Goldpreis steigt weiter: Jetzt noch einsteigen oder zu spät?
Gold legt zu. Leicht zwar, aber beständig. Am Nachmittag kostete eine Feinunze in London 4.152 US$, ein Plus von 0,25 Prozent gegenüber dem Freitag.
Frankreich als Unruheherd
Noch im September hatte das Edelmetall rund sechs Prozent nachgegeben, danach stabilisierte sich der Preis. Jetzt sind es die politischen und fiskalischen Spannungen in Frankreich, die das Bild prägen. Die Renditen am französischen Anleihemarkt steigen, und die Verunsicherung greift auf andere Eurozone-Länder über. Einige Experten erinnert die aktuelle Gemengelage bereits an die Euro-Staatsschuldenkrise. In solchen Momenten wird Gold zum sicheren Hafen, und genau das beobachten wir gerade.
US-Arbeitsmarkt dämpft Zinserwartungen
Dazu kommt ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht für September, der am Freitag veröffentlicht wurde. Die schwachen Zahlen haben die Erwartung einer baldigen Leitzinserhöhung in den USA deutlich gedämpft. Das ist für Gold relevant, denn höhere US-Zinsen machen das Edelmetall unattraktiver, weil es selbst keine Zinsen abwirft. Bleiben die Zinsen niedrig oder steigen sie langsamer als erwartet, fällt dieses Argument gegen Gold weg.
Was das für die Börse bedeutet
Unserer Meinung nach könnte Gold kurzfristig weiter zulegen, solange die politische Lage in Frankreich angespannt bleibt und die US-Notenbank mit Zinserhöhungen zögerlich agiert. Goldminenaktien wie Barrick Gold oder Newmont dürften in diesem Umfeld ebenfalls Rückenwind bekommen. Wir raten dennoch zur Vorsicht, denn eine echte Trendwende nach oben wäre erst dann bestätigt, wenn der Goldpreis die Septemberverluste vollständig aufholt.
Quelle: dpa-AFX
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