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Quelle: ChatGPT

Micron-Aktie: Warum Anleger jetzt genau hinschauen sollten

Chip-Riese unter Beobachtung
Redaktion | Börse

Micron hat heute starke Quartalszahlen geliefert, und trotzdem wollten die Anleger nicht mehr kaufen. Die Aktie rutschte zwischenzeitlich um fast vier Prozent ins Minus und notierte zuletzt noch rund ein Prozent im roten Bereich. Unserer Meinung nach ist das weniger überraschend, als es auf den ersten Blick wirkt.

KI treibt das Geschäft, der Kurs läuft davon

Der Boom rund um Künstliche Intelligenz sorgt bei Micron für kräftig steigende Verkaufspreise. Der massive Ausbau von Rechenzentren hat die Nachfrage nach Speicherchips in die Höhe getrieben, und das spiegelt sich direkt in den Zahlen wider. Die Bruttomargen zeigen nach Einschätzung der Analysten von Zacks Investment Research eine immense Preissetzungsmacht und stellen alle bisherigen Zyklen in den Schatten. Dazu kommen klare Umsatzprognosen, die durch eine Vielzahl langfristiger Verträge abgesichert sind.

Das klingt gut. Sehr gut sogar. Und genau darin liegt das Problem.

Zu viel war bereits eingepreist

Seit Jahresbeginn war die Micron-Aktie um rund 270 Prozent gestiegen, bevor diese Zahlen auf dem Tisch lagen. Die Analysten von Vital Knowledge brachten es auf den Punkt: Die Erwartungen im Halbleiter-Sektor seien bereits so hoch, dass selbst ein starkes Ergebnis von vielen Marktteilnehmern als nicht wesentlich besser als erwartet wahrgenommen wurde. Ich glaube, das trifft es genau. Wer 270 Prozent Kursanstieg vor dem Ergebnis einfährt, hat die guten Nachrichten längst bezahlt.

Das Chartbild bleibt stabil

Charttechnisch ist die Lage noch intakt. Der Kurs hielt sich heute oberhalb der 21-Tage-Durchschnittslinie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt. Auch die 50-Tage-Linie und die viel beachtete 200-Tage-Linie bieten noch ausreichend Puffer nach unten.

Was das für die Aktie bedeutet

Das Chartbild mag stabil sein, doch unserer Überzeugung nach wäre bei einer Bewertung auf diesem Niveau Vorsicht angebracht. Wer auf weiteres KI-Wachstum und steigende Margen setzt, könnte mit Micron weiter gut liegen. Die Preissetzungsmacht und die langfristigen Verträge würden dafür sprechen. Wer allerdings günstige Einstiegskurse sucht, dürfte bei einem Kurs, der in diesem Jahr bereits um rund 270 Prozent zugelegt hat, kaum fündig werden.
Quelle: dpa-AFX

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