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Gea Group-Aktie: Bernstein bremst den Höhenflug

Analyst dämpft Erwartungen
Redaktion | Börse

Analyst Benjamin Thielmann von Bernstein Research hat die Gea Group-Aktie mit dem Votum "Market-Perform" und einem Kursziel von 69,00 € aufgenommen, und das hat am Mittwoch sichtbar auf den Kurs gedrückt. Im frühen Handel verlor das Papier des Anlagenbauers für die Milch- und Lebensmittelindustrie 1,3 Prozent und rutschte auf 66,45 €, womit die Aktie zu den schwächsten Werten im Dax zählte.

Lob mit angezogener Handbremse

Thielmann erkennt durchaus an, was Gea zu bieten hat. Der Auftragsbestand stimmt, die Margen verbessern sich, der Service-Anteil am Geschäft ist hoch, und der Fokus auf den Milchverarbeitungsmarkt trifft einen strukturell starken Bereich. Doch nach dem jüngsten Aktienrückkauf und der Anhebung der Unternehmensziele für 2026 fehlen die nächsten zündenden Argumente für weiteres Kurspotenzial. Mögliche Großaufträge und höhere Margenziele für 2030 hält Thielmann für bereits eingepreist.

Nach dem Rekordhoch kommt die Pause

Seit dem Zwischentief im Juni hat die Gea-Aktie rund 25 Prozent zugelegt. Ende August kletterte der Kurs sogar auf ein Rekordhoch von 68,10 €. Das ist eine beeindruckende Rally, die erklärbar macht, warum Analysten nun auf die Bremse treten.

Was bedeutet das für die Aktie?

Das Kursziel von 69,00 € lässt vom aktuellen Niveau von 66,45 € aus kaum Luft nach oben. Das Votum "Market-Perform" ist kein Kaufsignal, aber auch keine Warnung. Anleger, die bereits investiert sind, dürften die Lage entspannt sehen. Wer neu einsteigen möchte, sollte abwägen, ob ein mögliches Upside von rund 4 Prozent den Einstieg rechtfertigt. Die Aktie könnte in eine Konsolidierungsphase übergehen, solange neue Kurstreiber fehlen. Ein wirklicher Kursruck nach oben wäre erst dann wieder denkbar, wenn Gea mit unerwartet starken Großaufträgen oder einer Anhebung der Margenziele für 2030 positiv überraschen würde.

Quelle: dpa-AFX

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