Automatisierungswelle im DAX: Diese Robotik- und Industrie-Aktien könnten jetzt profitieren!
Die nächste große KI-Revolution findet möglicherweise nicht im Silicon Valley statt, sondern mitten in deutschen Fabrikhallen. Während amerikanische Technologiekonzerne Milliarden in Rechenzentren investieren, arbeitet die deutsche Industrie an einer Entwicklung, die ganze Produktionsprozesse verändern könnte: Künstliche Intelligenz soll Maschinen nicht mehr nur überwachen, sondern eigenständig steuern.
Der Zeitpunkt könnte kaum entscheidender sein. Hohe Lohnkosten, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerbsdruck zwingen deutsche Unternehmen dazu, ihre Produktivität deutlich zu steigern. Genau hier eröffnet die sogenannte Physical AI völlig neue Möglichkeiten.
Von 40% auf 80% Automatisierung
Wie groß die Ambitionen inzwischen sind, zeigte eine Ankündigung vom 19. Oktober 2026. Ein großer, deutscher Industriekonzern will den Automatisierungsgrad in der Fertigung mithilfe künstlicher Intelligenz von bislang etwa 30 - 40% auf 70 - 80% erhöhen.
Nach Einschätzung des Unternehmens benötigen Hersteller in Hochlohnländern jährliche Produktivitätssteigerungen von 7 - 9%, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.
Wenn Roboter plötzlich selbstständig lernen
Der eigentliche Durchbruch könnte durch die Verbindung von Robotik, künstlicher Intelligenz und sogenannten digitalen Zwillingen entstehen.
Dabei werden Maschinen oder komplette Fabriken zunächst virtuell nachgebildet. KI-Systeme können Produktionsabläufe simulieren, Fehler erkennen und Verbesserungen testen, bevor diese in der realen Fertigung umgesetzt werden.
Das Besondere: Statt ausschließlich vorprogrammierte Bewegungen auszuführen, könnten Roboter künftig flexibler auf wechselnde Werkstücke, Materialien und Produktionsbedingungen reagieren.
Deutschland besitzt dafür eine starke industrielle Ausgangsbasis. Laut International Federation of Robotics kommen hierzulande 449 Industrieroboter auf 10.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe. Damit gehört Deutschland weltweit zur Spitzengruppe.
Der DAX als heimlicher KI-Profiteur?
Für Anleger eröffnet diese Entwicklung einen interessanten Perspektivwechsel. Nicht nur Softwareunternehmen und Chiphersteller könnten vom KI-Boom profitieren, sondern auch klassische Industrieunternehmen.
Besonders gefragt dürften Anbieter von Automatisierungstechnik, Industriesensoren, Steuerungssystemen und industrieller Software sein. Auch Unternehmen, die Maschinen mit leistungsfähiger Rechentechnik und intelligenten Netzwerken verbinden, könnten zusätzliche Aufträge erhalten.
Allerdings bleibt die Investitionsbereitschaft der Industrie konjunkturabhängig. Hohe Anschaffungskosten und langwierige Umstellungen können den Ausbau bremsen.
Dennoch könnte Physical AI zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber der deutschen Industrie werden. Während viele Anleger weiterhin auf amerikanische KI-Aktien setzen, entstehen möglicherweise direkt vor unserer Haustür neue Chancen.
Welche drei deutschen Robotik- und Industrie-Aktien aus unserer Sicht besonders stark von dieser Automatisierungswelle profitieren könnten, zeigen wir Dir nach der Freischaltung.