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Foto: markuswinkler / Unsplash

Inflation 4,0%: Rückt die EZB-Zinssenkung jetzt in weiter Ferne?

Teuerung zieht an
Redaktion | Wirtschaft

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf 4,0% gestiegen, wie Eurostat am Mittwoch nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im September hatte die Rate noch bei 3,8% gelegen, im August bei 3,2%. Damit stellt sich die Frage: Was bedeutet die anziehende Teuerung für Anleger an den europäischen Börsen?

Energiepreise treiben Teuerung

Hohe Energiepreise sind laut Eurostat der zentrale Treiber hinter dem Anstieg. Mit 4,0% liegt die Rate so hoch wie zuletzt im September 2023. Volkswirte hatten diesen Anstieg laut Mitteilung bereits erwartet.

Damit entfernt sich die Inflation weiter von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Die EZB sieht Preisstabilität bei mittelfristig zwei Prozent als gewährleistet an. Der aktuelle Wert liegt damit deutlich über diesem Ziel.

Fazit

Die Zahlen bestätigen die Erwartungen der Volkswirte, der Preisauftrieb setzt damit einen Trend über mehrere Monate fort. Je weiter sich die Rate vom EZB-Ziel entfernt, desto enger dürfte der Spielraum der EZB für Zinssenkungen werden. Für Anleger könnte das bedeuten, dass zinssensible Marktsegmente wie hoch bewertete Wachstumswerte oder stark verschuldete Unternehmen unter Druck geraten könnten, während Banken und Energiewerte von einem länger erhöhten Zinsniveau beziehungsweise den hohen Energiepreisen profitieren könnten. Ob sich der Preisdruck in den kommenden Monaten abschwächt, bleibt offen, solange keine neuen Daten vorliegen, erscheint Zurückhaltung bei zinssensiblen Werten angebracht.

Quelle: dpa-AFX

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