neben modernen KI-Beschleunigern sitzt. Hier ist das Angebot besonders knapp. Reuters berichtete erst heute, dass chinesische KI-Chiphersteller ihre Preise teilweise deutlich anheben müssen, weil HBM kaum verfügbar ist. Zu den drei großen Anbietern gehören neben SK Hynix und Samsung eben auch Micron.

Und 2027 könnte der Preisdruck sogar nochmal zunehmen. TrendForce geht derzeit davon aus, dass die Vertragspreise für HBM im kommenden Jahr um 70 bis 140% steigen könnten. Gleichzeitig sollen DRAM und NAND 2027 bereits rund 68% der gesamten Investitionen großer Cloudanbieter ausmachen. Speicher wird damit zu einem immer größeren Kostenblock beim Ausbau von KI-Rechenzentren.

Micron baut seine Kapazitäten deshalb kräftig aus. Laut Branchenberichten könnte die HBM-Produktion bis Jahresende auf rund 100.000 Wafer pro Monat steigen. Gleichzeitig liefert Micron HBM4 bereits in größeren Stückzahlen an einen wichtigen Kunden aus, während HBM4E 2027 in die Serienproduktion gehen soll.

Das Spannende daran ist, dass HBM gleichzeitig Kapazitäten bindet, die dann bei normalem DRAM fehlen. Die starke KI-Nachfrage hilft Micron damit gleich an mehreren Stellen und sorgt dafür, dass auch klassische Speicherpreise relativ hoch bleiben.

Die Zahlen zeigen schon, was höhere Speicherpreise ausmachen

Wie stark sich das inzwischen in den Zahlen bemerkbar macht, konnte man bereits im letzten Quartal sehen. Micron setzte im dritten Geschäftsquartal 41,46 Milliarden US$ um. Ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 9,30 Milliarden US$. Die Bruttomarge sprang gleichzeitig von 37,7 auf 84,6%.

Und Micron rechnet erstmal nicht mit einer Abkühlung. Für das laufende vierte Geschäftsquartal stellt das Unternehmen rund 50 Milliarden US$ Umsatz und eine Bruttomarge von etwa 86% in Aussicht.

Auch Analysten bleiben entsprechend optimistisch. UBS hält weiterhin an „Buy“ fest und sieht das Kursziel bei 1.625 US$. Die Analysten gehen davon aus, dass der DRAM-Markt noch knapper ist als zunächst gedacht und die Unterversorgung bis weit ins Jahr 2027 reichen könnte. Lynx Research liegt etwas vorsichtiger bei 1.325 US$.

Micron läuft direkt in die nächsten Widerstände

Bei Micron ging es zuletzt ziemlich schnell wieder nach oben und damit läuft die Aktie jetzt auch direkt in die nächsten Widerstandsbereiche rein. Rund um 1.030 bis 1.050 US$ hatte der Kurs zuletzt schon mehrfach zu kämpfen und dort wird sich zeigen, ob die Bewegung noch weiter durchzieht oder erstmal wieder etwas Verkaufsdruck reinkommt.

Schafft Micron den Sprung darüber, wäre nach oben wieder deutlich mehr Platz. Als nächstes würde dann der Bereich um 1.100 US$ ins Spiel kommen und darüber natürlich auch die letzten Hochs aus dem Juni und Juli bei rund 1.200 bis 1.230 US$. Nach der starken Bewegung der vergangenen Wochen wäre ein erneuter Anlauf auf diese Hochs durchaus realistisch, vor allem wenn die starke Story rund um Speicherpreise und HBM weiter anhält.

Auf der Unterseite bleibt der Bereich um 900 bis 920 US$ wichtig. Dort konnte sich die Aktie zuletzt mehrfach fangen und von dort kam auch die aktuelle Bewegung nach oben. Solange dieser Bereich nicht wieder klar verloren geht, bleibt die bisherige Erholung erstmal sauber intakt.

Micron-Aktie

Micron-Aktie

ℹ️ Micron in Kürze

  • Micron Technology (WKN: 869020) ist ein US-amerikanischer Halbleiterkonzern mit Sitz in Boise (Idaho), der sich auf Speicherchips und Datenspeicherlösungen spezialisiert hat.

  • Das Unternehmen produziert vor allem DRAM- und NAND-Speicherchips, die in Rechenzentren, KI-Systemen, Smartphones und Computern eingesetzt werden.

  • Die Micron-Aktie ist an der NASDAQ gelistet und Bestandteil wichtiger US-Indizes wie NASDAQ-100 und S&P 500.

  • Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 1,16 Billionen US$, womit Micron zu den größten Halbleiterunternehmen weltweit zählt.

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Fazit

Bei Micron dreht sich momentan sehr viel um die Speicherpreise und die spielen dem Konzern weiter in die Karten. DRAM bleibt knapp, HBM ist noch gefragter und Micron verkauft immer mehr hochmargige Produkte an Rechenzentren. Solange das Angebot nicht deutlich schneller wächst, bleibt dieses Umfeld für Umsatz und Margen extrem stark.