Quelle: ChatGPT

Renk-Aktie: Zwei Szenarien für den Long-Einstieg

Erste Chance am Supportbereich
Konrad Speckmaier
Die Renk-Aktie hat den Abverkauf an der Unterstützung zwischen 32,10 und 33,60 € gestoppt und seitdem deutlich zugelegt. Trotzdem steht der Markt erst in der Mitte des Abwärtskanals. Als Hürde wartet darüber der Bereich zwischen 40,50 und 44,01 €, der zuvor noch Halt gab. Wichtig bleibt, dass die letzten Tiefs bei rund 35,50 € halten. Trägt der Schwung bis dorthin, oder übernehmen die Verkäufer vorher wieder?

Weniger Umsatz, mehr Fokus

Am 22. Oktober meldete Renk den Verkauf der Bearings-Sparte an den österreichischen Industriekonzern Miba. Der Preis liegt im unteren bis mittleren dreistelligen Millionenbereich, der Vollzug hängt noch von behördlichen Genehmigungen ab. Weil die Sparte ab dem vierten Quartal als nicht fortgeführter Bereich ausgewiesen wird, sinkt die Prognose für 2026 auf einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. € nach zuvor mehr als 1,5 Mrd. €. Das bereinigte EBIT soll 240 bis 255 Mio. € erreichen, zuvor war der obere Bereich der Spanne von 255 bis 285 Mio. € angepeilt

An der Börse blieb die Reaktion mild. Die Aktie verlor zeitweise bis zu -3% und schloss am Ende bei 37,08 €,  was rund -0,5% entspricht. Zuvor hatte KNDS Deutschland am 14. Oktober einen Vertrag über Leopard-2-Getriebe um rund 130 Mio. € erweitert, die Lieferungen laufen von 2029 bis 2032. Die Neunmonatszahlen folgen am 5. November.

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Der Chart-Check

Quelle: Tradingview

Die Renk-Aktie hatte den Abverkauf seit den Hochs weiter fortgesetzt und damit auch den Supportbereich zwischen 40,50 und 44,01 € unterschritten. Somit wurde aus diesem Bereich ein Widerstandsbereich, der im weiteren Verlauf auf der Oberseite als Hürde dienen kann. Der Abverkauf konnte auch an der Unterstützung zwischen 32,10 und 33,60 € erst einmal ein Ende finden und es kam zu einer guten Reaktion auf der Oberseite. Mit dem Blick auf den Chart und den Trendkanal befindet sich der Markt jedoch in der Mitte des Abwärtskanals.

Die erste Reaktion an der Zone ist sehr gut und würde die Idee von weiter steigenden Kursen und der Long-Idee unterstreichen. Das Spannende wird hier, ob sich diese Stärke weiter halten kann. Aufgrund der aktuellen Struktur im Markt könnte sich auch hier eine Chance bieten, von möglichen steigenden Kursen zu profitieren. Das Wichtige bei dem Szenario, an der aktuellen Schwelle einzusteigen, ist, dass es nicht zu einem Bruch der letzten Tiefs bei rund 35,50 € kommt. Das zweite Szenario und das schönere wäre ein erneuter Rücklauf an die Zone und eine erneute Stabilisierung. Bei diesem Szenario ist der Einstieg schöner, da sofort ein Supportbereich unter der Aktie liegt, jedoch ist der erneute Abverkauf in dem aktuellen Marktumfeld mit Vorsicht zu genießen.

ℹ️ Renk Group AG in Kürze

  • Die Renk Group (WKN: RENK73) mit Hauptsitz in Augsburg ist ein weltweiter Hersteller von Getrieben, Motoren, Hybridantriebssystemen, Federungssystemen für Fahrzeuge, Gleitlagern, Kupplungen und Prüfsystemen.
  • Das Unternehmen baut Spezialgetriebe für Panzer, Fregatten, Eisbrecher und industrielle Anwendungen und ist führender Lieferant von Fahrwerken und Dämpfungssystemen für militärische Ketten- und Radfahrzeuge.
  • Renk produziert an drei Standorten in Deutschland sowie in der Schweiz, Großbritannien und den USA.
  • Renk notiert seit Ende März im Nebenwerteindex MDAX und ist ca. 3,7 Milliarden € wert.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Solange sich der Kurs oberhalb der Zone halten kann, spricht das erst einmal für eine Long-Idee. Ein erster Versuch direkt an dieser Schwelle könnte sich ebenfalls anbieten, wichtig wäre es hier jedoch, dass die Stärke in die Aktie kommt und die Tiefs nicht unterschritten werden. Ein Ausbruch über die aktuelle Widerstandszone könnte eine weitere Long-Chance sein, hier ist jedoch die Begrenzung des Trendkanals schnell erreicht und darauf sollte auch immer Acht gegeben werden. Mit dem aktuellen Schwung könnte sich jedoch eine Umkehr andeuten. Entscheidend bleibt das Kräfteverhältnis von Verkäufern und Käufern.

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